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Hebraeische Bibliographie · 1860-11-01 · No. 18 November-December · p. [Seite 112]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band III. 1860
Issue
No. 18 November-December
Date
1860-11-01
Page
[Seite 112] (sequence 3)
Language
German
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103 1040] - {Die uns zugekommenen 9 N. l) enthalten u. A. eine Biogr. des Abraham Jarchi v. Reifmann, über ר׳ יונתן סוף מעשה von ■J• Levi.] המאסף The lebrew Review and Magazine fbr Jewish Literature. New. Series. ,[Edited by 1. I. Brasil*.] Vol. I, 8. Londonי publ. at the Editors, 18. Mansell Street (printed by Th. Danks) 1860. [1045] , [Alle Woche eine N. v. 1 Bogen, Preis 4 D. monatl. l£ sh. Wir kennen das Blatt nur aus der von Arnst. aus uns zugegangenen N. 39 v. 13. Juli. Von Jüdischer *Literatur“ ist uns darin nichts begegnet, als (S.619) eine Notiz über einen wohlverdienten Bibliotheksbeamten in Oxford.] Schriften des Instituts zur Förderung israel. Lit V. Jahr. Wir haben im vorigen J. (S. 98) einige Bemerkungen zur Beleuchtung des Inst, in seiner Verfassung und in seinem Verhältnis zur Wissenschaft gemacht, deren Riehtigkeit sich immer mehr bewahren wird. Wenn man die Abonnenten auf die Quantitat hinweist, so muss die Qualität leiden; wenn der Maassstab nach dem ״Volke“ genommen wird, so muss der naturgemässe Entwickelungsgang der Wissenschaft verderblich beschleunigt und Unreifes gefördert, indirect die im Judenthum noch übrige Pietät für Förderung ernsten Studiums beeinträchtigt werden. Wir haben bereits bemerkt (II, 99), dass nicht einmal die wenigen Schriften, die zum Aushänge- Schilde dienen, vom Institut hervorgerufen oder gefördert, sondern den Verlegern abgenommen oder überflüssige Wiederabdrücke sind. Die Männer der Wissenschaft lassen sich in ihrem' besonnenen Wirken nicht beirren, und wird für uns nie die Zahl der Abonnenten, sondern die Beschaffenheit der Schriften den Maassstab abgeben. Wir weisen diesmal zur Beurtheilung derselben auf zwei sehr wesentliche Umstände hin. Die Leiter haben einem zunächst von Geiger ausgegangenen Protest gegenüber geschwiegen, auf eine verfrühte’ Nachricht wurde die Verantwortlichkeit für das ungebührliche Auftreten eines Schriftstellers — u. zwar in einer Vorrede — abgelehnt; aber wo so fleissig. Urbanität gepredigt wird,־ sollte man doch hier die Gelegenheit wahrgenommen haben, auf dieselbe einzuwirken, wenn man nicht innerlich zustimmte, ja den Ton selber dazu angestimmt hätte (A. Z. d. J. 1856 n.46). Aber irgendwie müssen doch die Leiter für Inhalt u. Form der von ihnen verbreiteten Schriften einstehen, u. wie können sie es, wenn sie eingestandenermassen die Schriften nicht durchlesen?! Das Mindeste aber, was man verlangen kann, ist correcte Sprache (abgesehen von der schlechten Correctur) und eine nicht unangemessene Tendenz. Das ״Jahrbuch“ enthält einen Aufsatz von 10 Seiten, worin u. A. Folgendes vorkommt: S. 130 hat auch das gegen sich, weil, — S. 131 Meturgemin (plur.), — S. 132 der Vorsatz, sich.. . loszumachen,.. soll uns ... — 133 u. 134 socialistische für sociale, — 134 fünf jüdische Senioren, — 134 Serapis u. Apis weiblich, — 137 Philadelfus, — 138 aus der Sept.... sie umschriebe, u. dgl. *m. Erst kürzlich hat Jost in einer Controverse gegen den Vf. auf sein ״Lehrbuch des hochdeutschen Ausdrucks“ sich berufen {Ben Ch. S. 584); und solche Aufsätze darf man als‘ Repräsentanten jüdischer Historik ausgeben?! — Die Tendenz der meisten bisher beförderten Unterhaltungsschriften ist keineswegs eine, welche die Existenz eines jüdischen Instituts motivirte; Verbreitung höherer, aus jüdischer Geschichte und Philosophie hervorgegangener Ansichten können sie nicht bewirken, und wozu sonstein solches Institut? Aber den diesmal deutsch bearbeiteten Roman (dessen Original ich nicht kenne) wird kein Jude von Ürtheil u. Gesinnung, welcher Richtung er gehöre, lesen, ohne nebst der geschichtlichen und poetischen Wahrheit auch die sittliche Basis religiöser Ueberzeugung bei den jüdischen Characteren, gerade den christlichen gegenüber, zu vermissen. Wir sind neugierig, welche Motive ein jüdisches Institut zur Förderung eines solchen Buches haben kann, als — den Mangel an besseren. — Ortet!; I. Geschichte der Juden... V. Bd. (vom Abschluss des Talmuds bis zum Aufblühen der jüd.-spanischen Cultur). 8. Magdeburg ר Druck u. Verlag v. A. Falckenburg 1860 (VI, 564 u. 2 S.) [1046] י) Der Red. zur Erwiderung des Geehrten vom 23. Nov. (erh. 16. Dec.), dass wir die Angabe einer Buchhandl. in Leipzig vorschlagen.

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