Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 4 (Juli-August 1897)
- Date
- 1897-07-01
- Page
- Seite 120 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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120 kehrt geschriebenes aß pap. ln Papyr. Leyden (Dietrich, Abraxas 195) findet man das Folgende: aapa <papa apa<p aia ßpaappapatpa aßpaa%. Hier ist <papa apa<p von rückwärts gelesen, pa<pa in ßpaappapa<pa. Wenn diese 4 Buchstaben vom letzten Worte abgeschnitten werden, verbleibt ßpaappa aßpap mit verdoppeltem pa. Wahrscheinlich i$t auch das nachfolgende a$paa% Abraam aus p verschrieben). Es ist in diesen Stellen erwähnt אדני (adwvaie), יהו (taaj), אד»יה (ata), ferner Jakob und Abraham. Die Erzväter sind in den Zauberpapyri nicht selten als Götter behandelt, worüber ich in anderem Zusammenhänge zu sprechen gedenke. Man wird nach dieser kurzen Auseinandersetzung in APBAPMA ebenfalls Abram mit verpoppeltem pa erkenei. Was $COP ist, weiss ich nicht. — A1A nach Schwab ״ עזהfort“. Kann eher mit aram. אסא heilen zusammengestellt werden. Hierher dürfte auch ASAEHI zu ziehen sein. Für diese Gleichung spricht Uapataga. Sch. umschreibt ״ במי עזהdans l’eau rapide“. Auf einer Medaille, die sicherlich als Amulette gedient hat, ist במי אסיא Heilwasser passender. Bedenklich ist die Partikel יב obgleich man auch die Barbelo-Gnosis mit erklärt. — Belial ist nicht בלעיאל, sondern בליעל. — BPAM- BAPOYXABPAM nach Sch. ברם ברוך אכרם. Sicherlich ist [A]BPAM zu lesen, denn ברם hätte hier gar keinen Sinn. — EOYNIASi ״Sur un dieu lao ä t6te de coqu. Es ist demnach ausser Zweifel, dass hier die magischen 7 Yocale zu lesen sind: N=H. — IABA Edd ist nicht mit _יבא?5ד zu umschreiben, da Iaba das samaritanische Tetragramm ist. ״Edd“ dürfte falsche Lesung sein. — IACOYHA ist richtig mit ישועאל umschrieben, aber nicht mit ״Dieu aide“, sondern mit Jesus ist Gott zu übersetzen. Die Aufschrift befindet sich auf dem gnostischen Stein. Auffallend sind einige Umschreibungen, welche auf Verwechslung von zwei im Hebräischen ähnlichen Buchstaben zu beruhen scheinen. AEBZANdP ־= Alexander, wo B statt K auf Verlesung von כ zu ב zurückzugehen scheint. Sav^epwß סנחריב, wo י als ו gelesen worden ist. SATOVIEL שטניאל; V für N. ״Peut־§tre a־t־on mal lu le נ en ו, transcrit V?“bemerkt Sch. — TAABAANA9ANA steht mit Nathan in gar keiner Verbindung, es ist aßXava$ava[Xßa], was auch Sch. anmerkt. Wozu notirt er aber dann ,,Nathan“ mit? Zur hebräischaramäischen Liste und zwar bloss zu אויים :א (j. Chagiga 78a.) citiert Verf. Lonsano’s Maarich, scheint ihn aber missverstanden zu haben. — ״ אוכאלconsume“?! — ״ אישטבIs tob“ lies: tab. — אלהעמיאל zerlegt V. in El Ha’ami El ה?2מי ist jedoch nicht hebräisch; das Wortis also richtiger in אלה עמי אל aufzulösen. — אדריגון lies Monatsschrift [für Geschichte und] Wissensch. d. J. — אבתן kann nicht ablanathana sein, weil dies letztere, wie wir schon bemerkt haben, mit ״Nathan“ nichts gemein hat. — אשמדאי. Warum citiert Sch. keinen einzigen Beleg aus dem Talmud? — ״ אתיאלtu es Dieu“ (?), wahrscheinlicher mit ]אף (= hebr. ״ (אותGott ist mein Zeichen“ zu erklären, da Gott kein Weib ist. Interessant ist, dass im Hebräischen auch אברסכס Abrasax vorkommt (vgl. auch אברגג und 811b. יאיר). Bei dem heutigen Stande der kabbalistischen Studien hat Schwab bedeutendes geleistet und ein Werk geschalfen, das trotz aller Mängel den Forschern vorzügliche Dienste leisten wird. Der Verf. darf des Dankes aller beteiligten Kreise sicher sein. - Prof. Br. Ludwig Blau] <ד