Hebraeische Bibliographie
- Journal
- Hebraeische Bibliographie
- Volume
- Band I. 1858
- Issue
- No. 4 Juli-August
- Date
- 1858-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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83 240] N. 87 (von Veit selbst, dessen Cousine Lehfeldt geheirathet), das Magazin f. d. Lit. des Ausl. N. 85, Montagspost u. Schachzeitung. Auch vom Standpunkt unseres Blattes liesse sich manche Bemerkung an diese, unter dem Einflüsse des Judenthums entwickelte Persönlichkeit knüpfen. L. ist in Glogau gehören, einer Stadt, die durch die Zahl ihrer in aller Welt zerstreuten jüdischen Celebritäten (z. B. Arnheim u. J. Lehmann in Glogau, D. Cassel u. M. Sachs in Berlin, Selig jetzt Paulus Cassel in Erfort, J. Munk in Paris, M. Wiener in Hannover, J. Zedner in London) beinahe sprichwörtlich geworden. Er war später Oberlehrer in Meklenburg-Strelitz und vor 24 Jahren Mitbegründer der Buchhandlung Veit Co., in deren Verlag einige für die jüdische Wissenschaft bedeutende Schriften erschienen sind. Ohne darauf einzugehen, welche persönliche Beziehungen zwischen den Verlegern und Autoren bei den Unternehmungen stattgefunden, oder gar tendenziöse Sympathie zu wittern, wo grossentheils das factische Leben eine weite Kluft zwischen Verleger und Verfasser gespalten, darf keinesfalls eine Art wissenschaftlicher Förderung in Abrede gestellt werden. Die von Zunz redigirte Bibelübersetzung und dessen zur Geschichte' und Literatur (erster und einziger Theil), Zedner’s (anonyme) Auswahl historischer Stücke, Sachs* Beiträge und seine religiöse Poesie, abgesehen von ihren rhetorisehen und homiletischen Auswüchsen, gehören der jüdischen Wissenschaft an. Der letzte Verlagsartikel der Veit’schen Buchhandlung, das hebräisch - deutsche Gebetbuch mit seinen combinirten grossen und kleinen Ausgaben, die uns an die Blüthezeit der speculativen Pressen von Proops und Compagnie erinnern, hatte Lehfeldt’s Interesse zu einem Gebiete zurückgeführt, auf welchem in Berlin so eben der erste schwache Versuch einer unabweislichen Reform gemacht werden sollte. Der Verstorbene hatte jedoch die Absicht, sich von dem eifrig betriebenen Geschäfte nach Ablauf des 25. Jahres zurückzuziehen. Sein ursprünglicher Name war Levi. [240] / II. Vergangenheit. Der Zürcher Semak. von L. Zunz. Es wandern Büchertitel Jahrhunderte hindurch aus einem Verzeichniss in das andere; was der erste Berichterstatter gesagt, sagt der. letzte: Keiner hat das Buch gelesen, gesehen, Keiner weiss wo, ja ob es zu finden. Jachja erzählt von Hörensagen,,dass Mose aus Zürich den ״Semak“1) mit grossen Anmerkungen versehen habe, und dies Buch sei der Zürcher Semak. Der Reihe nach erzählen Conforte, Bartolocci, Sabbatai, Wolf, Heilprin, Asulai und neueste Herausgeber nun bereits zweihundert Jahre dasselbe; aber das Buch bleibt verschollen, in den Bibliotheken ist es nicht zu finden. Und dennoch ist es da; reisende Gelehrte und Handschriften- Beschreiber hatten es in Händen und nicht erkannt. Das Werk liegt in Oxford, in Wien, seit sechs Jahren im hrittischen Museum, und ist wahrscheinlich auch im Vatican, in den Bibliotheken von Paris und Parma und sonst noch vorhanden. Machen wir uns zunächst mit dem Werke selber näher bekannt. Das Exemplar des brittischen Museums versiehet den Semak (נ(סטק dessen Texte es folgt, am 1) püD, d. i. das (kleine) Buch der Gebote von Isak Corbeil,