Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band IV. 1861
- Issue
- No. 19 Januar-Februar
- Date
- 1861-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 [32 (Comm. v. Fritzsche, Dr. y. W. F. Hacker in Riga) I 1857, II 1859, III u. IV 1860. (51, 48, 41 u. 39 S., zusammen 2 Th.) [32] [Dem IV. und letzten Hefte ist ein Halbbogen (1-V111) beigegeben, welcher den allgemeinen Titel und Inhaltsverz. zu beiden Bdn. oder Abtheil, enthält, mit der Jahrz. 1850-60; Bd. 1 (4 Hefte XVI u. 315 S. 1850-3) kostet 2% Th., und ist, nach einer Privatmitth. des Vf., nahezu vergriffen; das j. 1858 in OB, 1 S. 12 ist ein Irrthum.]' 111• Allgemeine Literatur• DIETER1CI, FR. Die Naturanschauung und Naturphilosophie der Araber im X. Jahrh. Aus den Schriften der ״lautern* * Brüder“ übersetzt. 8. Ber-. Zm, Nicolai’sche Buchh. 1861. (XVI11. 218 S.) " [33] [Die Schriften dieses Ordens sind noch im!2. Jahrh. in Spanien, auch von Juden studirt worden (s. unsre Notiz III S. 91) *J; ihr ״Aufwand an Denken u. Wissen“ ist also nicht ״an den nächsten Jahrhh. spurlos vorübergegangen“ (wie Gosche; Gazzali S.242 behauptet), vielmehr ist das Verhältniss dieser Encyldopädisten des X. Jahrh., die in gewisser Beziehung ein interessantes Seitenstück zu denen des XIX. bilden, zu Gazzali u. Averroes noch zu untersuchen. Die uns zunächst wegen Josef Ibn Zaddik u. Maimonides’ Urtheil am meisten, aber auch sonst interessirenden Abhandlungen über den Makrou. Mikrokosmos*) werden von Biet, nächstens herausgegeben ,werden. In den vorlieg. VIII naturwiss. Abhandlungen, die gewissermassen die Naturanschauung des gebildeten Arabers *jener Zeit repraesentiren, unterscheidet D fünferlei: 1. die aristotelische Grundlage, 2. neu-platonische Philosopheme (die er, S. XI, noch entschiedener mit dem Christenthum in Verbindung bringen durfte, ohne der ״starren Orthodoxie des Islam“ jeden Einfluss auf die Dogmatik abzusprechen, S. Xn), zu denen sich chald. Astrologie gesellt, 3. die wirk- נ) Die dort ausgesprochene Vermuthung über die Theilnahme von Juden wird indirect bestärkt durch die sehr interessante (hier in treuer Kürze wiedergegebene) Mittheilung Dozy's aus Homeidi (J. A. 1853 T. 11. p.93). Ibn Sadi, ein frommer Theologe aus Spanien, welcher zu Ende des X. Jahrh. die öffentlichen Versammhingen der Mutekcllimin in Bagdad besuchte, fand daselbst ״nicht bloss Muslimin aller Secten, orthodoxe u. heterodoxe, auch Ungläubige, Gebern, Materialisten, Atheisten, Juden u. Christen, kurz allerhand Nichtgläubige.“ Jede Secte hatte ihren Wortführer, bei dessen Eintritt in den Saal Alles sich erhob und stehen blieb, bis er Platz genommen. Als' der Saal gefüllt ,war, begann einer der Ungläubigen: ״Wir haben uns versammelt zu disputiren, unter der Bedingung, dass ihr Muselmänner euch nicht auf eure Schrift (Koran) u. euren Propheten beruft, denn wir glauben an beide nicht, dass also Jeder sich auf allgemeine Vernunftgründe beschränke,“ worauf Alles applaudirte. ״Begreiflicher Weise,“ bemerkt Ibn Sadi, ״besuchte ich diese Versammlung nicht wieder, und als man mich überredete, eine andre zu besuchen, fand ich denselben Scandal.“ — Ist zwischen dieser Anecdote u. der Notiz v. Hai’s angeblichen Disputationen (HB, 11 N. 76, uns. Bern, blieb unbeachtet v. Pinsker, ליקוטי H» 152) irgend ein Zusammenhang? *) Vgl. hier S.153 mit den bedeutsamen Parallelen Gazzali’s טא1ני העיונים caP• 12 u. 22 f., insbesondere über die Ceremonien S.152 mit G. c. 26, (wo u. a. שבעל הנימוס בעבור שהוא מחניף ל מ? שימשך אחריו והיו רוב מן האנשים ישנאו אוחו וכו׳). Nach JD. (S.XV) rührte*freilich die ganze VI. (19.) Abh. ״offenbar von andrer Hand her“ (in der Anro. war direct auf S. 17 zu verweisen, wo sie übergangen ist, vgl. die Ueberschr. S. 141: ״gehört zu d. Abh.“). Vielmehr scheint sie ursprünglich die Vlll., also paraenet. Schlussabhandl. (s. S.160), ein natürlicher Uebergang zum Mensehen als Mikrokosmos (s. ״d. Streit“ 8.228, vielleicht schon mit Beziehung auf Kohel. 9,14? Zu der ״wohlverwahrten Tafel“ und ״der Mensch ist das Buch“ rgl. uns. Abh. unten S.23 A. 27).*