Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IV. 1861
- Issue
- No. 20 März-April
- Date
- 1861-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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44 sehn, je drei Male, u. zwar bloss in grammatischen Dingen angeführt. Diese Anführungen scheinen iammtlich ans den Zusätzen, die er, wie mir auch aus Anführungen bei Ibn-Esra wahrscheinlich ist,׳ zu seiner Uebersetzung der Werke des Chajug9 gemacht hat und in denen er es liebte, Chajug9 gegen Abulwalid in Schutz zu nehmen oder mit einer dritten selbstständigen Ansicht beide zu berichtigen. Bei den andern Stellen geht das aus den behandelten gramm. Formen hervor; ausdrücklich aber heisst es in der ersteh stelle des Kein (ed. Gösiow. 3. b): והורה ר7 משה על דברי ר' יהודה . In dieser Stelle wird Moses, der sonst und auch hier im Verfolge einfach ר7 משה הכהן heisst, nach der bei Karaern üblichen spielenden Weise, die dem Verdorbenen Geschmacke als poetische Eleganz erschien, Anfangs 7ך משה הכהני הנודע אהרומ genannt. Da dieser Zusjtz הנודע אהרוני nicht etwa bedeuten kann, Moses' Vater habe Aaron geheissen, indem wir von Morinus erfahren, dass er vielmehr Samuel geheissen habe (Wolfl S.S98), so würde nichts Anderes darunter zu verstehen sein, als er sei ein Ahronide, d. h. Koben, und diese Tautologie wäre selbst bei den nach Eleganz haschenden Karaern, namentlich bei dem sonst knappen Aaron b. Josef, unerträglich. Da wir nun bei Pinsker in Likkute S.66ff. einen Schriftsteller finden, der משה הבהני ומבני הזמן אחתני genannt wird, so liegt die Vermuthung nahe, dass auch hier אחרוני (mit Cheth) zu lesen ist,*) Aaron b. Josef also in seiner kurzen Art bloss das eine Wort aufgenommen hat. Wir können diesen Beinamen des ״ Jüngernu für Mose Kohen nun auch wohl dahin erklären, dass er damit als der nach Chajug9 u. Abulwalid zur Entscheidung Auftretende bezeichnet wird. Es ist demnach auch anzunehmen, dass Moses Kohen, der bei .Pinsker S.70 (vgl. S. 180f.), übereinstimmend mit Chajug^ 3) קאה Mos. 18,28), weil der Ton auf der Ultima steht, als Partie, betrachtet und Abulwalid bestreitet, der es als Prät. auffasst, kein anderer als G'ikätilia ist, und offeubar folgt Aaron b. Joseph in Mibchar z. St., der mit kurzen Worten dieselbe, bei Pinsker weit ausgeführte Ansicht vorträgt, nur dem Werke des Moses Kohen, wenn er ihn auch daselbst nicht nennt. Bei Pinsker aber haben wir nicht die eignen Worte des Moses Kohen vor uns, sondern die eines, die Ansicht des Moses Kohen nach seiner Art verarbeitenden Karäers, der Chajug', weil er ihm unbekannt war, mit Koreisch verwechselt und diesen משכילנו nennt und ihm die Eulogie יר״א anfügt, d. h. ihn zum Karäer macht. Dasselbe gilt öffenbar auch von der breiten Stelle, in welcher Moses Kohen sich angeblich gegen die rabbinische Auffassung der Leviratsehe und noch anderer ehelicher Bestimmungen bei gewissen Verwandtschaftsgraden ausspricht und auch im Namen Koreisch9s eine weitläufige Bestreitung talmudischer Annahmen änführt. Wir haben es hier sicher mit einer jener, in karäischen Schriften häufigen gränzenlosen Verwirrungen zu thun, die wohl mehr durch die masslos leichtgläubige, sich selbst täuschende Voreingenommenheit der Karäer herbeigeführt worden, als durch wirklich absichtliche Erdichtung, die utfs aber jedenfalls sehr vorsichtig machen müssen, wenn *) [So las ich auch in der That in der Leydner HS., s. die Stellen in meinem Ca tal. p. 1820 unter Mos. Gik., vgl. auch den Leydner Catal. p.234 Anm. 1, wo Siincha Bl. 21b zu lesen ist; Handbuch S.XII n.5. Die speciellere Ausführung Geiger’s wird die Zustimmung jedes besonnenen Forscher# erhalten... £L]