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Hebraeische Bibliographie · 1858-07-01 · No. 4 Juli-August · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 4 Juli-August
Date
1858-07-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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75 198] Von dem Musikdirector A. Berlija in Amsterdam erscheinen nächstens hei Mesquita Molgo daselbst ״Herkömmliche Gesänge nnd Chöre״ zum Gebrauch der Portugiesischen Synagogen, eingerichtet für Knabenstimmen. Wir werden beim Erscheinen derselben Gelegenheit nehmen, seine früher veröffentlichten Compositionen anzuführen. Exstein (Lehrer in Schauten) hat die Novelle die ״Marannen״ von U. Philipp- 80n ins Hebräische übersetzt (eine russische Uebersetzung v. Berthenson ist früher erschienen, nach d. A. Z. d. J. N. 29, S. 899). M. Hyman, Verf. einer hebräischen Elemeutargrammatik in französischer Sprache (1852ע, beabsichtigt nunmehr die Herausgabe eines Dictionnaire de poche Hebreu-Franpais. J. Popper arbeitet seit längerer Zeit an einem grösseren Werke über ״die historische Kritik des hebr. Alterthums״ ins besondere die ״Geschichte der Offenbarung״, und soll das oben (S. 50) angekündigte Werk als ein ״Beitrag zur Geschichte der Composition und Diaskeue. des Pentateuch״ nur ein Vorläufer derselben sein.1) Während Zunz’s Geschichte des synagogalen Ritus (s. oben S. 50) unter der Presse rüstig vorwärts schreitet, aber wohl nun die alte Welt umfassen wird, bearbeitet man jenseits des unterseeischen Telegraphen einen neuen Ritus, Minhag Amerika. ״Das Werk״ (schreibt ein Correspondent der Arch. Isr. S. 456) ״ist in den besten Händen. Die Doctoren Lilienthal und Wise, welche es unternehmen und leiten, werden als die beiden gelehrtesten und hervorragendsten Rabbiner der Vereinigten Staaten betrachtet.״ Lüienthal ist der Verf. des berüchtigten Verzeichnisses der Münchener Handschriften. Die englischen Juden beabsichtigten, den Eintritt Rothschilds .ins Parlament durch ein Gedenkzeichen zu verewigen, und es sind die verschiedensten Vorschläge dazu gemacht worden. In demselben Augenblick ertönt der Schwanengesang des Committe der Sussex Hall literary Institution, in welchem dasselbe zu bedenken giebt, ob die durch Mangel an Theilnahme, trotz wiederholter Aufrufe, drohende Schliessung dieses einzigen literarischen Instituts der englischen Juden nicht geeignet wäre, ״das Urtheil, den Patriotismus, oder die Intelligenz der Genossenschaft in Verruf zu bringen.״ Sollten etwa die jüdischen Engländer das Interesse an einer Institution verloren haben, deren Tendenz eine allgemeine war? Nun denn, so wäre es jetzt an der Zeit, etwas für die jüdische Wissenschaft zu thun! 2. Bibliographie für 1858. 1. Periodische Schriften. A. Wochen-, Monats- und Vierteljahrs-Schriften. d. Englisch. I. In England. The Jewish Chronicle and the Hebrew Observer. Pxinted and published by the Proprietor Abraham Benish, Ph. Dr. at his Office, 7 Bevis Marks, St. Mary Axe. Vol. XV. (allwöchentlich 1 Nummer Doppelbogen) fol. London 1858. (Vierteljährl. per Post in England 4 Sh., für Ausland durch Buchhndl. jährl. 6 Thlr. incl. Steuer.) [198] [Der Hebr. Obseirver (הצופה) erschien eine Zeitlang, unter Red. Benisch’s [eines gebornen Böhmen], als besonderes Blatt, worüber das Genaure in einer künftigen Zusammenstellung der vergangenen periodischen Literatur. Die Nummern der einzelnen Blatter laufen seit der Vereinigung beider Zei$- sehr. fort. Die Nummer vom 2. Juli 1858 ist N. 185.] 1) Auf das vom Verf. früher veröffentlichte Schriftchen, kann hier nicht Rücksicht genommen werden. Nur bei der Anzeige veröffentlichter neuer Schriften nehmen wir gerne auf altere Rücksicht, namentlich wenn sie uns torliegen.

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