Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- II (1897)
- Issue
- 2 (März-April 1897)
- Date
- 1897-03-01
- Page
- Seite 65 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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65 IX. Schlagwörter, die nur Hieronymus und nicht Eusebius erwähnt; X. Schlagwörter, die nur Eusebius und nicht Hieronymus erwähnt; XL Schlagwörter, die wir uns nicht erklären können. Den Schluss bilden ein Sach- und Personenregister, ferner Literaturnachweise (S. 38—41). Im Allgemeinen können wir den Bemerkungen des Verf. zustimmen, in manchen Einzelheiten sind wir jedoch anderer Meinung. Dankenswerth ist die Zusammenstellung derjenigen Ortsnamen, bei denen der Artikel oder das He locale mit dem Nomen verschmölzen ist. Der Vorwurf jedoch, den Verf. hieraus dem Kirchenvater macht, ist nicht begründet, denn der Artikel gehört in den meisten Fällen, die im Anhänge aufgezählt werden, mit zum Ortsnamen. .So z. B. Aggai (— ה?5י), Annegeb (== הנגב) etc. Die biblischen Schriftsteller haben die Bedeutung dieser Eigennamen noch gefühlt und sie infolgedessen, wie Gattungsnamen, mit dem Artikel versehen. Einen Missgriff macht Spanier, wenn er S. 3 behauptet: nZoara ist Verschmelzung des He locale mit dem Nomen“ und dieser Auffassung entsprechend es auch in Anhang II aufführt. Hieronymus sagt ausdrücklich (ed. Lagarde1 10013): ״Bala, quae est Segor (— בלע היא יצער) nunc Zoara nuncupatur etc. nullum autem moveat, quod Segor eadem Zoara dicitur, cum idem nomen sit parvulae vel minoris, sed Segor hebraice, Zoara syriaee nuncupatur“. Man sieht also, dass Hieronymus den Schlusslaut nicht dem ה— locale, sondern dem aramäischen Sprachgebrauch entnommen hat. Die aramäische Volkssprache hat die Ortsnamen in vielen Fällen mit einem Schlussvocal versehen, welcher sicherlich nichts Anderes ist, als der status emphaticus, der in den beiden Talmuden oft auch dort gebraucht wird, wo man es nicht erwartet, weil der bestimmte Artikel ganz überflüssig ist. Beispiele für Ortsnamen, welche mit dem fraglichen a-Laut versehen sind, findet man im hebräischen Wortregister hei Neubauer, Geographie du Talmud. Auch bei Hieronymus selbst (104»7): ״Bethsur ... et est ho die Bethsoro‘, wo der Schlussvocal 0 nur eine Umschreibung des ara^ maischen st. emph. sein kann. Auf Einwirkung des aramäischen Sprachgefühls ist es zurückzuführen, dass die Samaritaner das He locale im Hebräischen nicht als solches empfunden haben (j. Jebamoth 3a; vgl. Bacher, Agada der Tannaiten II, p. 232 n. 4). Von den Jerusalemern wird j. Megilla 1,9 (71 d) ausgesagt, sie schrieben ירושלימה statt צפונה ,ירושלים statt תימנה ,צסק statt תימן, ohne es genau zu nehmen. Da diese Aussage von Simon und von Samuel bar Nachman (um 300) gemacht wird, dürfte sie sich auf Nachkommen von Jerusalemern beziehen (cf. Büchler, Priester und LMtus 37 ff. und hierzu REJ. XXXI 150) und wir hätten in ihr