Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band III. 1860
- Issue
- No. 13 Januar-Februar
- Date
- 1860-01-01
- Page
- [Seite 26] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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17 869] wiederaufkauen; bei den literarischen Verhältnissen der Juden ist das noch verzeihlicher. Wir Verden gelegentlich dergleichen zusammenstellen. Diesmal wird in Jew. Chron. N. 268 S. 2 eine alte Geschichte vom copernican. System im Sohar in Folge einer Anfrage wieder aufgewärmt, worüber 5 Schriftsteller seit 1809 genannt sind in Jew. TM• S.357A.52; aber schon Asarja de Rossi (cap. 11 f. 57b) ging ihnen allen voran und (wie mir Zunz bemerkte) Salomo Levi in 1565 לב אבות Bl. 59b. [866] (Juden in China) sind wieder1) Gegenstand einer Vorlesung in der Nord- China-Abtheilung der Royal Asiatic Society gewesen (Jew. Chron. N.264 S. 7). Der Verfasser scheint das Alter der dortigen Juden als etwas Ausgemachtes zu betrachten; seine Deduction spricht eher dagegen als dafür. [867] (Karäer). In der Royal Society of TMerature las Herr Hogg eine Abhandlung über die Karäer, besonders über die gegenwärtigen in der Krimm. Nach dem Bericht im Jew. Chron. (N. 264 S. 7) zu schliessen, kennt der Vorleser die ältere, interessante Literatur der Karäer nur aus Wolfl [868] (Vriedenthal, Marens Baer), starb zu Breslau im December 1859. Er gehörte zu den äusserst seltenen Erscheinungen eines hebräischen Schriftstellers, der Mittel besitzt, seine (weitschweifigen) Werke auf eigene Kosten drucken und übersetzen zu lassen. [869] II. Vergangenheit. Actenstücke u. s. ־w. von 8• Welf.* *) 4, Serie (Wien im 14. und 15. Jahrh. betreffend). Es sei mir gestattet, dieser Serie von Actenstücken einige Bemerkungen vorauszuschicken. Bekanntlich fanden in Wien zwei Judenverfolgungen statt, die zu den furchtbarsten dieser Gattung gehören, nämlich im Jahre 1349 und 1421. Es ist mannigfach über die Gräuelthaten jener Zeit berichtet worden und siud darauf bezügliche Actenstücke in Senkenberg, Kurzs Hörmeyer etc. abgedruckt. Ich habe bisher kein Document, welches jene Schlächtereien und Scheiterhaufenanordnungen betrifft, oder darüber berichtet, vorgefunden. Weder im Archive des Ministeriums des Innern, noch im Ministerium des Aeussern, im geheimen Haus- und Staatsarchive oder beim Magistrate findet sich eine Spur davon. Sind sie verloren gegangen, oder נ) Vergl. HB. I S. 13; der dort erwähnte Artikel des Ausland ist, wenn mich mein Gedächtniss nicht täuscht, ungefähr ein Jahr später in einer jüdischen Monatschrift abgedruckt worden. *)Unser geehrter Mitarbeiter bemerkt zu unsrer Anzeige (II S. 116) u. A. thatsächlieh, dass der Name ״Bas-Schewi“ auch so in Documenten vorkomme [also, wie nicht selten, im Munde corrumpirt und dann auch so geschrieben wurde], dass Dr. Halfäns Decret die Bewilligung zum Schnittwaarenhandel enthalte, nichts von Praxis etc., [dass also dieser um so weniger mit dem Besitzer der Wiener HSS. zu confundiren ist], endlich dass *Jessensky“ sicher kein Jude war, da in einem Curriculum vitae nichts davon Torkomme.