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Mitteilungen des Jüdischen Turn- und Sportvereins Bar-Kochba e.V. Frankfurt a.M. · 1925-10-01 · 2 (1.10.1925) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungen des Jüdischen Turn- und Sportvereins Bar-Kochba e.V. Frankfurt a.M.
Volume
1925
Issue
2 (1.10.1925)
Date
1925-10-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Am Samstag Abend den 19, Dezember grosser Chanukkaball Man wird fragen, warum ich gerade für das Boxen eine Lanze breche. Weil ich die meisten Sportarten bereits betrieben und wie viele andere festgestellt habe, dass das Boxen den Juden besonders liegt, Bei keinem anderen Sport kann der Jude seine angeborenen Fähigkeiten so gut zur Anwendung bringen, wie gerade beim Boxen. Zum Boxen gehört neben Kraft und Angriffsgeist vor allem Intelligenz. Intelligenz soweit rasches Erfassen der Silutation und der gegnerischen Absichten und nicht zulelzt das Erdenken von immer neuen Finten in Frage kommt. Bei gleichstarken Gegnern entscheidet immer die moralische Ueberlegenheit, da derjenige, der sie besitzt, den Gegner leicht verblüffen und einschüchtern kann. Ein kühler Kopf, Kaltblütigkeit schnelles Erfassen der Schwächen des Gegners und Ausnützung der Gelegenheiten, sind Qualitäten, die bei den meisten Juden als plus zu buchen sind. Darum sind so viele Juden als Landes- und sogar als Weltmeister hervorgetreten und darum schließe ich mit dem Mahnruf: „Lernt alle Boxen!" N S. Unsere Boxriege, die jetzt wieder jeden Montag Abend von 8 bis 10 Uhr in der Liebfrauenschule Schäfergasse unter Leitung des Boxlehrers Gebhardt trainiert und bereits zu Hoffnungen berechtigt, bittet um zahlreiche Beteiligung, da ein neuer Kursus für Anfänger beginnt. Anmeldung am Boxabend beim Trainingsleiter Walter Gutheim. Mitzubringen sind nur Turnhose, Turn¬ oder Boxschuhe und Handluch. ßcindbcill. , In diesem Winter werden wir an den Verbandsspielen der D. S. B. in Handball Klasse B teilnehmen, da wir zur Ueber?:eu£ung gekommen sind, dass dieser Mannschaftskampf für uns als Wintertraining sowohl als auch als Bindeglied in unserem Gemeinschafrswesen, sehr wertvoll ist. Wir hoffen, dass unsere Turnbrüdar von dieser neuen Einrichtung eifrig Gebrauch machen werden und erwarten wir alle diejenigen, die Interesse haben in einer Mannschaft mitzuwirken, am Donnerstag, den 15. ds. Mts. abends 8V2 Uhr bei Trefz (Ecke Baumweg-Hermesweg) zu einer Besprechung. Euer Erscheinen ist unbedingt wichtig, da wir Sonntag, den 18. ds. Mts. bereits unser erstes Verbandsspiel absolvieren. C. B. Veranstaltungen. Am 25. Oktober findet eine große Treffahrt in den Frankfurier Stadtwald stall Die gesamte jüdische Organisierte Jugend soll sich dort finden. Auch hier gilt es für uns zu beweisen, dass wir ein wichtiges Glied in der jüd. Jugendbewegung sind und ist es Eure Pflicht Euch ohne Ausnahme an dieser Veranstaltung zu beteiligen. Treffpunkt 8 Uhr Sachsenhäuser Warte. Wanderkleidung! Näheres auf dem Turnboden! Liebe Barkochbanerinnen und liebe Barkochbaner! Unverhofft werde ich am Donnerstag, den 8. d. Mts. Frankfurt verlassen um aus beruflichen Gründen nach