Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band III. 1860
- Issue
- No. 17 September-October
- Date
- 1860-09-01
- Page
- [Seite 100] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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1042] LifMhiti (l»r.), Rabb. in Danzig ל bekannt als Mi* *chna-Comment*lör, starb am 3. Tischri (19. Sept.) 82 J. alt (nach המגיד p<153)* [1039] lll&gr, S. 1. in Amsterdam, seit 1820 im Amt u. schriftstellerisch Ihätig, hat den Orden des niederländischen Löwen erhalten ( Weekbl.n.8). [1040] Seligsohl (Dr. flerrm.), ein junger, strebsamer Schriftsteller. (ygli HB. 11 N.461) Schüler des Breslauer Seminars, starb am 8. Mai, im Alter von 26^7 Jahren. ״Nekrolog“ v. Frankel in dessen Monatschr., Juniheft S.239> , [1041] (Gajjat)’s Halachot, auf welche Dernburg schon im J.1844 hingewiesen, und von welchen seitdem mehrfach die Rede gewesen, werden so eben (wie״״uns Hr. Stud. Bloch in Würzburg mittheilt) nach der Abschrift Goldberg’s mit einem ״gründ־. liciien, quellennachweisenden Commentar“ des als Talmudisten rühmlich bekannten Würzburger Districts-Rabb. Bamberg er, im Verlag des Rabb״ S. Bamberger zu Fischach bei Augsburg, herausgegeben. Einige Blätter des Tract. Pesachim ־ (wenn wir uns, recht erinnern) .waren bereits vor mehren Jahren durch Böhmer hier, nach Goldberg’s, damals nicht weiter reichender und nicht überall für die Veröffentlichung ausreichender Abschr. gedruckt. Wir hoffen, dass diesesmal von den sämmtiiehen vorhandenen Halachot die Rede sei, und in nöthigen Fällen die pariser HS. zu Rathe gezogen werde, ehe zu anderweitigen krit. Hilfsmitteln Zuflucht genommen wird. Eine objective Beleuchtung darf auf den Dank AUer rechnen, welche sich überhaupt für jüdische Wissenschaft mit mehr als blossen Declamationen interessiren, da Isak Ibn Gajjat zu den ältesten halachischen Autoritäten Europa’s gehört. Das Todesjahr 849 (1089) giebt sein Schüler Moses Ibn Esra in einem kleinen aber interessanten Artikel seines bekannten arab. Werkes, in Original mit lat. Uebersetzung mitgetheilt in uns. Catal. p.llll (vgl. d. Add.). [1042] 1L Vergangenheit. Aetenstücke u. s. w. Von 41. W*lf. 5. Serie/) f 1496, Sonntag vor Luciae. Kaiser Maximilian befiehlt, dass die auf seinen Befehl aus Steiermark und Kärnten vertriebenen Juden in Marcheg wohnen sollen. Die Christen sollen sie um einen ״ziemlichen“ Zins in ihren Häusern wohnen lassen, bis die Juden ihre eigenen Häuser erbaut haben. >) 1496, Freitag vor dein Neujahrtstag, Kaiser Max bestimmt, dass die Juden, welche am Dreikönigstage Steiermark, Kärnten, Neustadt u. Neu-Kirchen verlassen sollten, um nach Marcheg u. Eisenstadt zu ziehen, in ihren ־*) S.43 Z.l v. u. grad 1. gnad; — S.74Z.12: 1476 1.1478 u. Kifel statt Kisel. Die Originalacten haben stets, Karl mit K. *) Es liefert dieses neuerdings den Beweis, dass der Grundbesitz den Juden in Oesterreich in alter Zeit nicht verboten war. Kaiser Max erliess bekanntlich obiges Gesetz in Folge der Bitte der Prälaten, welche für die Ausweisung 38000 Pf. Pfennige bezahlten. Unter dem Vorwände, dass die Juden Christenblut gebrauchen, wurden sie aus*dem Lande gewiesen. — Als die Stände Steiermarks zu Anfang dieses Jahrhunderts beim Kaiser in einer Audienz wegen grosser Steuern klagten, wurde ihnen bemerk^ man :würde den Juden gestatten, nach Steiermark zu ziehen, diese werden schon Steuern zahlen. * ׳“ ־