Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 6 (November-Dezember 1896)
- Date
- 1896-11-01
- Page
- Seite 173 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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173 gegen Eleasar b. Parta erhoben, erdichtet. Dazu gehört auch 1) dass er Thora gelehrt, 2) dass er ״Rabbi“ genannt wurde! Die Erklärnng von אמת, als Abbreviatur von אלהים מלך תבל (S. 368, Anm. 1) beweist, welcher Geschmacklosigkeit Yerf. unsere Lehrer für fähig hält; in der That ist die erste Hälfte des von Nissim angeführten Verses (Jer. 10, 10) gemeint, wo es heisst, אותיות דר׳ עקיבא .8) וד׳ אלהים אמת bei Jellinek, Beth ha-Midrasch III, 12). Als Vorarbeit zum Jad hachesaka soll Maimon., nach S. 406, das Buch der Gebote verfasst haben; das Gegenteil ist wahr (vergl. Steinschneider, Hebr. Uebers. S. 926). Hier sei auch bemerkt, dass auf Kosten einiger der grossen Talmudgelehrten in der Arbeit, die im Ganzen 104 Seiten enthält, 30 Seiten allein Moses Maimuni gewidmet sind! Ueber Serachja Gerundi’s Synagogal-Poesien (S. 412) war auf Zunz, Lg. S. 460—62 u. Landshut Amude S. 63 zu verweisen. Wegen der ebenso scharfen wie ungerechten Ausfälle gegen Mos. b. Nachman (S. 425), den er als Begründer der ״Chidduschimu hinstellt, hat Verf. die Rüge Berliners, ein Ausfluss gerechter Entrüstung, verdient (Magazin 1893, S. 249). Mit welcher Sicherheit Verf. Bücher citiert, die er nie gesehen, hat Steinschneider (Deutsche Literatürzeitung 1896 p. 651) gezeigt. Hier nur noch ein Beispiel. S.448 heisst es: ״Baneth, Pirke Aboth in Berliners Magazin VI;“ die Arbeit ist aber nicht ״Magazin VI“ (1877), sondern in der Jubelschrift zum 70. Geburtstage Dr. J. Hildesheimer’s (1890) erschienen! אגרת השמד (S. 449) ist auch im Kobez s. t. מאמר קדוש השם abgedruckt; denselben Titel führt das Sendschreiben auch in den Responsen Simon Durans N. 63, (I f 32 d);אגרת השמד bei Isak b. Schescheth (Resp. N. 11). - Wir hätten zu dieser Arbeit Kaminka’s, sowie zu seinen übrigen Artikeln noch Vieles zu bemerken, doch müssen wir uns jetzt dem Artikel eines andern Mitarbeiters zuwenden, der nicht minder leichtfertig verfährt. Wirmeinen Lewin, der seine ״Geschichte, Geographie und Reiseliteratur“ (III, 287—473) mit einer Polemik gegen Zunz eröffnet, ohne freilich den Namen des Meisters zu nennen. Es ist nicht nötig, den gänzlich missverstandenen Zunz zu rechtfertigen; wenn wir richtig vermuten, ruht auf dem Vrf. der Geist dessen, der selbst oft genug versucht hat, den Glanz Zz’. zu verdunkeln, aber ohne Erfolg• Jedenfalls hätten wir erwartet, dass L. wenigstens die Geschichtsliteratur näher ansieht, bevor er mit seiner Polemik hervortritt. Wer heute über die Geschichtsliteratur schreibt, sollte doch in erster Reihe die Neubau er’sehen ״Med. Jew. Chronicles“ kennen, deren I. Band 1887 erschienen ist. Es wäre dem Vrf. dann nicht passiert, dass er ein Stück aus Josef Sambaris Chronik (Neub. I, 115—162als einen geretteten Rest eines Werkes ״Josef b. Isaaks“ nach der REJ. übersetzte (S. 396), wenn er schon nicht die alte Ausgabe des דברי יוסף (Constant. 1728; und die jüngere Edition Berliners ('לקוטים ופו, Berlin 1895) kennt. — S. 396 Z. 1 v. u. fehlt in der Uebersetznng der Name des ראש ישיבת (Eli), dafür aber ist הגאון יעקב mit ״Gaon Jacob“ übersetzt. Ein Blick in Benjamin p. 71 (ed. Asher) hätte L. überzeugt, dass hier der Text corrupt und גאון יעקב nur der Ehrentitel des vorher genannten Eli sei. Um zunächst bei Seite 396 zu bleiben, sei hier noch bemerkt: ובכתיבתם im Text heisst ״Schrift“, nicht ״Literatur“; עם מלך פרס bedeutet ״beim Könige Persiens“, nicht ,,mit dem Könige“. — S. 305 lesen wir in der Uebersetzung eines Excerptes aus ״ :סדר עולם זוטאAlexander . . . herrschte 12 Jahre und starb hochgeehrt. Nach ihm erstand sein Sohn Anania.“ Note 1 (zu ״hochgeehrt“) besagt: ״Hier ist eine Lücke im Text.“ Wie muss sich L. gefreut haben, diese Lücke zum ersten