Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band V. 1862
- Issue
- No. 26 März-April
- Date
- 1862-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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41 f&r die Niederlande benutzt wurde, auf Interessen, jede Woche einen weissen Pfennig für den Thaler. Derselbe erhält jedoch weder Capital noch Interessen. Da er sich aber das Geld selbst ausgeliehen hat u. dafür die Interessen zahlen muss, so bittet er um Bezahlung. 1595, Prag, Freitag post corporem christi. Rudolf II. befiehlt, dass die Juden keine Pfuscher, Winkelkirschner und Schneider haben sollen. 13} 1606^ Prag, Freitag post dominicam Laetare. Rudolf II. gestattet neuerdings, die Wahl der Ehesten nach jüdischer Weise vorzunehmen. 1611, Prag. Montag nach St. Laurentii. Matthias bestätigt die Privilegien der Juden in Böhmen von Max u. Rudolf bezüglich Handel und Dahrlehen. 1623, Regensbarg 23. Februar. Ferdinand II. ertheilt den Juden in Böhmen Privilegien (1. Gegen das Urtheil der Eltesten und Richter der Prager Juden kann Appellation angemeldet werden, 2. die Prager Juden sind nicht verantwortlich für die Schulden anderer Juden, 3. die Juden’haben bei christlichen Gerichten nicht höhere Taxen zu bezahlen, 4. den Aussagen der Prager Eltesten ist vollkommen Glauben beizumessen, 5. die Juden können in Böhmen frei Handel und Gewerbe treiben etc.). 1628,־ Znaim 30. Juni. Ferdinand II. gibt neuerdings den Juden in Böhmen Privilegien14) ,;wegen Ihrer Jederzeit erzeigten gehorsamben Treu vnd aufrechten Beständigkeit“ und bestimmt, dass sie jährlich 40,000 fl. zu zahlen haben, wofür sie von allen andern Lastern befreit sein sollen. 15) 1628. Die Prager Juden zahlen an Francisco Octavio Piccolomini Arragona Duca di Almaffi 12000 fl. 1629. Process der Johanna Meusslin Hofjüdin, Gattin des Mordechai Meussel, wegen des Legates von 1000 fl., welche ihr schliesslich zuerkannt werden. (S. גל עד S. 18.) 1630. Regensburg, 18. August. Ferdinand II. verordnet, dass jeden Sonntag wenigstens 200 Juden eine katholische Predigt anhören müssen/ 1632, Prag 24. July. Der Herzog zu Mechelburg und Friedtlandt bestimmt, dass die Juden in Prag wöchentlich 400 fl. zu erlegen haben und sonst von allen Abgaben frei sind. 1635. Herman Buchdrucker und Ventura Said werden wegen gefährlicher politischer Reden eingesperrt. 1636, Prag 23. April. Möses Prefsnitz (Prossnitz?) Prager Juden Gesuch an den Kaiser, dem Denuncianten (9>aedas Schegaree) des Joachim Buchdrucker, welcher, wie zu beweisen ist, dem Moyses Stainakhopf Gift gegeben hat, nicht zu glauben. 1648, Prag 8. Apr. Ferdinand III. gibt den Juden Privilegien (die Juden dürfen alle Gewerbe treiben, mit Ausnahme Schwerdtfeger, Platner, יי) Es war: den Juden damals verboten, Handwerke zu treiben; die löbl. Zünfte sahen jedoch ihre Privilegien noch nicht genugsam gewahrt. 14) Der damals commandirende Fürst Licliienytein gestattete den Juden in Prag, Christenhäuser anzukaufen und darin zu wohnen, und Ferdinand H. bestätigt diese Verfügung. י*)■ Iin J. 1632 wurde diese Summe auf 20,000 und 1654 auf 15,000 reducirt. Es traten aber andere indirecte Steuern an die Stelle, die mit der Zeit sehr anwuchsen.