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Hebraeische Bibliographie · 1858-11-01 · No. 6 November-December · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 6 November-December
Date
1858-11-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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in 321] Charisi in Sabionetta emendirte (s. Ozar Nechmad II, 231 u. Catal. p. 2591). Es fehlt die Aftgabe dies medizinischen Werkes (s. Jüdische Literatur S. 446), nnd ist von dem geographisch-historischen Werke (verf. in Voltaggiö 1555—7), welches auch Ktrchkeim gesehen hat, noch ein vollständiges Exemplar erhalten. Dasselbe enthält unter A. eine Uebersetzung des Ferdin. Gortez. Ueber die Textausgabe des Werkes durfte man vom Uebersetzer eine, nicht aus dem trügerischen Titel, sondern Aus der Vorrede (mit. Hinzuziehung des Wiener Catalogs) geschöpfte richtigere Notiz erwarten. Die Wiener Bibliothek besitzt keine andere HS. als das von Luzzatto dem Herausg. übersendete, aUs 3 HSS. bearbeitete, für den Druck bestimmte MS., welches Letteris freilich erst, der Wiener Bibi schenkte oder verkaufte^ um den Namen L'uzzätto's auf dem lateinischen Titel weglassen zü können. Wir wären auf diesen (in unserem Catalog kurz "erledigten) Umstand nicht eingegangen, da dergleichen Unterschleif nicht selten vorkommt, wenn uns nicht Luzzatto aufgeforderfc hätte, ihm das Seinige vor dem grossem Publikum zu vindiciren. — Der Uebersetzung folgen zunächst 341 sprachliche, sachliche oder literarische Anmerkungen, welche die Forschungen Anderer fleissig zusammenstellen und Eigenes hinzufugen, wobei mitunter eine genauere Bezeichnung des beiderseitigen Verhältnisses mit einer kürzeren Fassung zu verbinden gewesen wäre, da nicht jedes Werk die Aufgabe eines Repertoriums hat, so z. B. S. 150 Ä. 21 (״ohne einer ausführlichen Untersuchung zu bedürfen״ heisst es daselbst), S. 155 A. 4 (Kej. Chem. Band IX, wo die Hauptsache erledigt ist, erschien 1856, wo W. diese Note noch nicht ״niedergeschrieben hatte״), S. 166 A. 113 (״vgi.“ 1. ״siehe“), das. A. 115—121 (zum Theil aus einer kurzen Mittheilung für den 3. Th. des Sch. Jeh., die ausführlichere Erörterung über die 9 Messiasse des Menachein b. Salomo war bereits in Gatal. p. 1912 gedruckt, und dort das Morawia der holländ. Üebers. verbessert)3). Es ist jedoch in solchen Dingen nicht leicht zwischen zU viel öder zu wenig das richtige Maass zu finden, und man muss mit Dank annehmen, was mit wissenschaftlichem Streben geboten wird. Ueber die 'Richtigkeit der, auf so viele Gebiete sich erstreckenden Angaben dürfte noch weniger einem Einzelnen zu entscheiden möglich sein; und da man Anmerkungen nur gelegentlich nachschlagen, nicht lesen kann, besonders wenn das Werk selbst bereits aus dem Text bekannt ist, so glauben wir, ein günstiges Gesammturtheil vorauszusetzen u. auf Einzelnes eingehen zu dürfen. Wir sehen z. B. keinen Grund zur Auffrischung von Fürst’s willkührlicher Hypothese, dass der Pseudomessias ״aus Bei; stammen möchte“ (S. 166). Wie so אלראי als nomen relativum des angeblichen Nebennämen (es ist bloss graecisirte Orthographie!) ״Rhae oder Rhei“ sich arabisch richtiger gestalte, ist nicht nachgewiesen, aus wird nie אלראי; für אלראי findet sich אל^רואי, אלדויד , die arabische Quelle liest: אבן אלווחי. Die Stelle aus De Sa cg (Beil. S. XXVII, vgl. S. 168) haben wir längst in 11a-Jona S. 25 mitgetheilt, mit der Bemerkung, dass das MS. nur dem Abulfedabeigelegt werde*), und dass der Name ״Menächem“ wohl eine, blosse Bezeichnung des Messias sei. Nach Samuel Ibn Abbas (über welchen mehr im GataL p. 2441 ff. unter Sam. Maroccanus) hiess er eigentlich. Menächem b. Soleiman (d. 1. Salomo), vielleicht Abu Soleiman Dawud? Uns scheinen sämmtHche Namen noch problematisch! —■ Zu S. 185 über die Doppeltitel des Zeda laDerech vgl. Zunz, z. Gesch. S. 258, und über den Namen Ibn Serach Catal. p. 1470. Zü S. 196 über Lipmänn Mühlhausen in Prag s. Kerem Chemed VIH, 206 u. Catal. p. 2635 (unter Simson b. Elieser); Lipmann spricht unstreitig von Abigdor Kara, u. nicht von K&räern. Zur Talmud Tora in Saloniki S) Ich hatte die• Aushängebogen dieser Hebers. (1855) erhalten, nnd Bemerkungen z<1 den Anmm. ,Polak* an den letstern geschickt, welche angehangt werden sollten, was aus pecuniären Granden unterblieb. Denselben gehört einiges der nachträglich gedruckten Errata (2 Bl.) an, wo aber zu S. 248: mMoratie lees Arabie,“ eine willkürliche Verbesserung, des Textes ist; dass nemlich der Verf des Sch. Jisr. selbst ,)!ähren* verstanden habe, wie W. geradezu angiebt, glaube ich nicht. Einiges Andere aut jenen Mittheilungen hat unser genannter Freund in seinen biogr. Notizen im Maggid angeiuhrt, mit Angabe der Quelle, aber leider nicht immer mit der nöthigen Genauigkeit, so z. B. N. 3 8.11 über die (gedruckte) ישימה der Schriften des Jakob Emden {Catal. p. 1207). Es soll dies natürlieh nicht eine Anklage, sondern eine Rechtfertigung derjenigen sein, welche endlich die Lust zu literarischen Mittheilungen verlieren, wenn dieselben in verkümmerter Weise ans Licht treten und hieraus־ neue Irrthum er entstehen können^ 3) In Schdhri$tani findet sich nichts davon; wir bemerken gelegentlich, dass huch der Wunden ^״־״׳ebäter Abu Isa (das. II, 254; vgl. den Karaer Obadja?) nach »Rar* zog. 30)

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