Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1897)
- Date
- 1897-11-01
- Page
- Seite 172 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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172 Trad. pour la premi6re fois de l’höbreu et pr6cM6 d'une introduction. Paris, Ohamuel, 1897. 59 S. KELLERMANN, BENZION, Der Midrasch zum I. Buche Samuelis und seine Spuren bei Kirchenvätern und in der orientalischen Sage. Ein Beitrag zur Geschichte der Exegese. Frankfurt a. M., J. Kauffmann, 1896. 63 S. [Die Aufgabe, die Vrf. sich gestellt, ist, wie der Titel besagt, die , Spuren des Midrasch zu I. Sam. bei Kirchenvätern u. in der Orient. Sage aufzusuchen, um so den ■Einfluss des Midrasch auf die Exegese der ־ Kirchenväter und die Orient. Sage in seiner vollen Begeutung zu erkennen. Wir geben gerne zu, dass die Untersuchung anderer alten Quellen die richtige Auffassung des Midrasch fördern, auch zur Reconstruction mancher nicht vollständig erhaltener Midraschim führen kann, wie wir andererseits glauben, dass auch manches Dunkel in den Schriften der Kirchenväter durch den Midrasch aufgeklärt und manches Räthsel der Orient. Sage durch ihn gelöst werden wird. Aus diesem Grunde ist uns die vorliegende fleissige Arbeit willkommen, und würden wir uns der Veröffentlichung des ganzen Werkes (das vorliegende Heft reicht nur bis III, 36) freuen. Im Uebrigen aber erblicken wir in dem, was Vrf. den Einfluss des Midrasch nennt, nur den Einfluss jüd. Anschaumigen oder auch jüd. Volksagen, die im Volksmunde gelebt, und mit denen wohl jüd. Lehrer auch Nichtjuden bekannt gemacht haben. Nur ein Teil dieses Stoffes ist dann in Midraschsammlungen übergegangen.] KIMON, D., La Guerre antijuive. Paris, Selbstverlag, 1897 (1898). 209 S. Fr. 3,50. LEV1NSTE1N, G., Professor Paulsen und die Judenfrage. Berlin, Poppelauer, 1897. 24 S. M. —40,־. [Das Judentum besitzt eine umfassende polemische und apologetische Literatur. Man hat versucht, die entstellte Wahrheit auf verschiedene Weise und in verschiedenen Sprachen aller Welt kund zu thun. Welche Erfolge dieser Aufwand von Geist und Scharfsinn, von Zeit und Mühe erzielt hat, das lehrt die Thatsache, dass heute noch dieselben Albernheiten, die das Jahrhunderte lange Bemühen als solche blosszustellen suchte, mit der alten Unverschämtheit von unseren Gegnern aufgetischt und von ihren Lesern geglaubt werden. Es entsteht die Frage, ob wir nicht besser thäten, unsere Kräfte der culturellen Entwicklung unseres Volkes zu widmen, als sie in einem fruchtlosen Kampfe zu vergeuden. Es muss einem Juden nicht erst gesagt werden, dass L. in der Wider- .legung der Paulsen’schen Angriffe Recht hat. Mancher wird daraus lernen, wie er auf solche Ausfälle antworten soll. Der Optimismus aber, den L. besitzt, wird auch andern, wie uns, unbegründet erscheinen. — In manchen Punkten ist L. zu berichtigen. S. 9 Z. 2 v. u. ist das Wort ״ausschliesslich״ nicht berechtigt. Bei den Behauptungen S. 11 Z. 19 f. u. Z. 26 f. hat Verf. z. B. die Juden in Italien und Frankreich, andererseits diejenigen in Russland, Galizien und Ungarn vergessen. Ganz verfehlt ist die Behauptung S. 21: ״Die Katholiken schauen sicher viel mehr nach Rom als die Juden nach Jerusalem;״ wenn Vrf. die Juden in der Johannisstrasse meint, dann allerdings. In dem S. 6 Z. 7 v. u, angeführten Satz scheint Paulsen Recht zu haben. —] כ ץ