Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- I (1896/97)
- Issue
- 1 (Januar-Februar 1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Lautgruppe als Bezeichnung gegensätzlicher Begriffe“ beigetragen haben, zählt Yerf. (S. 30) sub 8 ״U n s er e unvollkommene Kenntnis des Ideenganges des sem. Geistes, wodurch manches uns als. gegensinnig erscheint, das im Grunde genommen es gar nicht ist“, und sub 9 ״Die Ungleichheit der orientalischen und occidentaiischen Ausdrucksweise, die es zuweilen unmöglich macht, für ein semitisches Wort eine adaequate Bezeichnung zu finden“. Ja aber was in aller Welt kann das Hebräische dafür, dass ״unsere Kenntnis des Ideenganges des sem. Geistes“ so unvollkommen ist? Was dafür, dass eine Ungleichheit der oriental, und Occidental. Ausdrucksweise es uns unmöglich macht, die adaequate Bezeichnung für ein sem. Wort zu finden? — Es ist uns leider unmöglich, hier auf Einzelheiten einzugehen; wir bemerken nur, dass trotz der angedeuteten Mängel das Buch dem Leser viel Nutzen, dem Forscher reiches Material für weitere Untersuchungen bietet. Die Zusammenstellung der Bezeichnungen für die gegensinnig^n Wörter in der neuhebr. Literatur (S. 36 f.) muss als ein willkommener Beitrag zur Kenntnis der grammatischen Terminologie des Mittelalters begrüsst werden.] LEO, N. LEVI, Was soll aus den Juden werden? Aus dem Englischen in’s Deutsche übertragen von H. Berliner. Zürich 1896. (Wie viel Seiten, bei wem erschienen und um welchen Preis zu haben?). LEWIN, M., Aramäische Sprichwörter und Volkssprüche. Ein Beitrag zur Kenntnis eines ostaramäischen Dialekts sowie zur vergleichenden Parömologie. Berlin 1895. 90 u. XII S. J. Kauffmann, Frankfurt a. M. Mk. 2.— [Die Sprichwörter des Talmuds bilden unzweifelhaft einen Teil des Sprichwörterschatzes der Weltliteratur. In ihnen hat sich die Sprache, wie sie das Volk im Munde geführt, vermuthlich am reinsten erhalten. Sie sind daher nicht allein für den Sprachforscher von höchstem Interesse, sondern liefern auch dem Culturhistoriker reiches Material. Yerf. ist seiner Aufgabe durchaus gerecht geworden; besonders ist die sinnige Gliederung der Sprichwörter hervorzuhehen. F.] LIEBERMANN, A., Das Pronomen und das Adverbium des babylonisch-talmudischen Dialektes. Berlin, Mayer u. Müller, 1895. 63 S. Mk. 1.50. [Verf. behandelt als Fortsetzung der von J. Rosenberg (Das aramäische Verbum im babyl. Talmud. Marburg 1888, 8°) eröffneten grammatikalischen Bearbeitung der babyl.-talmud. Mundart — wozu N ö l d e k e die erste Anregung gab — das Gebiet des Pronomen u. Verbum. Verf. führt die einzelnen Formen stets in ihrer Beziehung zu ihren Korrespondenzen in den verwandten Dialekten vor, oft wird aber auch neben der Etymologie der syntaktische Gebrauch einzelner Formen festgestellt: L. verstand es, das bereits vorhandene Material für seine Untersuchungen zu verwerthen. Der künftige Verfasser einer Grammatik des babyl.-taimudisehen Idioms wird die Arbeit nicht ohne Nutzen zur Hand nehmen]. LÖW, IMMANUEL, tlj vilag. Predikaciö, tartotta december tizenötödiken . . Szeged, Traub B. es tärsa, 1895. 19 S. 4°. [Eine Predigt, gehalten anlässlich der Gesetzwerdung der Reception der ung. Judenheit. Verf. feiert an der Hand eines reichen historischen Materials, das der Predigt den Wert einer geschichtlichen