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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-09-01 · 5 (September-Oktober 1896) · p. Seite 156

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
5 (September-Oktober 1896)
Date
1896-09-01
Page
Seite 156 (sequence 28)
Language
German
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156 FRANKL-GRUEN, DR. AD., Geschichte der Juden in Kremsier. (Oben S. 44). Die Geschichte einzelner jüd. Gemeinden bietet wichtiges Material zur allgemeinen Geschichte der Juden. Ist die behandelte Gemeinde die einer Stadt wie Kremsier, so ist auch, ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der jüd. Lilteratur zu erwarten. Verf. schildert in 10 Abschnitten die Geschichte einer Gemeinde, von der uns Berichte geliefert werden,. die in den Beginn des 14. Jahrhunderts hinab־ reichen. So ist dieses Werk ein schätzenswerter Beitrag zu einer Geschichte der Juden in Mähren, zu der Josef Weisse, Rabb. in Neustadtl (Ungarn) und Em. Baumgarten ein reiches Material zusammengetragen, das aber noch immer der Veröffentlichung harrt. Es wäre zu wünschen, dass uns über andere mährische Städte z. B. Holleschau, Leipnik, Nikolsburg, Prossnitz u. s. w., gleich fleissig gearbeitete Monographien vorlägen. Dass in der Einzelforschung die ״Gesch. d. Jud. in Kremsier“ manche Mängel hat, wird sich Verf. kaum verhehlen. Die Aufzählung einiger solcher Fehler soll dem wissenschaftlichen Werte des Buches keinen Eintrag thun. Greifen wir einen der 10 Abschnitte heraus, etwa das Kapitel IV (Das Rabbinat). S. 80 wird Israel Krems, Verf. der Glossen zu Ascheri, noch immer als Rabbiner von Kremsier bezeichnet, trotzdem gegen diese Behauptung wie p. 14 ausgeführt wird, Zunz, Steinschneider, Berliner, Benjacob, Grätz u. a. sich ausgesprochen haben, und die vom Verf• beigebrachten Beweise kaum stichhaltig sind. S. 81 No. 11 ist Josef Jssachar Beer Frankfurter zu lesen. Den Namen Josef bezeugt unter vielem vom Verf. selbst Angeführten, auch der Titel seines Werkes שלשה שריגים. (Benjacob p. 590 No. 787). S. 82 Anm. 1. ist Josef, der beim Einreissen der Synagoge zu Aussee eine traurige Rolle spielte, nicht der Sohn des Josef Issachar Beer Satanow, sondern seines Vorgängers Josef Issachar Beer Frankfurter, wie aus der Vorrede des uns jetzt im Druck vorliegenden מגלת סתרים ed. Baumgarten (Berlin 1895) p. 2 hervorgeht. S. 83 No. 13 Juda Arje Löb Kalisch ist nicht in den Jahren 1704—1708 Rabbiner in Kremsier gewesen, denn 1696 approbiert er משנת רבי אליעזר als Rab. von Kalisch, und wie aus der Approb ersichtlich, ist er vorher Rabb. in Kremsier gewesen. 1707 hat er Kalisch verlassen, um das Rabbinat in Amsterdam zu übernehmen vgl. כלילת יופי IL Teil p. 143 b). S. 83 No. 14 ist Lasch mit Lichtenstadt statt Lichtenstern ,aufzulösen, wie dieses von Steinschneider im Cat. ßodl. s. v. Issachar Beer b. Arje Löb (Lasch oder Lichtenstadt), Dajjan in Krotoschin, Verf. אהל יששכר Altona 1826 4° geschieht, S. 84 No. 18. über Samuel Helmann aus Krotoschin handelt ausführlich Cahen in der Revue etud. juiv. Bd. XII p. 289 ff.

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