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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-05-01 · 3 (Mai-Juni 1897) · p. Seite 85

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
3 (Mai-Juni 1897)
Date
1897-05-01
Page
Seite 85 (sequence 17)
Language
German
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85 scheu Engel und Dämonen haben ihren Weg za nichthebräisch redenden Jaden, Heiden und Christen gefunden. Der verhältnissmässig grosse Umfang des hebräisch ■*aramäischen Namens Verzeichnisses erklärt sich daraus, dass zum überwiegenden Teile nicht wirkliche Namen, sondern von müssigen mittelalterlichen Grüblern, gelehrten Schwärmern vermittels der mit der Zeit immer zahlreichere Formen annehmenden Gematria-, Notarikon- und Temura-Methode ausgeheckten Weseiinamen Aufnahme gefunden haben. Von den Beiläufig 8200 Wörtern, welche Schwab in der hebräisch - aramäischen Liste verzeichnet, dürften kaum mehr als 8Ö0 als Engel- und Dämonennamen anzusehen sein. Die übrigen wesenlosen Schatten haben ihr Leben nicht in der Phantasie des .Volkes, sondern bloss in der Speculation der mystischen Schriftsteiler gefristet. Und dies ist ein wesentlicher Unterschied. Man darf nämlich nicht jeden Einfall eines mystischen Sudlers, wie sie noch bis auf den heutigen Tag existieren, für haare Münze nehmen. Diese Art von Engel- und Dämonenschöpfung ist noch nicht abgeschlossen; wenn man die ganze chassidische Literatur heranziehen wollte, könnte Schwab’s Liste ins Ungeheuere anschwellen. Es 8011 jedoch hieraus dem Verfasser kein Vorwurf gemacht werden. Der Lexikograf muss jedem Worte, ob es oft oder selten gebraucht wird, einen Platz anweisen. Zu wünschen wäre höchstens gewesen, dassVerf. den Leser auf den Unterschied, der zwischen den von ihm verzeicbneten einzelnen Namen obwaltet, wenigstens im Allgemeinen aufmerksam gemacht hätte, so dass der Leser in jedem einzelnen Falle darüber Aufschluss erhalten hätte, ob er einem älteren, oder einem jüngeren Engel gegenüberstehe. Der Buchstabe א umfasst bei Schwab circa 600 Namen, fast ein Fünftel der ganzen Liste. Man wird hierin die Wirkung des Alef prothetieum, des ersten Buchstaben des Alphabets, des Anfangsbuchstaben der Gottesnamen אלהים #אלה #אדני ,אל und anderen Eigenschäften des Alef erblicken dürfen. Von diesen 600 Namen reichen nach meiuer Zählung kaum mehr als 60 hinter das* Jahr Tausend zurück, die übrigen sind alle jüngern Datums, also Schöpfungen der im 13.—16. Jahrhundert zur Blüte gelangten Kabbala. Von diesen Letzteren bildet ein beträchtlicher Teil gar keinen Namen, sondern gelegentliche Spielerei: Buchstabenvertauschung, Zahlenaequivalent und dergleichen. (Schluss folgt). Prof. Pr. Ludwig Blau.] SIMON, MAX und COHEN, L., מפתח חדש לקבוע עתים, Ein neuer Schlüssel zur leichten Umrechnung jüdischer und christlicher Daten, sowie zur Bestimmung des Wochentages eines jeden beliebigen Datums für die Jahre 4105—5760 a. m. 345 — 2000 a. Chr., nebst einer Tabelle über die Wochenabschnitte für alle Sabbate des Jahres. Berlin, Poppelauer, 1897. 23 Bl. Kreuzqu. M. 3. [Der ausführliche Titel, der auch in englischer und französischer Fassung vorliegt, belehrt vollständig über das, was wir im Buche selbst zu suchen haben, er verräth aber nicht, wie leicht wir das Zusuchende finden können. Man kann von ״Umreebnen“ kaum sprechen; alles liegt fertig da, wir brauchen nur die Hand danach auszustrecken. 4 Listen, 30 tafeln und eine dreisprachige ״Gebrauchsanweisung“, ״Erläuterung“ genannt, das ist alles, was ein langwieriges und langweiliges Hin- und Herrechnen überflüssig macht - und doch keine Zauberei! Nur wer, 2

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