Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band VIII. 1865
- Issue
- No. 45 Mai-Juni
- Date
- 1865-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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56 In den Jahren 15701629־ sind beträchtliche Auflagen von Büchern in Folio, Quart und Octay gedruckt worden. (In dem betreffenden Pocumente heisst es, dass das Verzeichniss der Druckschriften sich in der Beilage befindet* leider ist jedoch diese Beilage nicht vorhanden. Möglieh, dass sie verloren gegangen oder scartirt wurde — dies» geschah manchmal mit Documenten, die nach der. Meinung der betreffenden Beamten keinen Werth hatten. ■— Vielleicht, dass sich diese Beilage an: Unrechtem Orte befindet.) Im Jahre 1753 2 3) bat Israel Beer Jetteies, ein Abkömmling des Herzmann und Moses Katz, dass ihm eine Buchdruckerei gestattet werde, was auch geschah. . Im Jahre 1779 wurde daselbst der Pentateuch hebräisch und chaldäisch auf 25 Ballen Papier gedruckt. Es ist dieses, wie mir Herr S. Gr. Stern sagte, eine sehr gute Ausgabe, corrigirt vom Hab. Serach [Eidlitz St.]. 1781 wurde das Privilegium des Israel Beer Jeiteles von Kaiser Josef II. bestätigt mit dem Bedeuten, dass ihm kein besonderes Privilegium für seine Person ertheilt werde. Im Jahre 1783 kauften Wolf Simon Frankl, Sussmann Glogau und David Moses Taussig die Katz’sehe und Back’sche Druckerei, und zwar die erstere um 550 Fl. und die letztere um 500 Fl. Später wurde sie von Ignatz Elsenwanger angekauft. Zu jener Zeit bestand, ausser in Galizien, bloss diese jüdische Buchdruckerei 'in der ganzen Monarchie. Zur Zeit der Uebemahme der Katz’schen und Back’schen von Seiten des genannten Consortium,s hatte die erstere zwei Pressen. Sie hatte dreierlei Quadrat: Cicero auf 1 ] Druckbogen, Mittel auf 1 Bogen und Garmond auf \ Bogen; Raschischrift: Cicero und Garmond, auf 2 Bogen Petit wenig, Schreibschrift nichts. Die Back'eche Druckerei (bis dahin verpachtet an Falkeles) 8), war noch armseliger. Das obige Consortium löste sich nach dreijährigem Bestände auf. * Die Presse lag überhaupt damals sehr im Argen, wie dieses natürlich war. Die furchtbar strenge Censur (vgl. hierüber unsere: Studien zur Jubelfeier der Wiener [Universität)“, welche noch unter der 2) [1763? Nach 1735 habe ich nur äusserst wenige Drücke der Fämilie Back bis 1759 notirt. 1762 erscheint in der Katzischen Buchdrückerei cum licetitia Superiorum — 1»יי* — כדפוס נכרי של המנחת מוהריר משה בץ ןצ״ל w*torie, mit der Bemerkung, dass ßamuel Falkeles (8. Anm. 8) die Privilegien beider Druckereien wieder hergestellt (HB VII, 23 Anfr. 8, es folgt;)}״ י(ובקש שלא ישיגו גבן»*er der Bedingung, dass Nichts gegen die אומות und nur mit Erlaubniss der Regierung (כרשיון השררה) gedruckt werde. Das Privilegium galt jedoch nur für neue Sachen und 3 Jahre. Unterschrieben ist diese Bemerkung am 14. Ijjar vom Ijtabb. Jecheskiel Landau und vier Andern (vgl. Serapeum 1864, S. 57). 1763 u, 1764 erschien in der ״Katzischen Buchdruckereiu משל הקדמוני •״ קהלח יעקב deutsch. Ueber- Setzung; erst in מאמר קדישין ist von Israel ben Bär Jeiteles die Rede; 8. Jüd. Typoyr.m Ersch. S. 76* — Ueber einen Pentat. vom Jahre 1754 8. Jellinek’s Notiz: ״Censurprobe aus Maria Theresia’s Zeit.“ im Litbl. VIII, 142. 3) [Offenbar der in Anm. 2 genannte Samuel. £(.]