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Hebraeische Bibliographie · 1862-09-01 · No. 29 September-October · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band V. 1862
Issue
No. 29 September-October
Date
1862-09-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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128 geben. Den Zustand der dortigen Officin erkennen wir aber schon aus dem Umstände, dass aus den .20 Jahren 1557-77 eigentlich nicht xüehr als 2 Bücher (1506 das Gebetfragment, Gat. N.2087 u. 1569 חורת העולה) bekannt sind, wie anderseits aus den, die eigene Verwahrlosung verrathenden, kaum verständlichen Klagen des getauften Forlius * *) in seiner Grammatik v. J. 1570 (Catal. p2967־). Ueber die weiteren Schicksale der Prager Censur werden uns Wöbl die von G. Wolf gesammelten Actenstücke näher unterrichten; zu den von Zunz (Zur Gesch. S69?״) gegebenen Andeutungen verweise ich noch auf meine Notizen über das revidirte Gebetbuch v. J. 1635 u. s. w. (HB. II S. 107). Wie weit die sittliche Fürsorge ging, sieht man daraus, dass — in der Censur von 50, ohne Erlaubniss gedr. J30gen des Prager מחוור d.llW — שלא עשני אשה als unerlaubt angegeben wird (Catal. p. 385 N. 2521).•) Die Druckerlaubnis des Prager Erzbischofs findet sich (mit' deutschen Lettern) meines Wissens zuerst 1673, und habe ich hiernach zwei unsichere und einen undatirten Druck näher bestimmt (Catal. p.2847 n.7838). Für Mähren, dem Appendix von Böhmen, war das Bedürfnis einer gesonderten Censurbehörde lange nicht vorhanden. Der angebliche Nikolsburger Druck vom J. 1696 (Mich. 2691) ist selbst ein bibliographischer Spuk, und diese Ausgabe der, lange berühmten Dämonenaustreibung in Brium bei der Wittwe Neumannin nicht vor 1762 gedruckt (Catal. p.616 n.3920). Die Officin des Franz Josef Neumann ist wahrsch. 1755 gegründet, da dieses Jahr auf seinem Druckerzeichen noch später erscheint (Catal* p.454 n.2993). Demungeacbtet bestand ein hebräischer Censor in Mähren nicht bis 1790, sondern man bediente sich des Pragers, bis später der L&ndeirabbiner in Nikolsburg als solcher verwendet wurde. Im Jahre 1811 ward erst ein hebr. Translator in Brünn angesfellt. •) Ueber die Einführung deutscher Titel, welche gewiss mit der Censur zusammenhängt, habe ich keine besondere Nachforschung ange&tellt. Der älteste solche Titel, den ich, mir notirt, rivalisirt mit den modernen. Lembergern (vgl. HB* IS. 112 A. 1), es ist: ״Eir (sic) Benjamin“ Fr. a 0.1698. Man sieht aus solchen Kleinigkeiten״ in welehern Verhältniss die Censur zur Wissenschaft steht.. Die ״Bewilligung der Obrigkeit“ und die Firma mit deutschen Lettern findet sich, 1724-5 in תפארת יוסף (Catal.*[)* 1532). In dem קךןב<ן vom J-1713-8 {Catal. n. 2568) hat man es für nöthig befunden zu bemerken, dass auch das deutsche wie das hebr. Machsor der Censur unterworfen sei. Solche Einzelnheiten geben die Schlagschatten zu dein traurigen Bilde der Censur, welches, je treuer es ausfällt, desto weniger -— ein Lichtbild sein kann I Bibliotheque de feti Joseph. Almanzi par S. P. Luziatto. (Contin.) 3■־ •1 צורת ׳היסודות לר״י א-ברבנאל, ט׳ דפים. .H מלות ההגיון להרטב״ם, י׳ דפים* . .™ כלי האופק ום׳ קיצור המספר לר׳ יהודה כן בירגה (בלישבונה בשנת רי״ו) כ״א דף. חחלתו: המבקש למצוא דברי חפץ הנה למה שאותך ראיתי והיר בק׳ש ותפלה של שחר ירה 7) Sein Geburtsort 4וריםא (Catal. Index p.XCII: Grimma?) ist nach J)elijt.szchf (Wissenschaft S.292)* Kaurzim(?). •) Bei den in meiner Vorbemerkung (S. 73) berührten Censuranekdoten war auf Litbl.V,458, VIII, 251 zu verweisen. DenBibelvers מושל מקשיב על דבר שקך habe wirklich in einem Buche (ich glaube עקידת י צד,ק) durchstrichen gefunden, für die Censur gewiss characteristisch. •) Chr. d’Flvert, Gesch. d. Bücheru. Steindrucks u. s. w. der Bücher• Censur u. 8. w. (1. Bd. der Beiträge zur Gesch. u. Statistik Mährens, Brünn. 1864) S. 160.

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