Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1896)
- Date
- 1896-09-01
- Page
- Seite 158 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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158 voraussetzend, giebt Verf. in knappen und doch klaren Worten eine Darstellung des bibl. Aramäisch, die in 20 Seiten (9—28) alles enthält, was der Anfänger von der Formlehre erfahren soll. An -־> die Grammatik schliesst sich (p. 28—32)״ eine ״Zusammenstellung -ר aller im bibl. Aram. vorkommenden Verbalformen44, die nicht allein Anfängern willkommen sein dürfte. Es wäre vielleicht praktischer gewesen, wenn Verf. im Ausdruck sich nicht genau an seine ״Hebräische Grammatik44 gehalten hätte. Bei Behandlung des Nomens (§§ 6—8) wäre mehr Ausführlichkeit zu wünschen gewesen. Ebenso hätten wir gerne gesehen, wenn in § 2 (Vocale) das . Wichtigste über die superlineare Punktation mitgeteilt wäre, über die Verf. in der Einleitung Verschiedenes bemerkt. Die superlineare Punktation scheint doch dem Aramäischen ursprünglich angepasst und erst später durch die im Hebr. übliche verdrängt worden zu sein. Eine Uebergangsstufe verraten Fälle, in denen nach Ansicht des Verf. (S. 5) ״gleichsam zur Verdeutlichung44 beide Systeme nebeneinander hergehen. Es ist sehr dankenswert, dass Verf., gleichsam um eine Chrestomathie überflüssig zu machen, im Anhänge (S. 1* 23*) die aram. Teile der Bibel vollständig mitteilt und dann ein gut ausgearbeitetes Glossar zu diesen Stücken folgen lässt. Die aram. Texte giebt Verf. nach Baer, aber mit Benutzung verschiedener Hand- Schriften, die manch wichtige La. bieten, wie auch mit Berichtigung mancher Ungenauigkeiten (|מ st. ימד1ת;מן D15 st ד!ות למד!ת)• Die übliche Vocalisation, sowie Dageg und Schwa Compos. sind beibehalten. Wir hätten es gerne gesehen, wenn auch hier (wenigstens zum Teil) der superlinearen Punktation zu ihrem Rechte verholfen und das dem Aram. fremde Dage§ weggeblieben wäre. Trotz dieser abweichenden Ansicht aber müssen wir wiederholt anerkennend hervorheben, dass Str. in seinem ״Abriss44 ein Lehrbuch geschaffen hat, das allen Studierenden aufs Beste empfohlen werden kann. Miseellen. Vor Kurzem erschien ein christlicher Freund bei mir, um mir eine Schüssel mit hebräischer Umschrift, die er besitzt, zu zeigen und mich zu bitten, ihm diese zu deuten. Die Schüssel, oder besser der Teller, ist von Messing, ziemlich flach und mit einem erhöhten Rand versehen. Auf der Fläche sind 2 Kreise gezogen, deren einer ' vom andern umschlossen wird. Der innere Kreis wird ausgefüllt durch die Figur eines Reiters, der, in der linken Hand die Lanze in der rechten das Schwert, zu Pferde sitzt. Ein Vogel, vielleicht der abgerichtete Falke, befindet sich daneben. In dem äusseren Kreis sieht man 10 Thiergestalten, teils Vögel, Schafe, Ziegen teils abenteuerliehe phantastische Gestalten mit Thierleibem und Menschenköpfen. Das Ganze umgiebt die hebräische Aufschrift. Dieselbe besteht zunächst aus den beiden ב־