Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band V. 1862
- Issue
- No. 28 Juli-August
- Date
- 1862-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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A. J. H. Vincent hatte in dem IV. Bande des genannten Journals * *) eine Note 8ur Vorigine de nos chiffres etc. veröffentlicht •); u. ausgehend vom Namen •) der j,Apices“, deren vier (4,5* 7,8) schon von Huet (Demonstr. evang. 1679) als semitisch erkannt wurden 7), kommt er zu dem Resultate, dass die andern 5 Namen griechisch, jene Ziffern also von einer ״philosophischen, jüdischen, kabbalistischen, gnOstischen“ oder dergleichen Schule erfunden seien. Gerson-Leny hatte, in einem Berichte darüber an die Akademie von Metz, •) den Versuch gemacht, auch die übrigen 5 Namen aus dem Hebr. abzuleiten, u. Terquem schlägt noch Verbesserungen vor, die — eben so unglücklich genannnt werden müssen. Schliesslich verwirft er freilich selbst die ganze Deduction als zu gelehrt ,u. philosophisch. Man könne eben so gut jene Namen aus dem Arabischen ableiten. Das, auch durch den Juden Ibn Esra bezeugte Factum der Erfindung durch die Inder, sei das Resultat der Kenntnisse, ״die wir heut zu Tage besitzen“ (S. 76). ״Es ist wahrscheinlich, dass jüd. 'Kauf- Ieute um das 11. Jahrh. die indische Methode nach den Küsten der Berberei u. s. w. eingeführt haben“ (S. 87). Man verdanke den Juden viele Einführungen und Ueber- Setzungen, aber keine Erfindung. ״Die Abwesenheit aller (!) Originalität ist ein characteristischer Zpg in der jüd. alten [seit Ezechiel] und modernen Literatur“ u. S. w. — Die Frage liegt aber ganz anders, da die Stelle des Boetius, sobald ihre Echtheit zugestanden wird, älter ist, als die Wissenschaft der Araber, geschweige ihre Kenntniss von Indien u. s. w.•) Es ist vielmehr hier noch ein Problem zu lösen, welches auf unbekannte Daten, also auf noch mehr ״Gelehrsamkeit“ wartet., — Wenn wir hier auf dem eigensten Gebiete des Mannes mit Bedauern vorgefassten Meinungen begegnen, so werden solche um so begreiflicher in den Artikeln sein, welche T., zwar stets in bester Absicht, über die jüdischen Fragen der Gegenwart, meist in Journalen, und seit den Lettres Tsarphatiques im Courrier de la Möselle unter dem Namen Tsarphati veröffentlichte (vgl. Jost’s Isr. Annal. 1839 N.47ff.); Auch die Literaturgeschichte bedachte er untern Andern mit Nachrichten über die Metzer Rabbiner (das. N.48ff.). * II. Vergangenheit. Die Censur hebräischer Bücher in Italien und der Canon purificationis (1•נספר ר»ןקוקT) Von M. Mortara. (Schluss.) Von dem ספר הזקוק (oben S. 73) sah Bartolöcci zwei Exemplare in Rom, *) Vgl. WoepJce, Sur l’introd. de Tarithmet. indienne en Occident etc. Rome. 1859 p.12. Ob W. die zu nennenden Beurteilungen kennt, ist mir unbekannt.. ־*) Mir liegt jetzt ein Sonderabdr. o. J. (20 S. 4°) vor. •) Die Reihenfolge von rechts nach links erklärt Chastes (Comptes rendus 1843, XVI p.1399) so, dass nichts Orientalisches darin zu suchen. 9) Vgi. Jüd, Lit. S. 442 A. 93. In dem v. Bon comp agni herausg. Algorismus des Joh. Hispalensis (Rom 1857 p.28) finde ich gar keine Namen der Ziffern. Die zum Schluss (p. 127) vorkömmende metaphysische Begründung des DecadensystemS• dieses älteren Zeitgenossen Ibn Esra’s (1142, s. Ende des Epit. Astrol.) bietet eine interessante Parallele zu letzterem, und weisen beide auf ältere Quellen hin. •) Mir ebenfalls nur aus der genannten Quelle bekannt. •) Chasles, Comptes rendus XVI, 167 scheint freilich anzudeuten, dass die Namen erst später in die HSS. des Boetius gekommen. Ob er die versprochene Auseinandersetzun*g schon anderswo veröffentlicht, ist mir unbekannt. *— M. Büdinger (Ueber Gerbert’s wiss. u. polit. Stellung, Kassel 1851 S. 32) erklärt die Nam6n auf Gildemeister’s Autorität hin ohne Weiteres für arabisch, warum aber Quimas (חמש) für 5ססה? Erklärungen von Igin zz per■« (!) Yagän u. Andras zz *,Annadir“ ,,der entgegengesetzte Punkt“ für 2 lasse ich vollends dahingestellt. 17) [Oben S. 74 hat der Vf. wohl in dem eingesendeten MS. einen Satz übersprangen; es ist, nach' der, für vor. N. zu spät eingegangenen Antwort auf meine