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Hebraeische Bibliographie · 1865-11-01 · No. 48 November-December · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VIII. 1865
Issue
No. 48 November-December
Date
1865-11-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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135 930] KOHN, ISK. WILH. Leitfaden bei d. Unterrichte in d. mos. Glaubens- und Pflichtenlehren. 2. Aufl. 8. Hotzenplotz, Selbstverl., 1864. (74 S.) [929] [Der Vf. ist nach 50j. Amtstätigkeit durch die Reduction seiner Gemeinde auf den Ertrag dieses für die reifere Jugend berechneten Büchleins Angewiesen. Jede Lection ist von entsprechenden ״Aüfgaben״ begleitet.*] LEYY, J. Ghaldäisches Wörterbuch über die Targumim u. e. grossen Theil des rabbinischen Schriftthums. 1. Lief, (bis ביתא) gr. 8. Leipzig, Baumgartner 1866. (4, 96 S., in 92 Lief, a 1 Th.) [930] [In dem heil. Prospekt heisst es*• ״Der Verf. des hier angekündigten chald. Wb. stellt sich die grosse, seine Kräfte vielleicht übersteigende Aufgabe, nicht» bloss das Sprachliche der Targumim zu behandeln, sondern auch und vorzüglich den Geist darzustellen .... Durch solche sprachliche wie sachliche Behandlung dürfte'das in Rede stehende Werk Anspruch haben, nicht als ein trockenes Wörterbuch, sondern büch in mancher Beziehung als Commentar nnd Thesaurus der Targumim angesehen zn Werden. . Andererseits wird aber darin, auch angestrebt, fast das ganze (nach Titel: ״einen grossen Tbejl״) Spracbgut der Talmud- und Midrasch-Literatur , . . . zu bearbeiten.״ So der Verfasser dieses wissenschaftlichen, längst als Bedürfniss anerkannten, Unternehmens, dessen baldige und glückliche Ausführung jeder Freund der semitischen ־Sprachkunde von ganzem Herzen wünschen muss. Wir versagen es uns j schon jetzt auf!Einzelnes einzügehn, so manche Bedenken, hier der Inhalt, dort die Form, auch veranlasst, und richten lieber die Aufmerksamkeit auf den Plan des Ganzen. Wenn der Vf. fürchtet, dass die Aufgabe, die er sich gestellt, seine Kräfte übersteige, so ist dies bei seinen vieljährigen-Studien nnd *seinem, philologischen Urtheil, nur ein Ausdruck der Bescheidenheit. Hingegen fürchten wir in der That, dass die Kräfte des Publikums für die so geloste Aufgabe nicht ausreicheri. Das auf der einen, Seite Ausgeschlossene und auf der andern Ueberladene kann auch die Brauchbarkeit des Werkes nicht fördern. Es haben die. wenigen chaldäischen Kapitel des Ä. T. nicht die geringste Berücksichtigung gefunden, und von Talmud und Midrasch hat nur das Lexicalische Bürgerrecht erhalten, wasdurch Vorkommen im Targpm geschützt wird.. So z. B. sucht man hier vergebens das auffallende אןףא im Daniel »uud ןיאןףיא im Talmud. Noch bedenklicher sind die entgegengesetzten Ausführlichkeits-Sünden: die talmudischen Stellen, welche Targumworte enthalten, werden nicht nur als, weitere Belege citirt, sondern mit Scholien geschmückt, die oft geistvoll, immer gelehrt, hier aber nur Allotria sind. Wer sucht hier z. B,. unter א1וזא die Erklärung der talmud, Traumdeutung, oder unter אתונה die* Fabel von Har&n, oder unt. die lange., ausser Verbältniss zur Erklärung des Wortes stehende Geschichte des Processes zwischen, Salome und Gamaliel? Entweder, oder! Entweder *ein rein targumisches,* oder ein talmudisch chaldäisches Wörterbuch; das vorl. macht weder das Lexicon zu Daniel und Esra, noch das zum Talmud etc. entbehrlich, während die Scholienseligkeit des Verf. das Werk von 9 zu 12 Heften aufzuschwellen droht. Wir schlagen daher vor, das bibl. u. talm. Chaldäisch zu den gedruckten Buchst, nachzutragen, von da weiter aufzunehmen, wenn auch nur in dem Maasse, dass Aruch und Buxtorf ersetzt werden, *und dafür die liistor. u. exeget. Bemerkungen einer besonderen Sammlung von Scholien zu überweisen. So sehr wir die gelehrte Seite der Arbeit anerkennen, so hängt doch der Erfolg von der practischen ab; um so;mehr als in einer angekündigten neuen Aufl. von Buxtorf s Lexicon eine gefährliche Cpncurrenz droht. Unter dem reichen Material,, welches Herr L. benutzt, vermissen wir von Texten die Complut. für den Onkelos u. die sehr leicht zu findende Antw• Polygl. (Biblia regia) und hei den lexicalischen .Vorgängern de Pomis und de Lara. Die Perle der benutzten Lexica ist die Ed. pr. des Aruch si l. e. d. •(vor 1480), welche kostbare Varianten enthält. Diese Ausgabe ist so selten, dass das breslauer (ehern. Äarotrtffsche) Exemplar das einzige in Deutschland ist. Unter אוטם ersehen wir, dass bei Aruch s. eine Glosse von einem Abschreiber Namens סו־ןךך eingedrungen, So dass משה וזנפושי nicht der Zeitgenösse Nätans, sondern dieses Meborach war. ava% hat schon de Lara, aber alle Erklärungen übersehen, dass Jpnatan das Wort

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