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Hebraeische Bibliographie · 1865-01-01 · No. 43 Januar-Februar · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VIII. 1865
Issue
No. 43 Januar-Februar
Date
1865-01-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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11?SB] LTJZZÄTTO, S.' D. L. Lezioni di teolögia dogmatica israel. 8.' Triesie Coen 1863. (61S.) , {734] ,[Wie die Vorlesungen über Ethik (Jahrg. V, S. 138) sind die vorliegenden üb. Dogmatik Collegienhcfte aas dein ersten Trienninnm der Professur (1829-33), zu*' nächst aus dem Corrjere abgedruckt י mit einem literarischen Anhang, welcher die wichtigsten dogmatischen Werke characterisirt, —• S. 32 Maim. st. 1204, S. 35 [אלן gjjjy ist von dein, S, 8 genannten Ascher Crescäs; die Rüge Abr. b. David’s gegen Gäbiröl erklärt Mttnk! Melanges p. 269 beinahe so, wie hier Motot übersetzt.—In der Einleitung characterisirt der Vf. die Stellung des Juden thüms zur Dogmatik im Allmeinen zutreffend, indem er nach weist, dass jenes keine diesseitigen Consequenzen an den Glauben knüpfe. Aber die beliebte Gegenüberstellung des Maimonides mit seinem ״philosophischen Fanatismus״ wird historisch ungerecht. Wenn der Talmud Haeretiker, Apostaten, Läut/ner der leiblichen Auferstehung mit Verführern wie jeröbeam zusammen in die Holle schickt, so beweist das nickt ohne Weiteres, dass es .sich überall um die .aus dem Glauben resultirende That handle (S. 11); man erkennt bloss darin das Schibolet der kämpfenden Secten und Parteien. Pur die intoleranten Gesetze des Talmud soll die Zeit Rechnung tragen, Maimonides habe sie geheiligt.,. Aber War seine Zeit und sein eigenes Schicksal der ,Toleranz, günstiger? 18t -die strenge Gläubigkeit, die sieb der Philosophie entgegen stellt, je toleranter gewesen? D^r Fanatismus hat es oft verschmäht, seine Tbaten auf Grundsätze zurückzüfahren: Der Systematiker Maimonides musste auch der religiösen Intoleranz eine, also seine eigene philosophische Grundlage geben. Währ ist es, dass die aristotelisch-' arab. Philosophie, im Gegensatz zur Religion überhaupt, der Erkenntniss den höchsten Werth beilegt und daher Verachtung der Unwissenheit bewirkt. Dahin kam es auch fac tisch mitder Gottesgelahrtheit.' Das odi profanum vulgtis klingt durch alle Zeiteti htid Tiindier• Es kömmt nur auch hier darauf an, wie weit die Theorie präktisöh ausgeführt wird. Und wie stehts um die Kehrseite: sollen Diejenigen, welche von der“ Geltung gewisser Gesetze und Einrichtungen durchaus nicht überzeugt sind, zu äässerlicher Befolgung durch Strafen Ungehalten werden, die ebenfalls im Gesetze vprgeschriebeii sind? (§ 20). Oder darf man über die Anwendung der Strafen sich freiere Grundsätze' erlauben? Diese wichtige Frage kommt bei der ausführlichen Kritik der Mendel sobn’schen Ansichten zur Sprache. Luzz. verlangt (S. 44) das selbstständige ReCbtder Ausschliessung in Folge von Handlungen und Reden; aber der!Staat sorge für, gebildete und erleuchtete Religiousbeamte, welche Aberglauben und Vorurtheil zu unterscheiden wissen vom Wesen der Religion. Bei den obwaltenden Verhältnissen dürften derlei Gerichte schwerlich קדוש ך,שס bewirken! ־— Die Religiöse Ueberzeugang des Judenthun18,> die weder blinder Glaube noch apodictisehes Wissen ist, gründet der Vf.’(§ 20) ■~־־j wie Jehuda ha-Levi ך— auf die Oeffentlicbkeit der Wunder and ihre Tradition. Er 4unterscheidet: (Sect. I) Wahrheiten als Grundlagen der Religion: Existenz Gottes, Einheit, Allmacht, Wunder u. Offenbarung, Sendung des Moses und (Sect. II) Dogmen, welche die Religion lehrt: Allgerechtigkeit oder Vergeltong und der Bund mit I8raelr welchen sich andre unterordnen. Eine Andeutung der Auferstehung findet auch Luzzatto in Deut. 32, 39, nach Synh.91 ׳, als ob man nichtauch bei denselben Individuen an isolirte Wuuder (Elia) denken;,könnte.]: MEISSNER, ,ALFR. Lemherger 11. Sohn. Eine Prager JudengescMchte. M. Berlin, Janke 1865• (1 Thl.) V * . 135] .־] [Aus der Deutschen Roman-Zeitung. 2. Jabrg.— Der alte Lemberger, ein streng orthodoxer Jude, wird zum Wucherer und ׳.Dieb, sein Sohn, ein ״Aufgeklärter;4* bleibt’ mit seinen Kindern dein Judenthume treu; schickt diese aber in ein christliches Pensionat; ״wenn sie herangewaebsen sind, sollen sie sich frei entscheiden, was sie werden wollen“ (noch gnädig!). Stellen aus Rambam n. Sepher Minbagim werden in den Noten wörtlich angeführt. Die jüd. Literatur kann sich über ein$ stiefmütterliche Behandlung nicht mehr beklagen; wenn selbst Romaiischreiber sich so -gründlich mit ihr befassen.]; (Af. Kg.)

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