Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1898-05-01 · 3 (Mai-Juni 1898) · p. Seite 75

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
III (1898)
Issue
3 (Mai-Juni 1898)
Date
1898-05-01
Page
Seite 75 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2254995-7565889-7600082--0494-2255469
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

75 GRAETZ, H., Histoire des Juifs, trad. de l’allemand per M. Bloch. Tome V., de l’epoque de la Reforme (1500) ä 1880. Avec nne preface de Zadoc Kahn. Paris, Durlacher, 1897. Via. 461 S. GRÜN WALD, M., Mitteilungen der Gesellschaft für jüdische Volks künde. Unter Mitwirkung hervorragender Gelehrter herausgegeb. Heft 1. Hamburg 1898. X u. 118 S. HERRIOT, E., Philon le Juif. Essai sur l’Ecole juive d’Alexandrie. Paris, Hachette, 1898. XIX u. 336 S. Pr. 7,50. HOLZINGER, H:, Genesis, erklärt. Mit 1 Abbildung. Preiburg, J. C. B. Mohr, 1898. XXX u. 278 S. M. 6.— [Kurzer Handkommentar zum Alten Testament, in Verbindung mit Benzinger, Bertholet, Budde, Duhm, Holzinger u. Wildeboer berausg. von Prof. D. Karl Marti. 5. Bd. I. Abt.] HUBER, L., Ä. Talmud. Kultürtörteneti 6s biblikus tanulmäny (Der Talmud. Eine kulturhistorische und biblische Studie). Budapest, Selbstverlag (Kalocsa, Ungarn), 1897. IX u. 280 S. F1. 2,50. [Eines von den Büchern, welchen man zu viel Ehre erweist, wenn man sie nach Verdienst abfertigt. Verf. leitet sein Buch mit schönen Redensarten ein; nur die objective Wahrheit soll seine Feder leiten (S. VIII). Hierauf folgt die Versicherung, dass sein Buch mit den Tendenzen des modernen Antisemitismus nichts zu schaffen habe; die Wissenschaft, wenn sie Wissenschaft bleiben will, kennt weder Antisemitismus, noch Philosemitismus (das.). Diese Versicherung war, wie sich zeigen wird, nötig. Man wäre sonst in der That versucht anzunehmen, dass man das Werk eines jener Helden vor sich habe, die über den Talmud umso mehr schimpfen, je weniger sie ihn verstehen. Das Buch soll den Talmud behandeln, ist aber in der That eine Ablagerungsstätte für alles, was Verf. je über Juden und Judenthum gelesen* hat, so weit es in den Rahmen seiner Tendenz passt. Denn nur eine Tendenzschrift ist das vorliegende Buch, ganz nach dem Prinzipe bearbeitet, welches der *objective״ Verfasser beim Talmudstudium empfiehlt: ״mit nötiger Kritik wollen wir sorgfältig alles jene brauchbare Material aus ihm herausnehmen, welches im Interesse der Bibelforschung in katholis ehern Geiste zu verwerten ist; was nicht so geartet ist, werfen wir bei Seite״ (S. 16); eine herrliche, empfehlenswerte Objeetivität. Aber haben nicht Juden und Protestanten dieselben Rechte? Dürfen sie nicht ebenfalls dem Talmud das entnehmen, was ihrem Standpunkte entspricht? Und darf dann Verf. diese Studien als ״Lügen, Taschenspiele״ (S. 15) bezeichnen? — Das Herz des guten Katholiken geräth in Aufregung, wenn er bedenkt, welch grosse Hindernisse und Schwierigkeiten die Lehren des Talmud dem Wirken des!Nazaräers in den Weg .gelegt (S. 27); im Talmud findet er die Erklärung für die unbestreitbare Thatsache, das die Grundsätze des Christentums innerhalb der Judenheit nicht einmal im Allgemeinen zur Geltung gelangen konnten (S. 150); der Talmud erklärt die Erscheinung, dass Israel, obwohl seit zwei Jahrtausenden von seinem heimatlichen Herde vertrieben und unter

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.