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Hebraeische Bibliographie · 1858-07-01 · No. 4 Juli-August · p. [Seite]

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Journal
Hebraeische Bibliographie
Volume
Band I. 1858
Issue
No. 4 Juli-August
Date
1858-07-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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74 Catalog gesammelten Materialien behandeln. — Zur Ausgabe bereit liegen: das Buch Jesaia mit holländischer Uebersetzüng und Erläuterungen von G. A. Parser, Hauptlehrer der Waisenschule, und eine neue vermehrte Ausgabe des Schaar Schimon von Simon Frankfurter, besorgt von G. I. Polak. In Hannover wird eine Sammlung von Gedichten des Salomo Ibn Gabirol mit literarischen Notizen und biographischen Nachrichten von L. Dukes herausgegeben. Wir drücken den Wunsch aus, dass in Beziehung auf die Autorschaft genauere Untersuchungen vorangehen mögen, als in dem Werke Treasures of Oxford. Dort sind Gedichte unter ungehörigen Namen gedruckt, und hat diess zu Irrthümem verleitet, auf deren weitern Verlauf wir nicht gern zurückkommen möchten (vgl. Jewish Literature p. 345 Vorbem. zu § 20). Die Inschriften des berühmten Cpd. Poe. 74, einer Hauptquelle für poetische Literatur, bedürfen einer kritischen Untersuchung. So hat z. B. Dukes früher (Litbl. 1849 S. 708 u. 6) behauptet, dass der I. Band ״beinahe den grössten Theil des Divans von MoseJ). Esra (!) u. Jehuda Levi enthalte“, während die Gedichte des Erstem sich auf eine sehr kleine Anzahl beschränken; und selbst das unter dessen Namen gedruckte: האמין vh, auf welches Dukes so gern zurückkommt, ist von Jehuda ha Levi! Was die Gedichte Gabirols betrifft, so ist die Aufgabe eine sehr schwierige. Der Red. dieses Blattes hat im J. 1853 ein Verzeichniss an Geiger für dessen beabsichtigtes Werk über Gabirol geschickt (welches, zum Theil berichtigt, auch im Catalogus l. 1k p. 23367־ gedruckt ist); die damals noch ungedruckten Stücke wurden von B. Goldberg Im denselben abgeschrieben. Auch von Rapoport ist Biographisches über Gabirol in der Einleitung zu Kampfs Poesien zu erwarten. In Lemberg befindet sich (nach einer Mittheilung von J. Kobak) u. A. das Buch Juchasin von AbrahamSacut1) und das Buch Torat Ha-Ola von Mose Isserls unter der Presse. Auch ist bereits der ״erste Theil“ (fälschlich bis jetzt erste Ausgäbe מהדווא קמא als Gegensatz zu dem sonst ganz heterogenen מהדווא בחרא) des Noda Bijehuda von Jecheskiel Landau (vgl. oben S. 25) dem Drucke übergeben worden. Die deutsche Psalmenbearbeitung von Dr. M. Bapoport, (s. oben S. 50) wird von historischen und philologischen Erläuterungen S. L. Bapoporfs begleitet sein, und dadurch auch einen wissenschaftlichen Werth erhalten. Hr. Kobak versichert uns, dass die Lemberger hebräische Presse wesentlichen Verbesserungen entgegen sehe, deren sie in der That so sehr bedürftig ist (vgl. oben S. 40 N. 121), und verspricht uns ausführliche Mittheilungen darüber. In Triest erscheint eine Pentateuchausgabe mit einer italienischen Debersetzung von S. D. Luzzatto. Wir fordern Letzteren auf, die Correctur selbst zu überwachen, damit das Werk nicht durch Druckfehler verunstaltet werde, wie es z. B. bei dem |n Triest gedruckten Saraval’schen Catalog der Fall ist. B. H. Ascher in London beabsichtigt eine englische Uebersetzüng des Mibchar ha -Peninim, welches von Salomo ben Gabirol verfasst sein soll (wofür freilich nur ein Zeugniss aus dem 17. Jahrh. vorzuliegen scheint, wie im Catal. libr. hebr. p. 2321 nachgewiesen worden), nebst Anmerkungen Und einer Einleitung über die Geschichte der hebräischen Sprüche. Wir sprechen den Wunsch aus, dass die erste Textaüsgäbe (im Brit. Mus.) benutzt werde". Zur Geschichte der Gnoinik ist.in neuerer Zeit viel geleistet worden, namentlich von Dukes (vgl. Jewish Lit. § 17). Dieses Thema erfordert eine über das hebräische - Gebiet weit hinausgehende Kunde. *) Wird die Londoner Ausgabe dabei benutzt werden, und wird diess mit der nbthigen Kritik geschehn? (8. Kirchheim'8 Anzeige in der A. Z. d. J.) Heber die neueste KÖnigsb. Ausg. berichtet unsre nächste Nummer.

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