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Hebraeische Bibliographie · 1862-05-01 · No. 27 Mai-Juni · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band V. 1862
Issue
No. 27 Mai-Juni
Date
1862-05-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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71 672] ttieils anter die Mssora geworfen. Der Codex ist beinahe allenthalben völlig unbeschädigt und vollständig, denn es fehlen nur 2 Blätter. Die Masora u. übrigen Noten sind von neuerer Hand beigefügt, der hebr. und chnld. ׳Text ist mit einer besondern Tinte, die Punkte und Noten aber mit gewöhnlicher Tinte geschrieben. Der Punktator aber unterscheidet sich ausdrücklich von dem Schreiber und von beiden ein dritter kritischer Tensor. Der Name des Schreibers, der sich an mehreren Orten findet, ist Baruch, Sohn des R. Serach. So oft der Name Baruch oder Serach vorkommt׳, hat er ihn mit grossen Buchstaben und besondern Zierralhen geschrieben. Der Punklator, welcher die Vokale und Masora beifügte, Simson Meneninon (V cf. Zunz zur Geschichte S. 217 N. 15, wo ein Fehler gerügt wird) vollendete seine Arbeit nach jüdischer Chronologie im Jahre 1343. Zu welcher Zeit jener strenge Kritiker Brutmark gelebt hat, ist nirgends angemerkt. *Aber da Sinison Meneninon nur sechs Jahre vorher, ehe dieser Codex im Jahre 1349 dem Feuer entrissen ward, mit der Punkten und der Masora fertig wurde, so ist anzunehmen, dass Brutmark seine Bemerkungen in dem Zeitraume von!343-49 hinzugefügt habe. Die biblischen Bücher folgen nach der talmudischen Ordnung. Vgl. J. 7j. K. Arnold, Gotha 1802. [Die Handschr. ist Cöd. Kenicott 160, vgl. De Rosst, Varr. lect. I p. XVIII; die gereimte Nach sehr, des Punktators Simson מצטיין haben Beckי Targum der Chron. I, Vorr, und Bruns, Disserfatio general, p.405,406 mitgetheilt, den ״Kritiker“ nennt Eichhorn^ nach Michaelis (de Codic. biblico-hebr; Erford.), richtiger ״Brodmark“; alles dies entnehme ich den Najchweisungen bei Zunxß Zur Gesch. S. 121 und 209. Die ganze Mittheilung mag als Beweis dienen, dass, wo es sich um Hebräisches handelt, man in den neuesten Werken nicht einmal längst Bekanntes richtig wiedergegeben findet. Cod. XI fehlt bei Wolf II, 888, 913 und Lehr echt. XIII, XIV ist von Breithaupt benutzt, s. Wolfl p.1066, Zunz, Raschi S. 355. Wo ich die ״Kasuistik“ N.XV suchen soll, weiss ich nicht. *Vf•] (Leipzig). Die dortige Universitäts• Bibliothek hat einen Theil der B«. Beer9sehen Büchersammlung erhalten. Die Danksagung des Ministeriums vom 20• März d. J. ist aus dem Dresdner Journal in d. A. Z. d. J. d. J. S. 179 abgedruckt• [670] (Maut■*). An Purim vor. J. wurde das Gebäude der dortigen Gemeindebibliothek vom Feuer verzehrt; die Bücher sind zwar alle gerettet, aber übel zugerichtet, namentlich vom Wasser der Spritzen, und vorläufig in einem Zimmer ohne alle Ordnung untergebracht, so dass Herr Rabbiner Mortara die in diesen Blättern begonnene Beschreibung der HSS.' vorläufig unterbrechen musste. Er wird uns inzwischen mit den interessanten HSS. in seinem eigenen Besitze näher bekannt machen, und kann als Anfang seiner Mittheilungeu die Abhandlung über das ס' הוקוק betrachtet werden. [671] 4• Miscellen• . (Auszeichnungen). Jul. Sulzer (Sohn), Chordirigeut und .Compositeur in Wien hat vom Kaiser die goldne Medaille für Wissenschaft und Kunst, u. Weintraub, Cantor u. Compositeur in Königsberg, vom Könige die goldne Medaille für Kunst erhalten. (A. Z. d. J. N. 16.) [672]

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