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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1897-03-01 · 2 (März-April 1897) · p. Seite 63

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
II (1897)
Issue
2 (März-April 1897)
Date
1897-03-01
Page
Seite 63 (sequence 27)
Language
German
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68 wenigstens ad interim ansfertigen zu lassen gnädigst beliebt werden wolle.98״) Auf den nunmehr gehaltenen Vortrag bestimmt der Markgraf, dass dem Gesuche ״auf die vorgeschlagene Art einstweilen״ zu willfahren sei, wovon dem Hofrath am 7. Januar 1782 Mittheilung gemacht wird.99) Dieser erwidert darauf am 12. Januar, dass ״da die privilegia jederzeit bei fürstl. Geheim-Rath ausgefertigt wurden; So seye der Antrag mit der höchsten Resolution mit der Anfrage dahin zu geben, ob das privilegium nicht dortseits ausgefertigt werden wolle.100״) Am 17. Januar ist endlich auch diese Etikettenfrage gelöst.: der Geheim-Rath stellt unter dem Datum des heutigen Tages ein wörtlich mit dem Concessions-Rescript vom 18. Januar 1777 übereinstimmendes Privileg aus und macht dem Hofrath davon Mittheilung.101) Am 80. Januar wird dann noch der Gy mnasial-Gefüll-V errechner Regierungsrath Jäger Schmidt zu Karlsruhe angewiesen, von Löw Wormser jährlich zwei Carolinen (22 fl.) für das Gymnasium zu erheben 102) und damit ist der Kampf um das Druckereiprivileg nach achtzehnjähriger Dauer zu Gunsten W.’s entschieden. Löw Wormser108) sollte sich nicht allzulange des so schwer errungenen Kampfpreises erfreuen. Zunächst suchte er bei dem Hofrath als ältester Sohn des verstorbenen Schutzjuden Moses W. um ״Angedeihung des Schutzes für sich nach, damit er die Tochter des verstorbenen Schutzjuden Maier Irsinkels 104) aus Mannheim, mit der er verlobt sei, ehelichen könne•״ Das Gesuch scheint zunächst unberücksichtigt geblieben zu sein, da in dem vorliegenden Berichte des 0. As. die Rede von den suppliciae severtentes desselben ist. Auf die bei den Akten befindliche wiederholte Eingabe vom 22. Juni 178510*) wird endlich das 0. A. zum Anträge aufgefordert, der unter Anfügung eines Protokoll-Auszuges des Stadtraths am 5. Juli eingeht. Der Stadtrath habe, so heisst es darin, ״das Gesuch des Supplicanten in Deliberation gezogen und concludiret; Es seye derselbe eines hiesigen Schutz-Juden und der älteste Sohn seines verstorbenen Vaters. - Nach der Regel werde er also nicht abzuweisen seyn, weil er noch keinen Bruder allhier in Schutz habe, in wiefern er sich aber bey seiner Buchdruckerey, die er unter gewissen Ein- Schränkungen nur treiben dörfe, werde ernähren können, wenn er nicht eine sehr gute Heuraths-Parthie treffe, könne man hier Orts nicht einsehen und wolle dahero seine Bitte höherem Ermessen anheim- •י) Stk. 44. *•) Kandvermerk des Geheim-Kaths Francz auf Stk. 44. 100) Stk, 45. 101) Stk. 46, 47, 48. t02) Stk. 49. ios) In der Zeit von 1779—1782 hatte er bei Macklot die 2 Theile des 1782 1779) יערות דבש) und das ס, זבד בנימין fertiggestellt; vgl. Anlage I s. tt. 104) Viell. kann Herr Bezirksrabb. Dr. L ö w e n s t e i n-Mosb ach ermitteln, wer hier gemeint ist 10״)Stk. 50.

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