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Hebraeische Bibliographie · 1862-11-01 · No. 30 November-December · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band V. 1862
Issue
No. 30 November-December
Date
1862-11-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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137 823] in Betreff der ältesten Geschichte der Juden in Prag Gesagte (da nach Palackiy Geschichte von Böhmen, Bd. III Abth. I S. 54 der Aufenthalt der Juden daselbst erst seit dem sehnten Jahrhundert urkundlich sichergestellt ist) und der Versuch, das in Kmek kabbacJia über Mordechai MeiseVs Gattin Frommet gefällte harte Urtheil mit anderen historischen Zeugnissen über den Charaeter dieser Frau auszugleichen, noch einer weiteren Untersuchung bedürfen, so gebührt doch Hrn. Foyes das Verdienst, mit seiner Arbeit einen werthvolleü Beitrag zur Geschichte der Juden in der böhmischen Metropole geliefert zu haben. Ich benutze diese Gelegenheit, um den Wunsch auszusprechen, dass die Geschichte der Juden in Prag recht bald einen tüchtigen Bearbeiter finden möge, der dann freilich auch auf die Thätigkeit, welche ehemals die Prager Gemeindeältesten als Vertreter der gesammten Judenschaft in Deutschland auch nach aussen hin entfaltet haben, — wie ich dies in Rücksicht auf die Juden in den Herzogthümern Braun schweig und Lüneburg in meiner, in der Zeitschr. des historischen Vereins für Niedersachsen erschienenen Abhandlung: ״Die Juden unter den Braunschweigischen Herzogen Julius und Heinrich Julius“ nachgewiesen habe, — sein Augenmerk zu richten hätte.] (M. Wiener.) FRIEDLAENDER, MICH. De veteribus Persarum regibus. Dissert. inaug. 8. Hol. 1862 (52 S.) [819] [Eiu Versuch einer kritischen Vergleichung der oriental, (auch bibl.) Angaben mit denen der Griechen. S. 11 (vgl. S. 6) hätte der Verf. Richtigeres in der Abhandl. über Hamza’s Chronik (Uebersetz. u. Anm.) in Frankel’s Ztsehr. 1845 (vgl. mein Handb. S. IX Anm. 2) gefunden; Legenden wie S. 10 über den Erfinder des Bismillah haben gar keinen Werth, dasselbe wird Salomo beigelegt (Bastami im Litbl. II, 123).] FÜRST. Die Gottespforte. Predigt, gehalten zur Einweihung der restaurirten Synagoge in Bayreuth am Sabbat Nizzabim 5622. 8. Bayreuth, Dr. v. Burger 1862. (14 S.) (Kg.) [820] GERSEWANOFF, NIC. 0 HapOßHOMT xapaKTep$ Eßpeeß (Ueb. d. Volkschar, d. Hebräer). 8. Odessa, Franzeloff, 1860. (IV, 84 S., £ Th.) [821] [Vgl. Mandelstamm’s Schrift, HB. IH, 47N.923, welche gegen die Artikel des Vf. gerichtet ist.] H. A. Sabb&thsstunder i hemmet [Sabbatstundeh im Hause, schwedisch]. 1. Th. 8. Stockholm 1862. [822] [Uebersetzung der Thoughts suggested unten N. 839; A. Z. d. J. S♦ 344 המגיך S. 163.] HESS, M. Rom und Jerusalem, die letzte Nationalitätsfrage. Briefe und Noten. 8. Leipzig, Ed. Mengler 1862. (XVI, 239 S., 1 Th.) [823] [Dieses Buch, iu einem KStyie a la Heine geschrieben, soll geistreich sein. Der Verf., ״unbefriedigt von der Reform und abgestossen von der Ketzerriecherei auf orthodoxer und hyperorthodoxer Seite, kennt nur Eine jüdische Genossenschaft, die uralte Synagoge,“ der er selbst vollkommen fremd geworden ist, — eine solche Principienreiterei eckelt wirklich an. Hier und da spricht der Verf. auch von jüd. Lit., in der Ludwig Wihl mit seinen ״Schwalben“ und Mercier, der Uebersetzer der letztem, obenan stehen; nach Namen, wie Zunz u*. a. wird der Leser vergebens suchen *).] (J*f. Kg.) l) [Vgl. die Erörterungen des Verf. (identisch mit Mos. Hess in Trier, dessen Notizen in den jüd. Zeitschr. 1840 ff?) in Ben Chan. S. 289. — Orthodoxe und anscheinend orthodoxe Blätter (wie המגיד) weisen mit Wohlgefallen auf diesen בעליי י“ חשוב ה dessen Begriff der angebl. ״uralten Synagoge“ und ihrer Zukunft die radicalsten .Reformen bedingt. Es ist nur zu wünschen, dass man sich dem gegenüber nicht dieses. Buches gegen besonnene Bestrebungen für die traurigen Verhältnisse der Juden in Palästina bediene. Vgl. auch Mag. f. d. Lit. ä. Ausl. N.36. £7.]

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