Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1896)
- Date
- 1896-05-01
- Page
- Seite 78 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2254995-7565884-7600066--0091-2255082- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
78 (p. 123). K. bemerkt an zwei Stellen, dass das Metrum nicht stimme, was ihn zu Emendationen veranlasst. Was soll man aber dazu sagen, dass ausserdem noch Z. 2, 3, 8, 21. 55, 59, 62, 63, 74, 81, 89, 92, 94 und 97 contra metrum sind, was K. nicht merkt! Man sollte sich doch ein für allemal merken, dass es noch lange nicht genügt, wenn ein Autor die Jated und Tenuoth eines Verses zusammenzählen kann4, er soll, er muss das Metrum auch verstehe nn und beim lesen herausfühlen, ob alles ganz und heil ist. Oder sollen wir über die Periode Edelmann-Dukes nie hinaus? Z. 27 hat Grätz (Blumenlese p. 124; כוכבי יצחק Band XXIV haben wir nicht zur Hand) הקדומים, warum also bei K. קדמונים; Z. 32i bei G. beiK. לאל gegen den Sinn; Z. 41 1. חגטהם; Z. 56 ist für חבריך wohl nach Ri. 15, 14 אסיו-יו zu lesen; Z. 57 ist והראיס grammatisch falsch und T —: T ** •,: בברוסף neu, dafür bei G. (p. 125) לבברורך was auch richtig ist, wie Z. 69 lehrt; Z. 68 ist für וחתרס zu 1. והתךת; z. 72 sollte wenigstens bemerkt werden, dass das Fehlen der Reimsilbe einen Textfehler vermuten lässt; Z. 74 hat K. den schwierigen, aber metrisch richtigen Text geändert, wodurch nichts besser wird, aber ein Verstoss gegen das Metrum entsteht; Z. 89 lautet beiK. 1*575 |ואמת יה?.די c.m.; wir erfahren nicht, dass K. sich den Vers so zurechtgemacht, dass er aber bei G. lautet: יואמס יהוה בף 5לבד (אהה also nur das ן in ואמת zu streichen ist, um den richtigen Text zu gewinnen; Z. 92 1. ואס für ואחה (Isr. Monatsschrift 1895 N. 10, S. 38 n. 2); Z. 94 1.אחל st. אפליו; Z. 100 הזליף für ו^ליף. Wer in einem Gedichte so viel sich vergeht, sollte die Herausgabe von Gedichten andern überlassen! Die Biographie wäre für eine Volksausgabe genügend, wennK. nicht ignoriert hätte, dass AJE auch manchen Fehler hatte, und wenn er nicht die noch sehr zweifelhaften Ergebnisse seiner Forschungen hier als feststehende Thatsachen verwertet hätte. S. 5 (der Biogr.) Anm. 2 wird von Salomo Almoallam berichtet, dass er ein Gedicht עב תערוף או יזלו עינים geschrieben habe, unter Hinweis auf Tachkemoni Pf. 3. Die Amsterdamer Ausg. des Tachkemoni hat nichts davon. Giebt es hierfür eine andere Quelle? Unmöglich ist dies, nicht, und sollte es zutreffeD, so hätten wir die Erklärung einer sonst schwierigen Stelle bei Moses Ibn Esra (vergl. Steinschneiders Jubel- Schrift, hebr. Teil S. 38 Anm. 4). Zum Schlüsse müssen wir noch bedauern, dass K., der zu den bessern Neuhebräisten gehört, oft Ausdrücke gebraucht, die gar nicht hebräisch sind. Ist es nicht lächerlich, wenn man z. B. schreibt (T. 2 p. 43) לעג מן האנשים oder (1, p. 139) הרא״בע כמו מדקדק (äje als Grammatiker)!] KOHN, ABR., באר אברהם, Sammlung hebräischer Dichtungen, zum Theil mit metrischer deutscher Uebersetzung. Posen, Commissions-Verl. A. Spiro, 1896. 87 S. [Grösstenteils Epigramme, in denen besonders die Heiler der Körper und der Seelen, Aerzte und Rabbiner, die Zielscheibe sind. Die Erstem waren schon früh Gegenstand der Satire, die Letztem sind es erst später geworden. Die Ideen sind gut, aber nicht immer glücklich vorgetragen. Die Sprache ist rein, aber nicht im Ge-