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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-09-01 · 5 (September-Oktober 1896) · p. Seite 136

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
5 (September-Oktober 1896)
Date
1896-09-01
Page
Seite 136 (sequence 8)
Language
German
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136 b) Jud&ica. BACHER, W., Die Agada der palästinensischen Amoräer. II. Band: Die Schüler Jochanans (Ende des dritten und Anfang des vierten Jahrhunderts). Strassburg, Träbner, 1896. VI u. 545 S. BRANN, M., Geschichte der Juden und ihrer Litteratur. Für Schule und Haus bearbeitet. Teil I: vom Auszug aus Aegypten bis zum Abschluss des Talmuds. 2. Aufl. Breslau, Jacobsohn u. Co., 1896. VII u. 259 S. Mk. 2.— [Richtige Geschichtsauffassung, gepaart mit einer vorzüglichen Dar- Stellung der Einzelereignisse, sowie die Wärme der Empfindungen, die. das Ganze durchdringt und den Leser anzieht und begeistert, machen die B.’sche ״Geschichte der Juden“ zu einem Buche für ״Schule und Haus“ comme il faut. Wir linden hier nicht die breitspurige Schilderung unbedeutender Ereignisse, aber auch nicht blosse Andeutungen von grossen Geschehnissen: Verf. hat stets herausgefunden, was den gewöhnliehen Leser an der Geschichte interessieren kann und soll una dieses so dargestellt, dass trotz der knappen Worte dem Leser doch das Bild lebendig vor die Augen tritt; alles das ist hoch zu schätzen bei einem Gelehrten, dem einerseits auch das Tüpfelchen über dem i von grossser Wichtigkeit ist, und dem andererseits peinliche Genauigkeit höher steht, denn Klarheit und üebersichtlichkeit in Ausdruck und Darstellung. Einige wenige Bemerkungen mögen hier folgen: S. 7 ist: .,Anden Sabbathen, Neumonden und Festtagen des Jahres kam Israel zur Festfeier . . .“ ungenau, da ganz Israel nur an den שלש רגלים zur Festfeier zu erscheinen verpflichtet war. S. 9 hätte schon beim Schemitta-Jahre erwähnt werden sollen, dass jeder hebräische Sklave frei ausging, und nicht erst beim .Jobeijahre. Allerdings hatte im Schemitta-Jahre der Sklave das Recht, unter gewissen Umständen seinen Dienst bis zum Jobeljahr fortzusetzen. S. 20 hätten wir etwas über die Jugend Davids erwartet. Ebenso hätte S. 21 etwas mitgeteilt werden sollen über die Gründe, welche das Zehnstämmereich veranlasst haben, sich vom Staate loszureissen. S. 46 Z. 18 ist ״die Furcht vor mir“ zu setzen, für ״meine Furcht“. Mehr Ausführlichkeit erfordert die Darstellung des Purimfestes 58), wie die Vorgeschichte Josefs (S. 59). S. 55 ist ״anbetend“ als übertrieben zu streichen. S. 61 Anm. 1 ist Fränkel’s Uebersetzung von Ben Sira hinzuzufügen. Neuerdings hat Schechter in Cambridge ein Fragment des hebr. Originals entdeckt. Dass sich ״die völlige Haltlosigkeit“ des Gerüchtes, dass die Mutter Hyrkan’s in der Gewalt der Heiden gewesen sei, ergeben habe, steht in Widerspruch zu dem Berichte in ß. Kidduschin 66 a. Ob die Juden gerade *,mit Freuden“ Not und Entbehrung ertrugen, möchten wir bezweifeln. Eleasar b. Asarjah (S. 186) wurde auch deshalb zum Patriarchen gewählt, weil er Einfluss auf die röm. Behörden hatte (B. Berachoth 27b). S. 195 Z. 8 lies Sebuafür Schebua (vgl. B. Gittin 57). Bei zugemuteter Uebertretung der bekannten 3 Gesetze (S. 201) ist nach Ansicht einiger Lehrer der Märtyrertod mm gestattet, nicht aber zur Pflicht gemacht. Vondenverhältnissmässig wenigen Druckfehlern heben wir einen heraus, der arg ist: für Selbstsucht ist (S. 145 Z. 12 v. u.) Selbst ucht zu lesen. Für den Geist, der in dem Buche herrscht, sind folgende Sätze bezeichnend: ״Wohl mögen viele an heidnische Sitte und Apschauung

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