Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 4 (Juli-August 1897)
- Date
- 1897-07-01
- Page
- Seite 130 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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130 getröste mich. Hirsch Moses Wurmser (!) Hebräischer Buchdrucker(143.״ ״ ....Da das Privilegium des Moses W. nicht auf den Suppli•־ kanten allein, sondern auf den nunmehrigen Rabbi Belte M..ר. mittransferirt ist, beider Rechte also völlig gleich sind, so sehen wir nicht ein, wie von dem Supplicanten in dieser blosen Justiz-Sache gegen seinen Schwager anders als im Wege Rechtens verfahren werden könne, wenn nicht die nunmehr veränderte Umstände, da B. M. als Rabbiner auswärths seine hinlängliche Versorgung findet, die Ratio des auf ihn transferirten privilegii also cessirt, er selbst zum Betriebe des Gewerbes lediglich nicht mehr concurrirt, wenn wir auch nicht in Anschlag bringen, dass diese Druckerei unter den Händen eines fremden Rabbiners immer leicht anstössiger werden kann, E. Hf. DJ. Anlass geben sollten, das blos revocatorie verstattete Recht dem B. M. ganz, oder so lang als er auswärts seine Anstellung haben sollte zu entziehen und durch eine temporelle oder gänzlich Ueberlassung an den Supplicantdn denen desiderien, die freylich dem Gewerbe nicht wenig hinderlich sind, ein Ende zu machen.144״) Am 5. April ds. Js. erstattet das 0. A. über diese Eingabe an den Hofrath einen im Wesentlichen ablehnenden Bericht, in dem es heisst: Am 3• Mai verfugt nunmehr der Hofrath au das 0. A., B. M. ״per requisitoriates an das dortige 0. A.tt über die Angelegenheit zu vernehmen und seine Erklärung einzusenden.146) Am 21. Sept. übersendet das 0. A. Karlsruhe den inzwischen eingegangenen Bericht des Bruchsaler 0. As.146), der zwar bei den Akten fehlt, sich aber aus dem folgenden Entscheid des Hofraths dahin ergänzen lässt, dass B. M., wie zu erwarten, seine Rechte gewahrt wissen will. Die Entscheidung des Hofraths fällt denn auch dahin aus (28. September), dass da das Privilegium gemeinsam ertheilt, B. M. seinen Antheil daran aber nicht aufgeben wolle, dem Gesuche des H. W. keine Folge gegeben werde.347) Damit schliessen die Akten über die ״privilegirte hebräische Buchdruckerei.u Die inzwischen erweiterte Sozietät bestand noch bis mindestens 1839, aus welchem Jahre mehrere Drucke bekannt sind.148) Ende des Jahres 1818 starb Hirsch W.149), und da der sachverständige Leiter fehlte, so scheint die Druckerei einem raschen Verfälle entgegengeeilt zu sein. Ein Sohn Hirsch W.’s, der, wie mündliche Berichte wissen, die Setzerkunst in der Jugend, wohl in der Officin seines Vaters, erlernt und betrieben hatte, Löb W. wurde später Diener der Karlsruher Ohewrah Kadischa und starb kinder- 143) Stk. 67. — 144) Stk. 68. — 145) Vermerk auf Stk. 68. — 146) Stk. 69. — 147) Stk 69a. 148) Das ס׳ לימי הפורים (siehe unter תנ״ך Anlage I.), sowie das קצור ספר החיים (II. Ausgabe). 149)Er starb nach Ausweis des Memorbuches derChewrah- Kadischah zu K. am א׳דר״ח טבת תקצ״ח. Von da an tragen die Drucke der Officin nur