Bielefeld zu gehen. Natürlich blieb mir keine Zeit mich von Euch Allen zu verabschieden und so sende ich Euch auf diesem Wege die besten Abschiedsgrüsse mit dem Wunsche, dass der Barkochbaner wachse und stark werde wie es dereinst von seinen Gründern gewollt war. Und nun Schalom Cosimo Brünell. Snserate Zum Ausbau unserer Vereinszeitung, sowie der finanziellen Sicherstellung benötigen wir eine Ajnzahl Inserate. Die Gebühren halten sich in mäßigen Grenzen. Wir bitten um entsprechende Propaganda unserer Mitglieder. Unsere Vereinszeitung wird 600 jüdischen Familien Frankfurts zugestellt, sodaß deren propagandistische Wirkung nicht zu Unterschalen ist, Interessenten werden gebeten sich mit Paul Katzenstein, Schillerstr. in Verbindung zu se£en. Die Schriftleitung. Vereins« Radiriditen Unsere Turnschwester Irma Heimann hat sich verlobt. Wir gratulieren herzlichst! Bar=Kochba Fond Spenden=Husweis E. K. dankt E. R. für Theaterkarte Mk. 5.— Ein Nicht-Bar-Kochbaner gratuliert zum Staffelsieg Mk. 10.- Mk. 15.- Brief basten. P. W. Hegelstrasse: Sie haben vollkommen recht. An dem Kameradschaftswesen unserer Damenabteilung ist noch sehr viel verbesserungsfähig. Jedoch können wir Ihnen nur empfehlen selbst zu kommen und selbst zu helfen 1 S. St. Pfingslweidstrasse: Ihnen sagen wir dasselbe, (wie oben P. W.) Nichtbarkochbaner: Sie befinden sich im Irrtum, wenn Sie die Leistung unserer Rennmannschaft niedrig einschätzen. Waren es doch mit Ausnahme der Stadtstaffel immer nur 6 Junioren, die die Rennen bestritten. E. G. Am Schauspielhaus: Du hast recht. Es ist unerhört von mir die Stadioneinweihung nicht in meinem Bericht erwähnt zu haben. Drum sei jetzt folgendes nachgetragen: Bei der Stadioneinweihung beteiligten wir uns mit ca. 60 Turnschwestern bezw. Turnbrüdern. Durch unsere schöne und effekivolle Kleidung demonstrierten wir nicht nur für den Spört, sondern auch für uns selbst. Um uns gab es die reinste Photografenschlacht. An die auswärtige Barkochbanerin: Ja! Paul Katzenstein ist noch zu haben! Uebrigens haben Sie gar keinen schlechten Geschmack. C. B. Ffm. Bei Tante Lea auf der Veranda sitzt ein ganz richtiger Affe, den sie sich von der „Karawane am Jordan" mitgebradit hat An die Hamburger Barkochbanerinnen Curt, Erwin, Paul und Cosi grüssen in Ermangelung einer Karte. Unsere Termine! Turnen l Schülerabteilung: Montag von 5—6V2 Uhr; Ostendmiltelschule, Hanauerlandstraße 2b. Herrenabteilung: Mitwoch von 8V2—10 Uhr Philantropin Hebelstraße 15—19. EUfeherrenabfeilung: Donnerstag 8V2—10 Deutsch* herren-MittelschuIe, Deutschherrenkai 17. Leiter: Turnlehrer L. Möller Hlädehenabreilung: Donnerstag4—5V2 Uhr (7-11 Jahre) 572-7 „ (12-15 „ ) Herderschule, Witlelsbacherallee 6. Damenabteilung: Donnerstag 8V2—10 Uhr Herderschule Wittelsbacher-Allee 6. Leiter: Turnlehrer Fr. Reitz. [leidifüthletik; Dienstag 8V2—10 Uhr Deutschh. Mittelschule, Deutsch-» herrnkai 17 Sonntag ab 9 Uhr Vorm. Riederwaldwiese (Riederwald) Leiter: J. Holler. Boxen: Montag von 8—10 Uhr Liebfrauenschule, Schäfereasse 25 Leiter: Boxlehrer G. Gebhardt. Druckerei S. Leichum,Neu-Isenburg

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