Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- III (1898)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1898)
- Date
- 1898-05-01
- Page
- Seite 79 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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n Vorgänger und Vorbild von Maimonides, dessen More 30 Jahre nach Emuna rama erschien und letzteren ganz verdrängt hat. Ueber die Wertschätzung sowohl, wie über die Verurtheilung dieses jüdischen Philosophen par excellence spricht der Verf. ziemlich ausführlich und weist darauf hin, dass nach diesem ״kein selbständiger jüdischer Philosoph im Mittelalter mehr erstand״. Seine Nachfolger sind Commentatoren des More oder des Ibn Roschd. Aus dem 14. Jahrhundert werden Lewi ben Gersonund seinen Milchamoth einige Sätze gewidmet, aus dem 15. Joseph Albo. Auch des X»eo Hebraeus wird gedacht. Nach der Vertreibung der Juden aus Spanien tritt an die Stelle der Philosophie die Qabbala. Die Philosophie der Juden hat aufgehört »und auch Mendelssohn, der Schöpfer der neueren Bildung unter den europäischen Juden, hat eine neue Aera für jüdische Philosophie weder eröffnen wollen noch können.“ Dieser letzte Satz des Verfassers »met de wysbegeerte der Joden was het gedaan“ wird denn doch einzuschränken sein, wenn man der philosophischen Arbeit eines Steinheim und auch S. R. Hirsch’s sich erinnert, diezwar beide nicht den Ausgleich zwischen Philosophie und Offenbarung zum Vorwurf hatten. Aus einem Capitel Charakter und Einfluss der jüdischen Philosophie (S. 35—58) seien nur folgende Sätze citirt: ״Die mittelalterliche jüdisehe Philosophie tritt auf als Philosophie der Religion im stricktesten Sinne des Wortes. Für die Theologie wirft sie mehr Früchte ab als für die Philosophie.“ »In Maimonides, in dem die jüd. Scholastik sich concentrirt, findet man Saadja, zum Theii auch Ibn Gabriol und Ibn Daud wieder.“ »Seit Maimonides ist die jüdische Philosophie nur Reproduction der Arabischen.“ »In dieser Kette bildet nun Ibn Gabirol ein fremdes Element, dessen Denkweise aber im Judenthum nie heimisch werden konnte. Dagegen war sein Einfluss auf nichtjüdische Kreise nicht gering, nur wusste man nicht, dass er Jude war“. In der zweiten Abtheüung geht der Verfasser erst an seine eigentliche Aufgabe und behandelt die Theologie des Saadja (59 - 89), Ibn Gebirol (90—107), Jehuda Halewi (108—129), Maimonides (130—154). Ausführlich ״und klar bespricht er die Auffassungen von Gott, seinen Attributen, Schöpfung, Vorsehung etc. und weist in einem Schlussworte auf den Einfluss hin, den die jüdischen Denker auf die Grossmei3ter der Scholastik geübt um dann ehrlich anzuerkennen: ״das ist zur Sicherheit erhoben durch die Untersuchungen der neueren jüdischen Gelehrten“. »Kann also, so ruft Verf. zum Schlüsse aus, noch die Rede sein von der Behandlung der mittelalterlichen christlichen Scholastik, ohne dass man sich erst bekannt gemacht hat mit dem, was die jüdischen Scholastiker geliefert haben?“ ln den Anmerkungen (161—187) wird fleissig sowohl auf die Quellen als auf die Vorarbeiten besonders von Joel, Guttmann, Kaufman hingewiesen, dann noch eine kurze besonders für Anfänger sehr brauchbare hebräische Terminologie mit lateinischer Uebersetzung geliefert. Den Schluss bilden Register. — Wir.] PR0CEED1NGS of the first Convention of the National Council of jewish women held at New-Yorb, nov. 15, 16, 17, 18 and 19, 1896. Philadelphia, the jewish publ. Soc. of America, 1897. 426 S. PROGRAM of the Hebrew Union College, 1897—1898. The philosophy of jewish history by Prof. G• Deutsch. Cincinnati, s. a. [1897J. 140 S.