Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1897)
- Date
- 1897-09-01
- Page
- Seite 138 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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138 modernen Fragen. II Teile. Frankfurt a. M., Kauffmann, 1895—96. 1 TL 76 S., II TJ. 80 S. M. 4.— [Im ersten Bande ist das erste Buch Mosis, im zweiten Bande das zweite Buch behandelt. Der Verf. wird offenbar von der besten uudn edelsten Absicht geleitet. Man wird ihm auch Originalität bis zu einem gewissen Grade zusprechen müssen. Wenn man aber die Lehren der Bibel zu einem Universalmittel gegen alle Gebrechen der Zeit machen, aus ihnen ״die Lösung aller moderner socialer Fragen“ herausklügeln will, so kann das ohne Vergewaltigung nicht gelingen. — Der marktschreierische Umschlag des zweiten Bandes ist abstossend.] BURROWS, W. 0., Books of the Bible. Second Book of Kings. Intr., Notes, Maps. London, Rivingtons, 1897. 146 S. 12°. Sl,6d. CASTELLI, DII Poema Semitic.0 del Pessimismo. (II libro di Job). Tradotto e commentato. Firenze, R. Paggi, 1897. XII u. 159 S. L. 3.— DALMAN, Gr., Aramäische Dialektproben. Lesestücke zur Grammatik des jüdisch-palästinensischen Aramäisch, zumeist nach Handschriften des Britischen Museums. Mit Wörterverzeichnis. Leipzig, Hinrichs, 1896. XII u. 56 S. M. 1,80. DEUTSCH, GOTTHARD, G., The Theory of Oral Tradition. As read before the Central Conference of American Rabbis, at its Seventh Anual Convocation, at Milwaukee, Wis. July 1896. Cincinnati, Bloch Publishing a. Printing Comp., 1897. 49 S. [Ein Blick in die Abhandlung drängt die Ueberzeugung auf, dass sie mit der Absicht geschrieben ist, folgende Thesen zu begründen: I. The Thora never mentions the existence of an oral law; II. It directly regards the written law as sufficient; III. The authenticity of the rabbinical law presupposes the Mosaic authorship of the whole Pentateuch; IV. It presupposes the existence of the great synagogue which can not be proven from historical facts; V. Some of the rabbinical laws are erroneous interpretations of scriptural commandments; VI. A considerable part of our rabbinical literature is pseudo-epigraphic.“ (S. 49). Jemand sagt irgendwo: ״Wenn man einem Buche den Vorwurf macht, dass es nichts Neues enthalte, sondern nur eine kritische Zusamt menstellung des Vorhandenen, so spricht man hiermit häufig ein grosses Lob aus.“ Auch die vorliegende Arbeit enthält nichts Neues. Aber bei der Zusammenstellung des Alten vermissen wir jede Kritik — und das ist ein Tadel. Zerstückeln und Zersetzen ist das Bestreben, das sich in der Arbeit geltend macht. Dazu ist alles Falsche gut genug. Auf Grund falscher Prämissen gelangt Verf. zu dem Resultat, ״that tradition as authentic Interpretation of the Mosaic law is an iilusion.“ Die Tradition hat ‘ schon schwerere Hammerschläge Ohne Schaden ertragen. —] ELSASS, Em., Das sechste Buch Moses. Ein historisch-politisches Drama. Lipto-Rozsahegy, Kohn’sche Buchdruckerei. 1897. VII u. 28 S. fl. 0,25. [Unter dem ״sechsten Buch Moses“ versteht Verf. die Baba Bathra f. 14b mit שרשת בלעם bezeichneten Kapitel Numeri XXI, 1— XXV, 10,