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Hebraeische Bibliographie · 1862-07-01 · No. 28 Juli-August · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band V. 1862
Issue
No. 28 Juli-August
Date
1862-07-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Schriften, und da es auf die Reihenfolge nicht ankommt, so beginne ich mit 40116% über welche ich weniger heranzubringen habe. 1. Das Evangelium infanliae hat nach Spr. (S. 176) wahrscheiül. einen Araber (christlichen Missionar bei den heidnischen Araber?!) zum Verfasser. Tischendorf (Evangelia Apocr., Lips. 1853 p.,L) hält jene» Evang. für eine Compilation, welche wahrscheinlich aus dem Syrischen geflossen, in welcher Sprache es auch erhalten 18t. ln Bezug auf das Alter der arab. Bearbeitung drückt er sich a.a. O. noch behutsaiper aus, als in seiner gekrönten Preisschrift: De evangg. apocr. orig, et usu9 Hag. Com. 1851 p.5i, 11. lässt selbst die Existenz zur Zeit Mnhämmed’s dahingestellt.*) 2. Alte Traditionen sprechen von einer Matgalla (מגלה) fcokmän (S. 94,131), welche dem Müh. gezeigt worden sei, wie auch die Legende Lokmän zum Juden macht (S. 95). Die Sprüche im Koran 31j 12,15,16, sind nftch S. 93 wenigstens ״im Geiste und in der Manier des Lokmam“ Es wird ihm eine Anzahl /Spräche Beigelegt, die ebenfalls mit ״O Söhnchen“ anfangen (S. 96 f.)s- Ich hebe aus denselben einige hervor, welche an Bibel oder die jüngere Spruchweisheit der Araber erinnern.^ Die Welt ist ein tiefes Meer ... (wozu Parallelen bis auf Jedaja Penini בחינת ע1לס Th. II). Sitze mit den Gelehrten u. s. w. (vgl. mein ״Manna“ S. 89 N. LXXXVIII und Ende המעלות /D Cod. De Rossi 91,2). Ermahne nicht ... zur Frömmigkeit, während du sie selbst vergissest, denn sonst bist du wie eine Lampe, welche den Menschen leuchtet und sich selbst verzehrt (S. 97). Ehre die Weisheit und du wirst durch sie geehrt, halte sie hoch und du wirst hoch geachtet (fast wörtl. Spr. Sal.) Ist die Ameise nicht emsiger als du u. s. w. (S. 99). Nähere dich nicht den Fürsten, wenn sie zürnen und nicht den Meeren, wenn sie stürmen (vgl. ״Manna“ §•103 zü N. XXXV aus Ben hammelech zz Barlaam). Es scheint aber dem Vf. nicht bekannt zu sein, dass es ein arabisches ״Testament“ des Lokman giebt, welches wahrscheinl. mit den Sprüchen in Honein’s Apophthegmen zusammenhängt (s. Zür Pseudepigr. Lit. S. 46 u. 91 A. 10), wo z. B. der Satz: Ziehe Gesellschaft etc. (S. 96) wörtlich läutet: בני.שב עם המזכירים, את ה/ כי אם תהיה חכם, תועילך חכמתך, ואכם תהיה סכל ילטרוך, ואם תבוא עליהם טובה טאת הבורא, תשתתף עטהם. בני אל תשב עם אנשים אשר לא יזכירו שם האל, כי אם תהיה סכל, יויקוך,' ואכם תהיה חכם, לא חועילך חכמתך, ואם ירד עליהם קצף תשתתף עמהם. Ebenso ist dem Vf. (vgl. S. 102), die, längst von Rüdiger und Derenburg gegebene Erklärung des Namens Lokman als Uebersetzung von בלעם Ußd der erwiesene jüngere, und christliche Ursprung der Fabeln unbekannt geblieben. — Die Identification mit Elxai erkennt er selbst als ״sehr unsicher“, und das Argument, ,dass ״nicht zwei Sonnen an einem Himmel leuchten“ involvirt die Voraussetzung, dass ein 'solcher Lokman wirklich existirt habe, was noch sehr zu bezweifeln ist. 3. Ein arabisches Buch von Henoch (Idris) in Reimprosa mit eigenthümlichen Ausdrücken befindet sich in der Bibliothek der ,syrischen Gesellschaft in Beyrut 11*601 Oct. hinter dem ältesten bekannten Werke über ftvfismm, copirt in Alexandrien im J. 486 H. (1093-4). *) Die Grundschrift des Buches Henoch hatte der Grammatiker Abu Bekr Muhammed b. el-Hasan *), nach der Vermuthüng Spr.’s. zu lexicälischen י) Dass die Legende bei Kessai auf Moses übertragen worden, ist bekannt (Tischend. De ev. p.93); sie findet aber auch Analogien ln den Legenden der Jugend Muhammed’s (vgl. Sprenger S. 142ff.), Pseudo-Siracides’ (,Ersch I Bd. 28 S. 475 zu 27 S. 376), Merlin’s (vgl. Dunlop, deutsch v. Liebrecht S. 64) und selbst in der Alexandersage. Es sollte mich nicht wundern, wenn uns Benfey auch hier auf buddhistische Quellen hinwiese (vgl. PantschatantraT, 129,392,396,594, 598), worüber anderswo mehr. a) Die Grundschrift dieses Werkes ist verglichen mit ihrer Gründschrift ״von der Hand Ihn Esra’s (אבן ע1ךא)> dessen sich Gott erbarme“ (Journ. p.135). Dieser Name verräth einen Juden, und ist dieser Umstand auch für den Einfluss des Süfismus auf die jüd. Mystik Von Interesse. •) Offenbar Zobeidi aüs Sevilla (st. 989-90) bei U. Ch. VII, 1055 uf 2Ö87, najpenfclioh Vj 357;: über falsche Aussprache der Andalusien

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