Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IV. 1861
- Issue
- No. 22 Juli-August
- Date
- 1861-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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83 den ersten Sabbath nach Neujahr auszeichnete, bis auf den folgenden aufschob, wenn man ungewiss war, ob der Neumond schon erschienen sei/6 Dieser Satz enthält ebensoviel Unrichtigkeiten, die noch dazu alles Sinnes entbehren, als er Theile hat. ״Den ersten Sabbath nach Neujahr zeichnete man durch besondere Gebräuche aus66 $ wer weiss etwas davon? worin bestanden diese besonderen Gebräuche? Diese besonderen Gebräuche verletzten die Sabbathgebräuche“; wie ist das zu verstehen? ״Wenn man ungewiss war, ob der Neumond schon erschienen sei,, trug man daher Bedenken, wegen dieser besonderen Gebräuche die Sabbalhgebräuche zu verletzen, und schob sie auf den folgenden Sabbafh auf66. Ungewiss, ob der Neumond schon erschienen, konnte man an dem auf das Neujahr folgenden Sabbathe nur in sehr entfernten Gegenden sein, und von einem Aufschieben der ganz unerhörten besonderer! Gebräuche auf den folgenden Sabbath weiss natürlich kein Mensch* Für alle diese Neuigkeiten giebt Ew. nun keinen Beleg; offenbar aber beruht das Ganze auf einem Missverständnisse der folg. M. 5, welche lautet; בין שנראה בעליל בין שלא נראה בעליל טחללין עליו אח השבח , רבי יוסי ■אומר ״ אם נראה בעליל אין טחללין עליו אח השבחsei es, dass der Neumond ganz deutlich (alsbald bei Sonnenuntergang *)) sichtbar war, ״sei es, dass Dies nicht der Fall, entweiht man deshalb den Sabbath. B. Josse jedoch behauptet, wenn der Mond ganz deutlich gesehen worden, dann dürfe man den Sabbath deshalb nicht entweihen.66 Die Stelle ist durchaus klar. R. Josse glaubt, wenn der Mond so sichtbar gewesen, dass nicht bloss die Zeugen auf den Bergen ihn schauen gekonnt, sondern dass alle Welt ihn gesehn, so sei es unnöthig, und daher unerlaubt, dass die Boten die Sabbathgesetze bei ihrer Ä) ־בעליל *st e*n Hapäxlegomenon in der Mischnah und kommt nur noch in Thosseftha Sotah c. 9 Anf. vor (angef. j, das. 9,2, b. das. 45a u. Sanhed. '14a,b): נמצא בעליל העיר (richtiger in den Gern. לעיר)• Bie Bedeutung, welche beide Gemaren zu unserer St. dem Worte beilegen: offenliegend (מי4לי ,מפורסם) h3t dem Sinne nach wohl richtig, aber sie kann sich weder auf das bibl. Hapaxleg. Ps. 12,7 stützen, wie die Gern, wollen, noch lässt sie sich etymologisch rechtfertigen, noch endlich passt sie für die andere Stelle, kommt aber offenbar von aram. gleich dem hebr. בןא , her, und bedeutet wie בא השמש und wie מעלי שמשא Ban. 6,15 und sonst thalm. u. syr. מע^א (offenbar ebenso 0מעלה ךןך Bicht. 8,13) ״Sonnenuntergang“, da, wenn der Mond alsbald bei Sonnenuntergang sichtbar ist, bei Niemandem ein Zweifel obwalten kann. ב;{לי^ ^יך in der zweiten Stelle heisst ebenfalls gleich מבןא: unmittelbar am Eingänge in die Stadt. Diese Deutung giebt offenbar Aquila auch dem Worte Ps.12,7: xcngovv rfj yy9 eingehend in den Boden; und scheint Dies auch die richtige Erklärung dieser Bibelstelle zu enthalten, indem im Schachte selbst die Reinigung des Silbers vorgenommen wird. — [Nach D. Kimclii9 p.258 ed. Berl., wäre der Stamm ’• auch bei Koreisch p.28, unter □ ל lind dem Karäer David b• Abraham (bei Pinsker S.,קנה) unter י בע aber erklärt durch 4מצבוב מפר uיחצויב ״ ausgegossen, herabgegossen, hebr. מןצק; —letzteres wird aber, mit Rücksicht auf Job 38,38, noch von Ibn Esra (s. מורה ,11,156 ציןן המורה s. 113, 25 ,1,1 צרה לךךך Bl. 21 ed. Riva) für Centrum gebraucht, während schon Äbr. b. Chijja das arab. מרכן adoptirt, welches ein Gräcismus ist, nemlich von dem im Mittelpunkt festgesteckten Zirkelfuss; jSj heisst ״defixit in terram hastam.“ £(.]