Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1896)
- Date
- 1896-09-01
- Page
- Seite 159 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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159 כ Psalmversen (Ps. 121 Vers 4 und 5): הנה לא ינום ולא יישן שמר ישראל: ה׳ שמרך ה׳ צלך על יד ימינך Dann folgt: מדמשק יע״א. Ob ״von Damaskus“ etwa den Ort der Anfertigung des Kunstwerks — denn ein solches ist es — bezeichnen soll, weiss ich nicht. Die Arbeit ist erhaben. Dem Gegenstand und dem Charakter des *Werkes nach scheint es etwa dem 15ten oder 16ten Jahrhundert anzugehören. Der Durchmesser des Tellers beträgt ungefähr 20 cm. Wenn wir nun noch über den Zweck, den er neben seiner rein künstlerischen Bedeutung zu erfüllen hatte, eine Vermutung wagen dürfen, so scheint er für das Zimmer einer Wöchnerin zugleich als Wandschmuck und als Schutzmittel gegen die bösen Geister bestimmt gewesen zu sein, die wohl durch jene Thiergestalten personificiert werden, und gegen die der Ritter zu kämpfen scheint. Bekanntlich dienten die angeführten Psalmverse oft als solch ein wirksames Abwehrmittel. Köln. Rabbiner Dr. F. Lazarus. 3 Berichtigung. $ In der Anzeige meines Buches: Die gegensinnigen Wörter im Alt- und Neuhebräischen [Berlin 1896, S. Calvary &C0] in No. 1, Seite 14, dieser Zeitschrift finden sich einige unbegründete Ausstellungen. 1. Ref. weist die Euphemie als nicht zum Gegensinn gehörig zurück; dagegen zählen alle jüdischen Sprachforscher von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart den Euphemismus der Enantiosemie zu; gilt doch der euphemistische Ausdruck סגי נהור aUgemein als term. techn. für ״ Antiphrasis. Ich führe hier nur den Talmud, Saadja und Hai Gaon, Ihn Ganäch, Ihn Esra, Maimonides, Parchon (Machber. sv. לבן), Kimchi, Luzzatto und S. L. Rappaport an (vergl. im' oben angeführten Buche S. 201 No. 14; J3. 215, Anni. 2 und 8; S. 200, Anm. 2 u. 8; S. 227; S. 198, Anm. 1; S. 130, Anm. 3; S. 197, Anm. 4). 2. In meinem Werke versuche ich den Gegensinn von Wörtern wie גאל ,חסר /שפל /קלס;ענה /עזב ׳חלה darauf zurückzuführen, dass oft ähnlich lautende Stämme mit verschiedener Bedeutung im Laufe der Zeit durch Abschleifung oder Lautverderbnis in eine Lautgruppe zusammenfallen. Ref. spricht den Wörtern dieser Kategorie (Wurzelverschiedenheit bei Lautgleiehheit) den Oharakter des Gegensinns ab. Dem gegenüber ist zu erwidern: der thatsächlich vorhandene und stets anerkannte Gegensinn dieser Wörter wird keineswegs durch den Nachweis aufgehoben, dass sie das Produkt verschiedener Stämme und demnach nicht ursprünglich gegensinnig gewesen sind. Uebrigens ist das Wort חרש, auf dessen Beispiel sich Ref. bei seinem Urteil über die genannte Kategorie stützt, von mir gar nicht als gegensinniges, sondern lediglich als vieldeutiges Wort, als Homonym, angeführt worden; vergl. S. 41, a. a. 0. Dr. E. Landau. Bitte. Ein bekannter Gelehrter, mit der Redaction einer ״Bibliographie der Geschichte der Juden nach Abschluss des Talmuds bis auf die heutige Zeit4• beschäftigt, bittet die Besitzer oder Kenner unbekannter Drucke oder Handschriften um Mitteilung des Titels und Umfangs. Zu adressiren an die g. Redaction der Zeitschr. % H. B., Auguststr. 63.