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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1896-01-01 · 1 (Januar-Februar 1896) · p. Seite 32

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
I (1896/97)
Issue
1 (Januar-Februar 1896)
Date
1896-01-01
Page
Seite 32 (sequence 32)
Language
German
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— 32 — (vgl. p. 4). Die Bekanntschaft R. Lakisch' (p. 8) verdankte;R. J. nicht „seiner auffallend schönen, Gestalt", sondern dem Umstände, dass sie beide Schulkollegen wareji (p. 54). Nicht einleuchtend ist die Erklärung p* 27 Anm. III, vgl. vielmehr Maimonides zu Peah I. 1. Ganz und garnicht aber kann man sich mit den Aus- - fährungen des Verf. im letzten Kapitel, wonach R. J. die letzten^ 3V2 Jahre in „Geisteszerrüttung" verbracht hätte, einverstanden erklären. Die Stelle b. Mezia 84a zeigt nur^ dass plötzlich eine Geistesschwäche sich seiner bemächtigte, der aber durch einen baldigen Tod ein Ende bereitet wurde. Dass er aber längere Zeit in diesem traurigen Zustande sich befunden, ist durch nichts erwiesen. Denn wenn R. Eleazar „sich vor ihm verbarg, so oft ^r ihn sah", so hat dies seinen berechtigten Grund in dem>Ver- : halten R. J's. nach dem Tode des R> Lakisch ihm gegenüber (vgl. p. 62). Dass die Frau des R. L. für (ihr Kind fürchtet, ist nach dem Vorangegangenen nicht auffallend. Und woher hat .Jprdan, dass die p. 73 Anm. 278—79 citierten Worte Jochanan in seinen letzten Lebensjahren gesprochen? Ist es nicht wahrscheinlicher, dass dieselben unmittelbar nach dem Tode seines jüngsten Sohnes (p. 33) seiner gepressten Brust sich entrangen? Oder zeugt es nicht von seltener Geistesfrische, wenn er noch im höhen Alter eine solche Stärke des Gedächtnisses sich bewahrt hat;(p< 79)? Ich erblicke gerade in dem Ausrufe R. Eleaasars (74 Anm. 283): zwar hätte ich keinen Grund so begeistert zu sein (vgl. p. 62), aber der Alte weiss doch viel, einen Beweis seiner Geistesschärfe. Dass R. J. im Alter häufig weinte (p. 75), kann man doch wahrlich nach einem solch traurigen Leben, wie R. J. es führte, nicht als ein Zeichen von „Geisteszerrütti^g" deuten. Auch alle anderen von Jordan angeführten SteÜen^^pe auch verschiedene Nebenumstände deuten auf das Gegenteil hin. Ich glaube vielmehr annehmen zu dürfen, dass R. J. nach dem Tode des R. L noch eine* Zeitlang in * voller Geistesfrische als Lehrer gewirkt hat, bis er plötzlich sehwach geworden und bald darauf gestorben ist. Zur Chronologie (p. 92 ff.) möchte ich bemerken, dass die;Vermutung, R. J. wäre nut 80 Jahre alt geworden, für die richtigere zu halten sei. Trotz aller dieser Ausstellungen aber kann man die Arbeit, welche übrigens häufig sehr scharfsinnige Anm. Nöldekes zieren, nur als eine treffliche, die tälmudische Wissenschaft bereicherte betrachten, so dass, wir dem zweiten Teile, der hoffentlich nicht das, Los aller zweiten Teile einer Dissertation teilen, wird, mit Spannung entgegensehen. , Berlin. , Dr. David Herzog. Verantwortlich fttr die JRedactiont.Dr. H. Bro,dy:, für die Expedition: S. CaIvary & Co.; Druck von Rosenthal & Go., sämratlich in Berlin.

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