Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band III. 1860
- Issue
- No. 15 Mai-Juni
- Date
- 1860-05-01
- Page
- [Seite 69] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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*0 gepflegten Stadien beschäftigt wär, die rechte Stelle. Wenn Immanuel früher, Von den verstorbenen nichtjüdischen Frommen sprechend, sagt, er habe Keinen er* kannt, 80 will doch dies bloss sagen, dass er überrascht gewesen, im Paradiese Männer zu finden^ die er hier nicht erwarten zu dürfen glaubte; daraus schliessen zu wollen, qu’il n’avait point eu de relations en dehors des israelites, ziemt sich nicht, wenn man •die Worte des Dichters im Zusammenhänge ruhig erwägt. Das Interesse, welches diese Mittheilnng über einen Freund Dante’s 1m Kreise von dessen. Verehrern erregt, bezeugt mir ein Schreiben des Herrn Geh. Justizraths Prof. Witt• in Halle, aus dessen Briefe folgende Mittheilungen zur Ergänzung der bisherigen Forschungen dienen mögen: ״Von den vier Sonetten sind zwei, nicht nur eines, bereits gedruckt. Das erste in Allacci's Baccolti p• 112, das dritte in den Sammlungen von Cino's Gedichten (Ciampi p. 180.) Aus den älteren Abdrükken lassen sich sehr zahlreiche Berichtigungen entnehmen. Bei AUacci heisst die dritte Zeile: Piange la mente mia, and damit ־würde die Hauptgrundlage für die Annahme einer nahen persönlichen Beziehung Manoel's zu Dante wegfallen. Den• noch bin ich nicht abgeneigt, eine solche anzänehmen. In dem Verzeichniss der Dichter bei Allacci p. 53 wird Manoel folgendermassen aufgeführt: Manielo Zudeo da Oobbio. Er war also ein unmittelbarer Landsmann Bösone's, und dass Dante in naher Beziehung zu diesem, vielleicht in dessen Haiise einige Zeit Zu Qubbxo gelebt hat, scheint unzweifelhaft. י Ferner finden sich Spuren, dass Dante sich über einzelne Hebräische Worte Mittheilungen machen liess. Der angebliche hebr. Vers (Inf. VII, 1, vgl. auch Inf. XXXI, 67) ist bekannt. Wichtiger scheint das Molto* coth Par, VH, das wohl richtiger Malcijoth heissen sollte. Auch kömmt Par. XXVI, 134. 136 in Betracht. Sehr interessant wäre zu wissen, ob Ihr Immanuel ben Salomo wirklich in Rom oder vielleicht im römischen, d. h. Kirchen •Staate, nämlich in Bubbiö geboren ist. Wäre Letzteres der Fall, so würde ihre Vermuthüng fast als Gewissheit bezeichnet werden können.‘* *■יי' Zu diesen dankenswerten Bemerkungen des Herrn Witte habe ich bloss hinzuzufügen, dass die L. A. mia st. tua im ersten Gedichte mir kaum als eine Börichtigung erscheint, sie aber jedenfalls, nach dem ganzen Inhalte des Gedichtes, für. die Auflassung des ganzen Verhältnisses zwischen Dante und Manöelio von keiner Bedeutung zu sein scheint. Wenn Allacci ferner den ״Maniel“ als aus 3,00bbiö“ bezeichnet, so ist dies offenbar bloss errathen wegen seines Freundschaftsverhältnisses jeu Bosöne, der dort lebte:; ,dass, aber Immanuel, wenn aueh an Rom' geboren, sich doch vielfach anderswo aufhielt, geht genugsam aus seinen Gedichten hervor.*) *) [Vgl. meine Nachweisungen in der Biographie Immanuels Litbl. 1843 S.22,35. Ungenau ist es aber, wenn Dukes ihn stets ״aus Fermo“ nennt. א£.} , Briefkasten. Hm. R. die Anfrage Jost's in B.-Ch. 3.294 kommt um 2 Jahre zu spat, 8. HB. 1?899. N.207._Hrn, P־r ln W-n. *u einem ״Urtheil“ über bedarf es einer ziemlichen Zeit, die Forts, üb. d. Tischend. HSS. in nächst. N. kommt darauf. Zur!Beziehung Uns., Blattes dürfte es am bequemsten *sein, der Buchh. O. L. in £«eipz. den Auftrag zn. gebeu. Der Red. hat mit dem Vertrieb nichts zu thun, u. die Verlagsbiichh. lasst sich auf schwebende Rechnungen über so unbedeutende Summen nicht ein, daher wir alle Besteller bitten, sich an die ihnen bequemste Post oder Buchh. au wenden, beides macht im Preis keinen Unterschied. Ferner bemerken wir, dass jeder neue Jalirg. neu bestellt werden, muss, u. daher N.7ff. denjenigen nicht zuging, die das verabsäumten.! Vom ersten Jahrg. sind nur noch äusserst wenige Y01I8t. Schreibexpll. vorräthig. Die Buchh. sucht bereits H.5.;zur Vervollständigung noch einiger Exjpll. ׳ Die geehrten Abonnenten, welche im J. 1860 hiiuugekommen sind, können den im vor. Jahrg. zu N.18 beigelegten J)6flid6rat6Hcatalog (mehr als 1100 Werke enthaltend) gratis •verlangen; nur wird gebeten, dass ein bestimmter Verlang!•tt61 darüber durch die betreffende Buchh. oder per Post franco an die Buchh. A. Alber 6t C0. übersendet weide. Die bereits, angeschafften, also zu streichenden Nummern werden wir spater gelegentlich .angeben. Friedlärider’sche Bachdruckerei, iii Berlin.