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Hebraeische Bibliographie · 1863-09-01 · No. 35 September-October · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VI. 1863
Issue
No. 35 September-October
Date
1863-09-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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9fr 2711 {Von dein. ungenannte» Yerf. erschien in F. a, M. 1357 eia Heftchen שו״ת und 1359* (.*!•(י^גיעי הישועח ספר ישעיר, מסותם איטלקית ומפורש עכרית ,מלאכת שד'ל: ״ll>prof4 18äia volgsrizzato elf commentatö ad uso degP Israeliti da S. 9. Llixatt•.“ 8t Padova, tipi di Ä. Bianchi 1855,1856, 1:863 (4 Hefte Bis Kap. 2^9, — 336 S.) [271] pÖas Feld depp wissenschaftlichen Bibelexegese ist in neuerer Zeit ־von jüdischer Seite aus nur sehr dürftig angebaut worden; man hat die Bibel wohl zu geschiehtlieben lind archäologischen Zwecken ausgebeutet, sich aber noch sehr wenig bemüht, sie* selbst aus: ihfei^i eigenen Geiste heraus zu erfassen und ztt würdigen. Unter den verschiedenen Ursachen, die dieser auffälligen Erscheinung zu G-runde liegen, verkenrten wir nicht; d*&& die• Schätze der talmuäi sehen Periode und« des an literarischen Erzeugnissen so reichen Mittelalters, die nur von: jüdischen Gelehrten gehoben werden können, die hingehendste und; energischste Tbätigkeit derselben mit Hecht in Anspruch nehmen. Allein sehr bedauerlich bleibt• es doch,• dass das Verständnis für unsere ursprünglichsten Nationaldenkmäler, der Eingang in unser uraltes Heiligthum, uns erst von,dritter Hand erschlossen werden muss. Dass dadurch das Studium der Bibel unter den jüdischen Jüngern und Freunden der hebräischen Literatur sehr beeinträchtigt; worden ist, leuchtet v01$ seihst ein. Um 80 freudiger begrüssen wir die vorliegende Arbeit des so bewährten, um die hebräische Literatur hochverdienten Verfassers. Derselbe hat sich’s, wie er selbst in dem Vorworte angiebt, welches die Grundzüge Seiner Bearbeitung enthält,, besondera zur Aufgabe gemacht, den ]Rationalisten entgegenzutreten: einerseits ihre gefährliehen Irrlehren, deren verderbliche Wirkung auch in jüdischen Kreisen sich geltend mache, zu bekämpfen, und andererseits nachznweisen, dass fast alles Gute und Brauch« bare in« ihrer Auslegung) der heiligen! Schrift den älteren jüdischen Commentaren entnommen: ist. Auf diese Weise erklärt sich auch die Bezeichnung auf dem Titelblatte ,*Ad uSq degF Israeliti.“ Hebräisch hat der Verfasse* seinen Commentar deshalb geachrieben, um ihn/ seinen Glaubensgenossen in den verschiedenen Ländern zuginglkfc an machen und da« Interesse an dem Hebräischen unter ihnen zu beleben; Dia, Letztere an erzielen,, ist freilich bei dem gefälligen Ausdrucke, der leichten und gewandte» Darstellung* man kan» sagen, dem spielenden Gebrauche des gedämmten Sprachvorrmthea, Keiner geeigneter* als geradeLuzzatto. Bei Betrachtung des conservativ-religiösen Standpunktes, von welchem der Vf. ausgeht, ist zu bemerken, dass derselbe; die Prophetie ganz in; dem althergebrachten Sinne auffasst und dem Propheten Jesaja auch die ausdrücklich auf Babel bezüglichen •Stücke zuschreibt.* Seine Auffassung und Deutung wird dadurch, öfter■ befugen, indem das Bestreben her vor tritt, jede Prophezeiung, so auch die mesäianischen, wofern nicht gerade die הפלגה שיריית aushilft, in engbegrönztem Rahmen erfüllt zu sehen. Deshalb miiss z. Bi 11,11 ein Theii des Zehnstämmereichs zur Zeit Hiskijja’s zurückgekehrt sein, — die Berufiang auf 2. Köm- 23, 15 beweist gar ■nichts* —־ aus gleicher Rücksicht soll 22,4 des Propheten Trauer nur fingirt sein, während 19, 17 sich der Vf. damit tröstet, dass wenigstens ein Nachbarland der Aegypter, Aethiopien oder Abyssinien zur Zeit des Zweiten־ Tempels zürn1 Glauben an den Gott Israels sich bekehrt habe. Bei letztgenanntem Capitel tritt die Anschauungsweise des Vf. von1 der Prophetie in ganz besonders zö kritischen Bedenken Änläss gebender Weise ,hervor, weil der Mangel specieller Angaben die Aöffiädnng dfer besonder» Situation hier sehr erschwert. Der Vt weiss sich zu helfen, indem er die Prophezeiung auf die Unterwerfung Aegyptens dtareh Cämbyses und V. 23 gar׳ auf die Jahrhunderte später zuweilen stattgehabte Verbirrdung der Seleuciden und Ptolemäer bezieht, selbstverständlich*, ohne darum die Antoxsdsaft: Jesaje’s aufkugehen Damit ist dann! natürlich• der Willkür-Thür und Thor geöffnet und der kirchlich-typischen Deutung. Vorschub geleistet.* Ueberhanpt kann man nicht sagen, dass die wissenschaftliche Auffassung und Auslegung d1er Propheten im Grossen und Ganzen wesentlich durch die vorliegende f) [Um genaue Angabe über Letzteres wird gebeten. Red•]

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