Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band II. 1859
- Issue
- No. 12 November-December
- Date
- 1859-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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111 Da auch sonst wohl mit anderweitigen Titeln versehene grammatische Schriften in spätem Auflagen unter dem Namen לקלוק erscheinen, war hier zunächst an לשון למודים (erste Ausg. Constantinopel 1506) zu denken, und in der That zeigt sich das Büchlein, bis auf ,die kurze Einleitung, als ein ziemlich getreuer Auszug daraus. Der Verfasser jenes Werkes, David b. Salomo J., soll in Neapel gelebt haben (דה״י לבכי יחייא S. 18), und wiewohl sein Tod von Einigen in den Anfang des 16. Jahrhunderts gesetzt wird, der Druckername Samuel Zarfati aber auf die Mitte desselben hinweist [Catal. Bodl. No. 7ÖS4), konnte die Formel יי^ל, wie nicht selten vorkommt, aus einer Handschrift copirt sein. Das Werkchen hat 7 Hauptstücke, מועלים, die wieder in Capitel, פלקים, eingetheilt sind. Die schon erwähnte Einleitung, über Sprache im Allgemeinen und die Hebräische insbesondere, beginnt ohne Ueberschrift Bl. 2a ganz oben mit den grossgedruckten Worten בגלל מלמוון, ein zweiter Paragraph 2;ביעורן עבליb lesen wir פ לק מולימוי• ליקלל האללמל? nur 4 Zeilen einnehmend, und darauf den Anfang der Gr. ממועל ממוכי באלםילוג לימו בר גם כן פלקים, so dass, da überdies in dem vorliegenden Exemplare ein leeres Blatt zwischen Titel und Einleitung, ein Defect zu vermuthen war. Es sind jedoch die Ueberschriften 'סלק א פלק ב' offenbar durch Nachlässigkeit des Druckers ausgefallen, denn es hat sie die Handschrift, die wir durch Anführung zweier citirten Autoritäten in De Rossi’s Cod. 1306 wiedererkennen. Die dort nur hingeworfene Conjectur hat das Rechte getroffen,][) der Autor oder Epitomator ist David b. Joseph J., der als Jüngling das Buch למול[, לפלללים von seinem Vetter1 2) und Meister empfangen und bei dem Drucke mit einem Lobgedichte begleitet, später 22 Jahre lang die höchsten Ehrenstellen bei der jüdischen Gemeinde in Neapel eingenommen, und von dem Gedaliah (שלשלה המבלה «d. 1587, s. 66) sagt וחבר חבורים ומעורים על חכמה הדקדוק ו&לוסופייא והכם בידי• Ungewiss bleibt es, ob mit den letzten Worten die Handschrift oder der Druck gemeint ist, der wohl c. 1546 in Rom erschienen, seit jener Zeit aber nirgends erwähnt ist, auch nicht bei italiänischen Grammatikern, von dem Beneventaner Immanuel an (1557 ללרירג חן) obgleich er die Einleitung unseres Büchleins wörtlich benutzt,3) übrigens in Cap. 2 seine Vorgänger mit Namen nennt, bis auf S. D. Luzzatto (Prolegomeni 1836), der eine reichhaltige Bibliographie mittheilt. Der Epitomator hat den raisonnirenden und kritischen Theil des Originals weggelassen, dasselbe auch nur zum Theil excerpirt, mit Benutzung der citirten Schriftsteiler, aber ohne die geringste Hinzufügung. Nur an einer einzigen Stelle, nämlieh bei Aufzählung der 8 Conjugationsformen, בלילים, die der Meister mit einem Ausfälle gegen Kimchi auf 6 reducirt hatte, weicht der Schüler von ihm ab; höchst wahrscheinlich in Folge der inzwischen erschienenen scharfen und scharfsinnigen Antikritik Elischa’s (ללל iDsfäj Constantinopel 1517), der hauptsächlich die Angriffe des Efodi zurückgewiesen hatte, nachträglich auch die in למולן לפלללים enthaltenen, fünf Stellen betreffend, von denen aber nur die eben erwähnte in unserem Auszuge reproducirt ist. 1) So mag auch Wolfs Vermuthung (Bibi. Hebr. III p. 188), die er (IV p. 805) zurücknimmt, richtig sein. 2) Der Verfasser schrieb es לקרובו אשר שמו בקרבו, nicht für seinen Sohn, wie Fürst (II, 3) hat. [Vgl. Catal. p. 864 (und Sect. III), wo dieser mit dem in Neapel 1491 vorkommenden identificirt, hingegen der in Constant. 1509 vorkommende David b. Josef getrennt wird. Ueber letzteren fehlen alle weiteren Nachrichten. Ich möchte auch יצו auf den wirklich noch lebenden Epitomator beziehen. &?.] . Möglich, dass beide einem alteren Originale nachschreiben.