Mannheim
Compact Memory

Hebraeische Bibliographie · 1861-07-01 · No. 22 Juli-August · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band IV. 1861
Issue
No. 22 Juli-August
Date
1861-07-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2249537-7176748-7176764--0542-2250058
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

87 Satz eine Verweisung folgt, und man mitunter nicht sicher ist, ,welche der widerrufenen Ansichten die gültige sei. Ich gestehe, dass ich bisher nur einzelne Theile des so reichhaltigen Buches gelesen, aber die Anzeige ohne Ungerechtigkeit gegen Vf. u. Leser nicht so lange verschieben konnte, bis ich es durchstudirt habe. Es ist aucli das nicht nöthig, um etwa zu folgendejn Urtheil zu gelangen. Das Ganze ist mit Sachkunde, Fleiss und Vorliebe zusammengetragen, die im s. g. Anhang u. auch sonst mitgetheilten Originalien, — weniger die zum Theil bekannten Material- Sammlungen, — verdienen alle Aufmerksamkeit, um so mehr, als der Vf. daraus sehr gewagte Resultate ziehen möchte, ohne selbst auf die Fälschungen der älteren Käräer das gehörige Gewicht zu legen, — und kann ich diesen gegenüber nicht mit Geiger (oben S.44) der unabsichtlichen Selbsttäuschung, grade bei den Karäern, ein so grosses Ueborgewicht einräumen. Das Werk P.’s ist, wie es sich bezeichnet, eine- (verdienstliche) Vorarbeit ״zur Geschichte“ des Karaismus, deren Frucht der Wissenschaft nicht entgehen wird ל wenn auch Nachbeterei, Hypothesenmacherei und Charlätanerie wiederholt dasselbe in Geschichte selbst zu verwandeln sich bemühen. Man hätte, freilich lieber mehr vollständige gute Abdrücke als Excerpte gewünscht, die stets mit einem Auge nach dem Kostenpunkte hin zugeschnitten sind, ohne dafür den Vf. verantwortlich machen zu können. Vielleicht werden die Karäer selbst etwas vom enormen Erlöse ihrer HSS. der Veröffentlichung ihrer Schriften zuwenden.] ממתיק סוף מאמר ויכוח על דברי ריבות בישראל עלי אודות ם׳ דרכי המשנה חברו'הרב הה׳ טוהר״ר וכריה פראנקל מאחי שאול יצחק קעטפף, דאקטאר .8 .וכר׳ ופו׳. פראג, שנח אמתיק סוד {sie) של הפילוסופיא ללMamtik sod. Beleuchtung des FranlceVsehen Werkes : ״Hodegetik zur Mischna“ in dogmatischer Beziehung v. JDr. S. J. Kaempf“. 8. Prag (Dr. v. Freund) D. Ehrmann 1861. (26. S., 8 Sgr.) [233] טאטר משלח מנות יכלכל שחי טנות טדעיות -אשר שלחתי בימי הפורים .8 .פראג, חר'כ .(sic) חרי״ט, חר“כ) אנכי יעקב רייפטאןן) Mischloach Manot zum Purimgeschenke, in Analecten bestehend, von J. Reifmann. 8. Prag^ Dr. bei S. Freund 1860. (79 S.) [234] [Wieder grösstentheils Speeimina, z. B. die 2. Hälfte über Sabbatgebräuche, kurze Bemerkungen, Conjecturen, Emendationen — z. B. S.28 zu Moreh I, 16, wiederlegt durch den längst edirten arabischen Text; warum erkundigt sich der Vf. nicht erst über solche Dinge, wenn er die Bücher nicht besitzt? Warum scheut er sich S.26 den חכבן אךןך {Geige!'?־) zu nennen? Die alphabet. maieria medtca S. 29-40 hat ohne Quellen keinen historischen Werth, höchstens einen practischen für Russland, wo man sich noch aus alten hebr. Büchern curirt. Möchte man dort die hier gegebenen »Elemente der Kritiku (S.40) beherzigen, und den Vf. in den Stand setzen, in voller Ausdehnung zu üben, was er lehrt; an Witz und Belesenheit fehlt es ihm nicht, vgl. HB. II. S. 103. *)] während ich es ausdrücklich als eine Uebers. aus Marbod nachweise, und bemerke: ״Nec Stylus nec argumentum Karaeum prodit auctorem, sed ... auctorem homonymum male conjecerunt“! Ich habe inzwischen bei Meyer (Gesch. cL Botan. 11,25) eine, vielleicht mit jenem Buche zusammenhängende Notiz gefunden. Die beiden Briefe des Evax (her. v. Alardus) verrathen, nach Meyer, durch Form und Inhalt ihren Ursprung aus dem finstersten Mittelalter und die wiederholten Anrufungen des hochsten Gottes scheinen ihm einen jüdischen Vf., vielleicht einen Anhänger der Kabbala, anzudeuten. Dahin deute auch eine Spur, auf welche Beckmann in seinen Anmm. zu diesen Briefen hinweist, ohne sie weiter zu verfolgen: nemlieh die, ״freilich schlecht verbürgte“ Nachricht, die Bücher des Evax wären durch Juden zu Toledo an’s Licht gezogen und verbreitet. Sollte hier Evax eben nur der Marbod’s sein? Ueber Wunderkräfte der Edelsteine bei Juden im Mittelalter s. Grimm, Myth. S.1142 bei Weisman, Alex. 1,547. נ) Von wem kann man חוט המשלש u* קול מבשר beziehen? Die Freund’sche Druckerei hat unsere Bestellung nicht effectuiren können.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.