Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- III (1898)
- Issue
- 2 (März-April 1898)
- Date
- 1898-03-01
- Page
- Seite 37 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37 [Nach den Verunglimpfungen, die Nachmanides von einem Rabbiner sich hat gefallen lassen müssen (Winter und Wünsche, II, 425), timt es wohl eine Arbeit zu lesen, die den grossen Meister nach Verdienst zu würdigen sucht. Verf. hat nicht viel Neues vorzubringen, aber er sammelt, sichtet und ordnet das zum grossen Teil bekannte Material und verarbeitet es zu einem Ganzen. Das ist ein verdienstliches Unternehmen. Dass dem Verf. manchmal, vielleicht aus Mangel an Büchern, auch ein Irrtum unterlaufen konnte, ist begreiflich. Die Bemerkungen Kaufmann’s, wie die Nachträge Halberstam’s, haben nicht Alles berichtigt. Zu S. 3 Anm. 1, wie über die Aussprache (Gerondi od. Girondi) vergl. Schiller-Szinessy, Oatal. Cambridge p. 166 Anm. 1. — Nach Anm.2 das. soll Steinschneider, Cat. Bodl., 1194 als Geburtsjahr Nachmanides’ annehmen; wahr ist, dass Steinschneider im Catal. sowohl, wie Hebr. Bibi. I, 34 gegen diese Annahme schreibt. Wir haben Grund zu vermuten, dass Verf. den Catal.*Bodl. nicht selbst benutzt hat; den Artikel in der Hebr. Bibi, hat er sicher nicht gesehen, und so bleibt Nachm. einKenner auch des Arabischen (S. 4), so bleibt auch Levi b. Gerson ein Enkel Nachmanides’ (S. 15). Zu S. 4 Anm. 11 vergl. Chaim Michels noch nicht genügend gewürdigtes Werk אור החיים (Frankfurt a. M., Kauffmann, 1891) p. 553. S. 12 führt R. den Verf. des ספר התרומות als הספרדי an, obschon ihn das Fragezeichen Kaufmann’s zum Nachdenken hätte veranlassen sollen. Dass סרדי richtig ist, hat schon Zunz, Ztscbr. S. 157, nachgewiesen. Von den zahlreichen Compositionen Nachm s\ kennt Verf. nur eine, die er (S. 21) abdruckt; vergl. Zunz, Lg. S. 478. Ein Satz, wie אבל חכמת רביכו היא מקבלה מפי אליהו התשבי אשר שלחו אלהים להורות אותו (S. 19) gehört nicht in eine Wissenschaftliehe Arbeit von anno 1898. Aber diese und ähnliche Mängel (Verf. ist z. B. unbekannt geblieben, dass Berliner die Rede Nachmanides veröffentlicht hat) würden wir dem Verf. verzeihen. Was wir ihm nicht verzeihen können ist, dass er (S. 10 Anm. 21) als ein Gedicht über den More einige sinnlose Verse und Halbverse aus dem Gedichte לעתיקים כראי חזקים giebt, u. zw. so, wie sie Grätz (Blumenlese S. 155) abdruckt, der die Halbverse nebeneinander statt untereinander gelesen hat! Als Quelle giebt Verf. den אוצר נחמד an. Hier ist eines von beiden möglich: entweder hat das Gedicht das Unglück, von Zweien (Grätz u. Verf.) in gleicher Weise falsch gelesen worden zu sein, oder hat Verf. (was wir aber nicht annehmen wollen) die ״Blumenlese“ benutzt und sich an den Dornen gestochen! — Anerkennen müssen wir, dass R. alles benutzt hat, was ihm zugänglich war, und dass er sich seinem Gegenstände mit Wärme hingegeben hat.] SOFER, JOSEF, ילקוט סוסר/ Sammlung midraschischer Aussprüche zum Pentateuch. III ßd.: Leviticus. Derecske (Ungarn) 1898. fl. 0,80. STEINBERG, J., טשסט האורים/ Neues hebräisch-deutsch-russisches Lexicon zum Urtexte des alten Testaments, sprachlich und sachlich bearbeitet. 2. Aufl. Wilna, Komm, 1897. VIII und 864 S. R. 5. — [Aus Russland wird uns ein Wörterbuch geboten, das den Wettlauf mit den Werken, die ״deutscher Fleiss“ und ״deutsche Gelehrsamkeit“ hervorgebracht, ruhig aufnehmen ■kann. Das Steinberg’sche Lexicon ist kein Neuling. Lange schon ist das Buch in der russischen Ausgäbe ein vielbenutztes Handbuch derjenigen, die des Rassischen mächtig