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Hebraeische Bibliographie · 1862-03-01 · No. 26 März-April · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band V. 1862
Issue
No. 26 März-April
Date
1862-03-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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42 Büchsenmacher u. a. militairische Handwerke. Bin Jude darf nur bei gewichtigen Gründen nach erfolgter Anklage eingesperrt werden etc.) 1648, Prag 20. Juni. Contract zwischen Grafen Colloredo u. Wilhelm v. Kollowrat mit Moyses Tchorsch u. Löbl Kassowitz zu liefern: 1481 Reitersiiefel, 481 Pistolen ä 3*/4 Thaler und 1381 Karabiner ä 4 fl. 1650, Lnndtagsbeschluss in Böhmen, dass alle diejenigen Juden, welche ׳ nicht im Jahre 1618 die Erlaubnis erhielten in Böhmen zu wohnen und seit jener Zeit auch nicht eine Specialbewilligung erhalten, Böhmen im Laufe von vier Monaten raumen sollen. Sie dürfen nicht Zölle etc. pachten, auch kein christliches Gesinde hallen (letzteres wurde bereits von Wratislaw 1611 verboten). 1651, Prag 18. Juni. Fürst Piccolomini d'Almaffi empfiehlt dem Kaiser die Juden, dass er ihnen eine Erleichterung der jährlichen Steuer pr. 24000 fl. gewähre. 1652, Landtagsbeschluss: Da die Juden keine Militäreinquarlierung haben, sollen sie jährlich 12000 fl. zahlen. 1653, Prag im Juli. Unter Ferdinand III. wurde der Tandelmarkt und die Synagoge gesperrt, die Eltesten eingesperrt, die Soldaten in der Judengasse einquarliert und die Judengengasse strenge abgesperrt; so dass eine Pest befürchtet wurde. In ganz Böhmen lebten kaum 2000 ״Paar Völklein“ und zahlten jährlich 47000 fl., mehr als die Herrschaft Glatz16). 1654, Prag 5. Augusl. Instruction für den Rentmeister undJCa3sier der Judensteuern (Sie sollen fleissig und nicht parteiisch sein selbst gegen Blutsverwandte. Die eingehenden Gelder sollen in die Cassa gegeben werden, zu welcher sie gemeinschaftlich die Schlüssel haben. Sie erhalten wöchentlich 11 fl., wofür sie auch die Diener bezahlen müssen). 1656, Wien 28. December. Ferdinand III. setzt den Oberstburggrafen Ignaz Grafen v, Martiniz als Scliiedesrichter bei den Wucherprocessön gegen die Juden ein. 1657, Wien 24. Januar. Ferdinand III. setzt den Grafen Johann Hartwig v* Nostiz als Chef der jüdischen Inquisitionscommission in Prag ein, und beauftragt ihn, den gegen die Juden geschehenen Eingriff zu untersuchen und darüber Bericht zu erstatten. 1657,*. Wien 10. Febr. Ferdinand UL an den Oberstburgrafen in Prag. Der Kaiser erklärt sich einverstanden damit, dass der Jude Lichtenstadt, welcher beschuldigt ist, den Juden Perlheffter erschlagen zu haben, eingesperrt werde. Zugleich schreibt er, dass der Oberstburggraf im Vereine mit der böhmischen Kammer darauf bedacht sein soll, den jüdischen Magistrat zu ändern, so dass Personen hineinkommen, welche der kais. Intention und dem fiscalischen Interesse entsprechen. 1657, Prag 12. April/ Die Eltesten, Gemeineltesten und Beisitzer der Juden in Prag kündigen in den Synagogen mittelst Placate an, dass jeder *a) Ich entnehme diese Punkte einem Bittgesuche, welches die Juden in Prag an den Kaiser richteten. Die Documente, welche die Ursachen dieser Strafen enthalten, sind nicht vorhanden, wenn sie nicht.etwa in einem andern Fascikel sich befinden. Das Kaiser!. Schreiben vom 24. Januar bezieht sich auf diese Vorgänge, welche gegen die Privilegien der Juden sind.

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