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Hebraeische Bibliographie · 1860-09-01 · No. 17 September-October · p. [Seite 87]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band III. 1860
Issue
No. 17 September-October
Date
1860-09-01
Page
[Seite 87] (sequence 2)
Language
German
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78 kenntnissen gegenüber halten wir es für gerathen, unser Urtheil wiederum mit milder Schonung auszusprechen. Wir wollen daher die nur zu nahe liegende RecHmihation unterdrücken, die ,,jeder bessere Sachkenner“ ohnedies in sich ausspricht, wenn er in der Anm. zu der ersteren angef. St. neben Anerkennung * der Gelehrsamkeit in den Arbeiten von Zunz denselben doch bezeichnet findet als ״einen völlig einseitigen u. in alle schwere Vorurtheile befangenen Juden“! Ein solches Urtheil richtet sich selbst u. den, der es ausspricht. Ebenso wollen wir das ganz unsichere Tasten eines auf diesem Gebiete ganz ungeübten Anfängers, neben Aeusserungen, die vom Rühmen über Besserwissen strotzen, mit Stillschweigen übergehen. Allein berichtigen müssen wir für die Leser dieser Abhandlung die vielen Ungenauigkeiten, die oft das ganze Sachverhältniss verwirren. Das Bruchstück nämlich ist aus dem Abendgebete des zweiten Tages im -Hüttenfeste und des Schlussfestes, welches als achter Tag dem Hüttenfeste sich anschliesst, enthält demnach Stücke der gewöhnlichen Gebete, welche für jeden Abend im ganzen Jahre feststehen, mit Einschaltung der besonders für die genannten Abende gedichteten Festgebete. Also das gewöhnliche Abendgebet, תפלת ערבית, nicht ת' מנחה , wie E. S.218 sagt, welches das vorangehende Nachmittogsgebet ist, auch nicht bloss für das ״Herbstfest“ 11. ״der Aehnlichkeit der Feier wegen auch in ראש השנה aufgenommen“, wi&.E. S.222 u. A. 8 behauptet, wohl weil er die Phrase ״Hütte des Friedens“ darin findet, die aber bloss als eine poetische der Bibel entlehnt ist, ohne besondere Beziehung auf das Hüttenfest. Diese Stücke des gewöhnlichen Abendgebetes sind allerdings ihren Grundbestandteilen nach sehr alt, sind aber. keineswegs als Dichtungen im eigentlichen Sinne zu betrachten u. nicht in Verse abzutheilen, von denen ״immer vier näher zu einander gehören und für sich eine Wende bilden sollen“, wie E. meint. Es ist Prosa, die als Gebetspräche an sich gehoben ist, noch mehr dadurch dass sie Entlehnungen aus poetischen Büchern der Bibel aufnimmt und dass sie endlich wie jeder sprachliche Nachwuchs weniger ursprüngliche Einfachheit hat u. mehr um künstlerischen Schmuck bemüht ist. — Die gereimten Festgebele hingegen sind jung u. in dem gewöhnlichen polnischen Ritus zu den genannten Tagen zu finden, sind daher viele hundert Male gedruckt, während es E. ״bis jetzt nicht gelungen ist, aufzufinden, ob dieselben schön früher irgendwo gedruckt seien“ (S.223). Das בנה סוכתך nämlich S.220T., wo die Drücke in Z. 3 צאנך u. Z. 4 noch כמקדם nach הפוץ lesen -״ ist aus dem zweiten Tage des Hüttenfestes u. gehört Jechiel ben Isaak an, — von dessen Namen in dem genannten Stücke die Buchstaben כן יצח enthalten sind —, der nach Heidenheim (Einleitung über die Paitanim) in einer Hdschr. Michelman aus Sulzbach genannt wird u. nach Landshuth (Ammude I S.101) wohl identisch ist mit dem aus dem J. 1381 vorkommenden Jechiel. Das Stück המכר הוכר ♦!), nicht הין) S.219 gehört dem Schliissfeste an, u. der Vf. des ganzen dazu gehörigen Cyklus ist Daniel b. Jacob (Landshuth a.a. 0. S.61); richtiger sind die gedruckten Lesarten דור#יך£ Z. 3 u. נעורים Z. 4 für die sinnlosen 'ד u. נשרים bei E. Der Codex, dem das Blatt entlehnt ist, ist demnach ein deutscher, frühestens aus dem Ende des 14. Jakrh״ u. die

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