Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IV. 1861
- Issue
- No. 21 Mai-Juni
- Date
- 1861-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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72 zugsweise neue Bücher und Ausgaben sind. *י— Eine streng wissenschaftliche Critik ist durch die Bemerkung im Vorw. (S.VI) abgelehnt, dass der Catalog bloss ״eine möglichst kurzgefasste Liste sei und auf wissensch. Anordnung und Beschreibung durch* aus keinen Anspruch mache“; um so mehr hätte dem practischen Bedürfnis? Rechnung getragen, und das dreimalige Nachschlagen erspart sein sollen, — wir setzen nämlich voraus, dass die Geber nicht, wie Douce in Oxford, die Gabe durch die egoistische Clausel verbittert, dass ihre Geschenke auch nicht in den Catalogen einrangirt werden dürfen. Die alphabethische Anordnung wird übrigens auch bei wissenschäftlichen Zwecken noch immer genug für sich haben. Wir finden aber auch nicht, dass die hier obenangestellte Eigenschaft der möglichsten Kürze consequent und zweckmässig zur Geltung gekommen, denn es sind längere Titel, selbst nichthebr. Werke, oder deutsche u. lat. Titel hehr. Werke, mitgetheilt, bei den hebr. ist häufig der Inhalt angegeben, und zwar gleich bei dem ersten (S. 381) אבודרהם , das zu den bekanntesten gehört, häufig aber nicht, so dass mehr Zufall ’und Bequemlichkeit des Titelabschreibeus als ein Princip befolgt scheint; so z. B♦ fehlt bei רקן־יןק (S. 84 u. 2100), welches gar nicht unter Hebr. gehört, der eigentliche Titel ״Chald. gramm.“ und d. Yf. Munsterus (s. Handb. S. 97 n. 1377, wo der hebr. Titel übergangen). Selbst der Autorname fehlt nicht selten und bei weniger populären Werken. Vollständigkeit und Richtigkeit der Druckorte und Jahre ist wohl den Bearbeitern des Catal. zur Pflicht gemacht worden, und war jeder Verstoss dagegen zu berichtigen^ Der von vornherein abgelehnten Critik kann nicht zügemuthet werden, das Unterlassene nachzuholen, und möge einiges bei flüchtiger Durchsicht Bemerktes als Berichtigung genügen. S.81 אהלי יהודה fehlt Autor n. D^uckängabeאוצרות חיים י (Catal. Michael) ist nicht von Steinschneider (S. 81), der nur das Register hinzugefügt, במוח (S. 83) ist in Görz 1809, כימיא (S.87) eigentlich v. Satanow, לחם ושמלה zwischen die Theile von ל' הפנים gerathen, משרח משה (S. 92) ״von dessen Schüler“ hochstens im uneigentl. Sinne. Indem ich noch um gefällige nähere Auskunft über 92 •8) סליחה משובחה,vom vf. des פנים מסבירות? Catai. s. 1997 u. 3009) bitte, da mir bisher kein Frankf. Druck vom J. 1731 ff. bekannt gewesen (vgl. Wolf IV, 452), schliesse ich mit dem Wunsche, dass man auch einige Sorgfalt für solche Verzeichnisse um so weniger für überflüssig halte, je mehr Anspruch auf Beachtung die Sammlungen selbst machen dürfen.] II. Vergangenheit. Die Familie Itzig (Jafe) in Berlin. Nach einem unbekannten Gelegenheitsgedicht von Satanow. Au den Namen Itzig gruppirt sich eine interessante Partie berliner Culturgeschichte, deren Bearbeitung kaum jetzt noch möglich ist, da das Ausscheiden so vieler darin figurirenden Persönlichkeiten aus dem Judenthum und die überhaupt in diese Zeit fallenden vielfachen Namensveränderungen den Bearbeiter auf ausserliterarische, allmälig versiegende Quellen hinweisen. Mancherlei Material wird die, vom hiesigen Gemeindevorstande beschlossene Herausgabe der Grabschriften des alten Kirchhofes bringen (vgl. HB. II S«42). Wir geben hier einen kleinen Beitrag nach einem Flugblatt, welches, Y0n Landshuth aufgefunden, sich jetzjt im Brit. Museum befindet, da es in Berlin keinen bedeutenden Sammelplatz und nicht genügendes, durch materielle Mittel sich kundgebendes Interesse für die literarischen Denkmäler unsrer Vergangenheit giebt. Die angefügten Notizen verdanken wir Zunz und Kayserling, Letzterem gehört auch die Schlussbemerkung. Isak Satnow begrüsste den durch Reichthum und Freigebigkeit gleich-?