Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band V. 1862
- Issue
- No. 26 März-April
- Date
- 1862-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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hiesigen Reformu). *— Oder sind etwa unlef den Gegnern der Cultusümgestaltung nicht manche, die von der Vergangenheit des Judenthünis sich kaum Jugendreminiscenzen bewahrt haben, die entweder ohne alle, oder ohne jüd. Nachkommenschaft, auch für dessen Zukunft nicht ein persönliches Interesse, sondern ־*־*• auf.dem Gebiete der innersten Ueberzeugung — einen fremden Standpunkt mit einem, begreiflicher Weise darüber hinausgehenden Eifer vertreten? Der Vf. des GA., welcher das Verhalten der Vertretung einer grossen Genieinde in Oesterreich bei der Orgelfrage zum Muster aufstellt (S. 9), hat wahrscheinlich nicht gehört, dass die Rede des oben erwähnten Dichters und Secretärs jener Gemeinde den Ausschlag gegeben haben soll; denn dieses GA. steht in religiösen Fragen nicht auf einem Extrem״ welche^ in dem ent‘- gegengesetzten seine Bundesgenossen sucht. Aber derjenige gerälh auf einen sehr schlüpfrigen Boden der Argumentation, der in den religiösen Differenzen der Gegenwart nur auf einer Seite Charakterlosigkeit, IndilFerentismus und noch Schlimmeres hervorhebt. Und mit welchem Rechte wir(1 gerade das eine Element in der freien Entwicklung der Formen des jüdischen Gottesdienstes zum Schibolet — nicht der Reform überhaupt, sondern derjenigen Richtung gestempelt, welche unter der Bezeichnung ״Reformjude44 zum ״Hep Hepu geworden ist? Ist die Orgel darum identisch mit Berliner Reformgemeinde, wreil diese auch die Orgel aufgenommen hat? Wenn, die Wissenschaft stets ein warmer Advocat vorurteilsloser Beurteilung des Judentums überhaupt istצי), so muss sie, wenn solche Vorurteile in dessen Innern existiren, dieselben bekämpfen, anstatt sie zu bestärken, die Anhänglichkeit an den hohen Wahrheiten desselben nicht vom Gebrauch eines Instruments abhängig erklären, dessen Verhäitniss zur Andacht eine reine Zweckmässigkeitsfrage ist. S. D. Luzzatto, der jetzt wegen seines Eifers gegen Spinoza ein literarisches Märtyrertum erleidet, schliesst seine gelehrte* Einleitung in das römische Machsor (1856) mit dem Wunsche* dass man die verschiedenen Riten durch eine Auswahl der besten Pijjutim vereinige, u. damit den Spöttern den Mund schliesse. Angemessener für Wissenschaft und religiösen Eifer ist jedenfalls ein ״frommer Wunsch,44 als schonungslose Verdammung. -— Wir können nur wünschen u. verlangen, dass Alle, welche Reformfragen behandeln, ihre consequenten oder modiflcirten Ansichten, welcher Richtung immer, sachlich begründen, ohne Fremdes einzumischen, dass sie die Geschichte der Gegenwart mit* derselben Gewissenhaftigkeit darstellen, welche sie für das Alterthum in Anspruch nehmen.j LEV1, GIUSEPPE. Parabole, Legende e Pensieri raccolti dai Libri thalmudici etc. e tradotli. 8. Firenze* F* Le Mounier 1861 (452 S.) [599) [Angezeigt v, Dukes in Ben Chan. S. 291. Das Druckjahr hat uns Luzzatto, mitgetheilt.] (MOSAR, ALEX.). דע מד« עזחשיב לאפיקורס Beleuchtung des Pentateuchs. 8. [Berlin], Dru$k v. J. Plessner [1862]. (26 S.) [600] [Ohne Tit.-Bl.; zuletzt unterschrieben ״der am 30. Juni 1772 geborne Alex. Mosar“ (sic). Der ״Nachtrag“ ist besonders abgedruckt mit einer (März 1862 datirten) Anschrift, worin der Vf* bittet ,*mir Ihre Meinung über die Anordnung des HB. 1859 S.46 Anm. Ia) M. Sachs> Beiträge passim.