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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-09-01 · 5 (September-Oktober 1896) · p. Seite 137

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
5 (September-Oktober 1896)
Date
1896-09-01
Page
Seite 137 (sequence 9)
Language
German
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137 bereits Gewöhnte schnell in der Fremde heimisch geworden sein und andere gegen höhere Interessen Gleichgültige sich allmählich in die neuen Zustände eingelebt haben. Ein Teil des Volkes sonderte sich von diesen wie der W eizenvon der Spreu. Er blieb zurück als das Gute und Echte von Israel, während die Spreu derer, die abgestumpft, haltlos und untreu waren, vom Sturm dahin getragen wurde und unter den Völkern der Erde sich verlor“ (S. 36). ־ Das Papier ist gut, der Druck rein. In schönem Originalband eignet sich das Buch vorzüglich als Geschenk für die reifere Jugend.] CHAMBERS, A., Our Life after Death: ihe Teaching of the BibJe concerning the Unseen - World. 12. ed. Preface by Canon Hammond. London, C. Taylor, 1896. 214 S. S2, 6d. DALMAN, G., Das alte Testament eiu Wort Gottes. Ein Vortrag, gehalten zu Eisenach auf dem Kartelltag der akadem.-theologischen Vereine der deutschen Universitäten, am 20. Mai 1896. Leipzig, Hinrichs, 1896. 20 S. Mk. —.50. [Mit dieser Schrift tritt Verf. in die Reihe der Streiter, die an dem ״Kampf um das alte Testament“, der in der letzten Zeit heftig entbrannt ist, lebendigen Anteil nehmen. D. will, wie verschiedene seiner Kampfgenossen, eine vermittelnde Stellung einnehmen. Trotz seines bibelkritischen Standpunktes meint er, dass wir, bei der einzigartigen Stellung, welche die Bibel in der Geschichte der Menschheit einnimmt, glauben müssen, ״dass, wenn irgendwo, so an ihr Nichts zufällig ist, dass jeder Buchstabe darin dem von Gott gewollten Zwecke dieser Sammlung entspricht“. Dieser Zweck kann für einen christlichen Theologen nur Einer sein.] GILBERT, J., Nature, the Supernatural, and the Religion of Israel. [Cincinnati] London, Sampson Low & Co., 1896. S10, 6d־ GOITE1N H., Ankläger und Vertheidiger des Talmud. Nach einem Vortrage. Berlin, Poppelauer, 1897. 27 S. M. 1. — [In dieser Arbeit — ein Separatabdruck aus der ״Jüdischen Chronik“ Jahrg. 1896 — liegt uns eine gefällige Schilderung der Verfolgungen vor, denen der Talmud zu allen Zeiten ausgesetzt war, während die Verteidiger dieses nationalen Schatzes mir einen beschränkten Raum einnehmen. Wir haben augenblicklich nicht die Mittel bei der Hand, um constatieren zu können, wieweit. Vrf. anderen Arbeiten auf diesem Gebiete folgt; wohl aber bemerken wir, dass er das Thema nicht erschöpft hat. Wir übergehen Kleinigkeiten und fragen nur, warum Verf. nicht mit einigen Worten auf die Disputation jdes Moses de Tordesillas in Avila (1375) hinweist. Oder muss eine Disputation erst mit der Verbrennung des Talmud enden, um einer Erwähnung würdig zu sein? Dann hätte aber jedenfalls die Verbrennung des Talmud in Rom u. dem übrigen Italien 1553 (s. Berliner, Geschichte der Juden in Rom II aS. 109 f. und die das. Anm. 3 u. 4 angegebenen Quellen; vgl. ferner das. IIb. S. 18 über die Bulle Gregors XIII, hebr. Bücher im allgemeinen betreffend) Erwähnung finden sollen. Das Mittelalter und mit ihm ״die blut- und thränenreiche Leidensgeschichte“ beginnt für die Juden der meisten Länder Europas mit dem ersten Kreuzzuge, also Ende des 11. nichtim 13. Jahrhundert(S. 5). Die Darstellung der Disputation in Barcelona und ihres Ausganges ist ungenügend. Hätte

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