Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band II. 1859
- Issue
- No. 11 September-October
- Date
- 1859-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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tische Darstellung von G.’s literarischer Thäiigkeit geben zu können״ (S. 243). Er thut dies in einer klassificirten Uebersicht, zu welcher ein Index nach Titeln tim so inöhr Vermisst wird, als das Material noch weiter in Text und nachträglichen Anmerkk. vertheilt ist. Es bietet sich ihm häufig die Gelegenheit, auf hebr. Boden hinüberzustreifen, ohne die Hilfsmittel desselben direct zu benutzen, und er ist so freuüdlich, uns gewissermassen zu einer Ergänzung von da aus einzuladen (S. 293). Allein so etwas Kann nicht nebenher und gelegentlich geschehen. — ln unsrer, seit 1*5 Jahfe1i gesammelten jüdisch-arabischen Bibliothek ist Gazzali ein grösseres Capitol gewidmet; was im Bodl. Catalog (p. 1000) angedeutet ist, habeii wir dem Verf. gerne zur Benutzung mitgetheilt, # und liegt es uns um so mehr ob, eine hier eingeschlichene Verwechslung zu berichtigen. Die gedruckte Ethik, die ״Wage der Handlungen״, ist, wie dort unwiderleglich iiachgöwiesen, und auch oben (HB. 1, S. 21 A. 1) ausdrücklich bemerkt worden; die Fortsetzung, der »Wage der Gedanken״ (el- Kistäs, im Escur./, — nicht umgekehrt, wie hier S. 2622). —Letzteres Werk, in hebr. Uebersetzungen so häufig (wir selbst besitzen eine alte HS.) ist für Gazzali, den ]Philosophen, senr wichtig, — und verdient es vielfache Beachtung, dass dieses Werk (ti. zw. schon v. Moses Tibbon) dem Averröes beigelegt werden könnte! — eben so wie die Antwört auf 3 Fragen, auf w׳elch’e wir gleichfalls in diesen Blättern (I S. 18) hingewiesen und worüber, wie über einiges Andre, der seitdem zugänglich gewordene Leydner Catalog, (S. 46) ausführlich handelt. Wir beschränken uns somit hier nur ntich auf einige Bemerkungen. Ein Bedenken gegen unsre Yermuthung (HB. I, S. 19 Afim. 1) scheint daraus sich zu ergeben, dass der Yerf. (S. 286) die Anordnung: Logik, Metaphysik, Physik, schon bei Avicenna nachweist; man beachte jedoch, dass Gazzali selbst im Yorw. zur Metaphysik durchaus nicht auf Avicenna hinweist, sondern einen inneren tlrund ängiebt; die Abhängigkeit Schahristani’s v. G. bleibt um So mehr dahingestellt. — In der physik. Abhandlg. in Paris (S. 249, 296) habe ich (Jüd; ‘LiP. S; 398 A. 8) den betreffenden Abschnitt der Maqasid vermuthet; die Worte »ein Schlecht bearbeitetes Stuck seines scholastischen viergetheilten Systems zu sein scheint* (S. 249) sind mir nicht Mar und nicht genügend. Einigemal (z. B. 251, wo sogar eih Schluss auf den Inhalt! 298 A. 23 a) werden hebr. Uebersetzungen angeführt; die in der Thät nicht existiren; die Bemerkung Goldenthars (zur Ethik S. XIX) gegen. Zunz -ist zuih Theil richtig, es werden selbst von jüdischen Schriftstellern (z. B. Sim. Durän) Stellen aus Gazzali’s Schriften citirt, die nie vollständig ins Hebr. übersetzt worden, zum Theil mittelbai* aus Schriften Andrer (s. z.B. Leyd. Catal. p. 43). — Ueber das Ybrhältniss der Uebers. der Destructio destructionis ist in Unserem Gatal. unter AVörroes (p; 766) weitläufig abgehandelt; ü. A. Munk’s Irrthum über den Uebers; berichtigt und auf die unvollst. Uebers. ed.; 1497 hingewieseii, welche nach Ritter s Uftheil sehr abwöicht. Die Uebers; des Kalonymos b. David (zuerst 1527 gedruckt) ist dort aus der hebr. des Kalonymos b. David Todrosi abgeleitet; wenn es hier neisst!(S. 268) : »oder vielleicht genauer in einer . . . lat.״, so klingt das beinahe, als ob hebr; HSS. als nicht vorhandene Quellen gälten, denn an dem Yorhandensein von HSS. der hebr. Uebers. konnte der Yerf. nicht zweifeln, obwohl Wüsten/elcTs Nachrichten (Akad. p. 16 und 21 und Gesch. d. aräb. Aerzte p. 191, 10), namentlich wegen Vermischung des Werkes |6\ s mit der Widerlegung, mancher Berichtigung und Ergänzung bedürfen (vgl. d. Leydn. Catäl. p. 50). Allein unser Yerf. ist von einem solchen; leider nöch sehr eingewurzelten Yofurtheil weit entfernt, u. er wünscht selbst (S: 271 unten), die einzige Aushilfe ״durch die Bekanntmachung einer hebr; UCbers.״ d. h. der Streitschrift G's (vgl. darüber Leydner Catal. p. 144). Um so mrehr hoffen wir:, dass bei der; vom Verf. beabsichtigten Herausgabe beider für die Geschichte der scholastischen Philosophie so wichtigen Schriften Gazzali’s, die hebr; •Hilfsmittel (ton den Maqasid [S. 286] sind mehre Ueberss. vorhanden) nicht ausgeschlossen bleiben; und daher auch die Freunde der hebr. Literatur zur regeln Tneilnahme sich veranlasst sehen werden. [738] 2) “W« versteht der Äiiön. iin 'CäÜirdXbl. N. 27 S. 434 unter den Worten: ״wie ich aus einer speciellen Untersuchung der hebr. Bearbeitungen weiss?“ Doch nicht aus irgend einer gedruckten? Eine Belehrung hierüber wäre uns doppelt wünschenswerth. — Dass Abr. Ibn Chisdai, der um 1235 blühte, schon am Ende des XU. Jahrh. (S. 261) als Uebers. sich bethätigt (S. 261), ist sehr zu bezweifeln.