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Hebraeische Bibliographie · 1863-01-01 · No. 31 Januar-Februar · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band VI. 1863
Issue
No. 31 Januar-Februar
Date
1863-01-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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und eine Inhaltsangabe. Mehr als der Titel sagt erfährt man auch von Ch&nanei Nepi nicht, der die HS. gleichfalls gesehen, und ihrer unter dem Namen des Uebersetzers' gedenkt (S. 147). Statt einer antichristlichen Schrift, ־wie ich anfangs erwartete, fand ich jedoch eine Polemik gegen einen Traditionsläugner, und nachdem ich einen kurzen Abschnitt gelesen, kam mir alsbald die Vtrmiithung, die Schrift sei Leon’s ״Schild und Tartsche“, was dann die Vergleichung bestätigte. Sie ent״ hält ganz dasselbe, nur fehlt die Zusammenstellung der Thesen, wie sie in meiner Ausgabe S. la3־b an der Spitze stehen, und die Schrift beginnt sogleich mit der sich anschliessenden Widerlegung. Diese Zusammenstellung der Thesen und Fragen konnte allerdings Zurückbleiben, da sie einzeln in der Widerlegung nochmals wiederkehren♦ Der Wortlaut der HS. ist natürlich fast ganz verschieden von dem gedr. Text, denn sie ist, wie schon der Titel sagt, ״aus dem Italiänischen übersetzt.“ Facifico, der Uebersetzer, fand die ital. Schrift im Hause, der Brüder Abraham und Aaron, Söhne des Üriah כוכב (d’Estella) in 3יןץאן (Verona?), bei denen er als Hauslehrer lebte. Den Vfr. kannte er nicht, auch hatte sie keinen Titel; den, welchen sie in der Uebersetzung trägt, gab ihr der Uebersetzer, u'nd nur die Bezeichnung der Schrift als eines ״Briefes“ entnahm er den Schlussworten des Vfrs.‘ Also ״Schild und Tartsche“, bis yor Kurzem gar nicht, noch gegenwärtig bloss nach einem De Rossi’schen Codex bekannt, von dem Abschrift und Druck angefertigt worden, tritt uns nun mit einem Male in einer ital. Uebersetzung entgegen, von der wir. zwar nicht wissen, ob und wo sie sich gegenwärtig finde, die aber in einer Rückübersetzung in’s Hebräische vorliegt. Wer hat die Schrift in’s Ital. übertragen? Ich zweifle keinen Augenblick, dass dieser Uebersetzer wiederum kein Anderer als Leon selbst war. Ein. Anderer hätte den Vf. genannt und seine* .Arbeit als lieber- Setzung bezeichnet. Leon aber quälte sein ganzes Leben lang das Verlangen, seine Einwürfe gegen den Talmud vorzubringen; doch die Furcht vor Verketzerung liess ihn sein Unternehmen unter den vorsichtigsten Verhüllungen beginnen. Dennoch wagte er selbst die zahmen Angriffe in ״Schild und Tartsche“, die durch eine sorgsame Widerlegung sehr entkräftet waren, nicht zu veröffentlichen, schon deshalb, weil der angebliche ״Hamburger Ungläubige“ und das Vorgeben, die Sefardim in Venedig hätten ihn zur Widerlegung aufgefordert, Verdacht erwecken konnten. Eine ital. Schrift, anonym, die bloss allgemein sagt, es seien dem Verf. Einwendungen eines Ungläubigen zugekommen, überhob ihn dieser Angst; ob er sich dennoch durch die Veröffentlichung zu verrathen glaubte, oder ob ihm die Einwürfe nun, da sie bloss in der Widerlegung zerstreut waren, für seinen Zweck als zu schwach erschienen, oder was ihn sonst an der Veröffentlichung verhindert: wer wollte Dies mit Sicherheit bestimmen? Jedenfalls lässt uns auch dieser Fand erkennen, wie heftig Leon von dem Kampfe im Innern durchschüttert wurde, wie ihn eine und dieselbe Aufgabe in ״Schild und Tartsche“, in dessen ital. Uebersetzung, in der ״Thorenstimme“ zu den Yerschiedensten Zeiten seines Lebens auf’s Lebhafteste beschäftigte. Breslau, 23. November 1862. Sßvleffaften 15 &ebr. SJjpogr. Kalamitäten $aben biefe 5». aufge$ältcn ltnb bcn 2ffb1־ud einiger 2TrtiteI Oerljinbert, bie näcbftc foÄ e$ einbringen. — $rn. H-11 2)anl f. freunbltc$e SXnjeige ber $33״ im @er<tyemn 5ft.20 0. 3. — föabb. O-m. f\ür bte*$ro<b. fc^tcfe i<b 3$ne1t fßfeubofira, über ©enteinbe־ ftatuten nätyfienß. — $rn. Kk. baS Uebrige in f. 910., bie Korr, mar m<bt fo bringlu$! — $rn. Gg S)ie Hrfatye meines ״rättyfet^. <S(bioeigenS" Oietteidjt batb mitnblub? — $rn. M. S30n S3enjatob’& מאור עינים *c. ift bie $älfte gebrucft. — $m. B-r baS $eft ber 9tttfd)r. ^abe i<$ no<b ni<$t gefe^en. 3# muß 3nnä<bft ältere Sftittty. ertebigen. Heber bie Oerl. 23ü<$er nä($fien$. Kö fofl eine neue SluSg. 0. Jalkut erfcbienen fein.— $rn. J. Kohn: $aben (Sie ben 5?rief 00m 28. San״ erhalten? S30n Bcn-Chan. ift «n$ naty 91.2 ni($t3 jugefommen. ©e$t berfelbe au<b für bie 9teb. nunmehr über Seidig? Friedländer’sche Buchdruckerei in Berlin.

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