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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-07-01 · 4 (Juli-August 1897) · p. Seite 113

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
4 (Juli-August 1897)
Date
1897-07-01
Page
Seite 113 (sequence 5)
Language
German
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113 b) Judaiea. ABRAHAMS, J., Jewish Life in the Middle Ages. London, Macmilian & Go, 1896. XXYII u. 452 S. S7,6d. [Was von Zunz begonnen, von Berliner und Güdemann fortgesetzt wurde, hat Abrahams, wenn auch nicht zum Abschluss gebracht, so doch in erfreulicher Weise weiter entwickelt. Bei voller Berücksichtigung seiner genannten Vorgänger, hat uns A. von dem inneren Leben der Juden im Mittelalter ein Bild entworfen, wie es ihm nur bei einem selbständigen Studieren und Forschen, bei einem gewissenhaften Nachprüfen des Bekannten und eifrigen Erforschen des noch Unbekannten gelingen konnte. Dies erhellt schon aus der Kapiteleinteilung, die sich folgendennassen gestaltet: I. The Centre of Social Life; II. Life in the Synagogue; III. Communal Organization; IV. Institution of the Ghetto; V. Social Morality; VI. The Slave Trade; VII. Monogamy and the Home; VIII. Home Life (contin.); IX. Love and Courtship; X. Marriage Customs; XI. u. XII. Trades and Occupations; XIII. The Jews and the Theatre; XIV. The Purim-Play and the Drama in Hebrew; XV. Costume in Law and Fashion; XVI. The Jewish Badge; XVII. Private and Communal Charities. The Relief of the Poor; XVIII. Private and Communal Charity (cont.). The Sick and the Captive; XIX. The Medieval Schools; XX. The Scope ofEducation; XXI. MedievalPastimes and indoor Amüsements; XXII. Med. Pastimes (cont.). Chess and Carts; XXIII. Personal Relations between Jews and Christians; XXIV. Pers. Relations (cont.). Literary Friendships. Diese kurze Uebersicht des Inhalts, noch mehr aber das ausführliche Inhaltsverzeichnis, das dem Buche vorangeht, zeigt zur Genüge, dass A. die meisten Momente des jüd. Lebens zum Gegenstände seiner Untersuchung gemacht hat. Nun mag ja dem fleissigen Autor mancher von den so sehr zerstreuten und nur durch die grösste Mühewaltung zu sammelnden Bausteinen, die er zu seinem prächtigen Bau nötig hatte, entgangen sein. Vergl. z. B. zu S. 3 Letterbode V, 33. 131. 137; zu S. 11 Freimann in Lehrer u. Cantor 1896 No. 12; zu S. 159 Anm. 2 vergl. Machsor Vitry 211; zu K. XXII vergl. die Resp. des Isak ben Schescheth N. 171; zu S. 268 vergl. Berliner, Einl. zu Luzzatto’s יסוד עולם; zu Kap. XIX vergl. die interessanten Mitteilungen Jedaja Peninis bei Brody, Einleit, in ס, השלמה zu Berachoth p. Xff.; zu S. 355 Anm. 1. vergl. Ackermann in Winter u. Wünsche III. S. 488 u. Brody das. S. 904; zu S. 358 Anm. 2 erinnern wir an den bedauerlichen Streit zwischen Steinschneider u. Harkavy, Magazin XIX, 260, XX, 149, 236; zu S. 360 Anm. 1 vergl. Reggio בחינת הקבלה p. VIII, der mit Recht bemerkt, de Modena sei der Erste gewesen, der Gedichte dieser Art verfasst hat, er fand aber Nachahmer. Manche Daten scheinen auch einer anderen Auflassung, als derjenigen des Verf., Raum zu geben. So scheint uns Verf. aus der bei Berliner, Gesch. d. Jud. in Rom II2 S. 202 mehr schliessen zu wollen, als zulässig ist. Dort handelt es sich um eine Verhaftung, die der Verdacht, dass die Juden gestohlenes Gut gekauft hätten, veranlasst hat. Der Umstand, dass auch andere Gemeinden Bannsprüche erlassen haben (vergl. פחד יצחק s. v. חרם), veranlasst uns, die Annahme Reggios, der sich Verf. S. 392 anschliesst, dass nämlich der Bannspruch der Gemeinde Venedig gegen die Kartenspieler de Modena treffen sollte, als

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